„Nun, das ist doch nur gut“, - hatte eine alte dicke Häsin gesagt, als die Eisenbahn von Braunschweig nach Harzburg eröffnet werden sollte, - „nun, das ist doch nur gut, dass man jetzt rascher zur Stadt kommen kann als früher. Mit dem Laufen will es bei meinen Jahren nicht mehr so recht fort und man hat so mancherlei Einkäufe zu besorgen, denn die Töchter wachsen nachgerade heran und man muss an die Ausstattung denken.
Gebr. Grimm Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht, was seine Mutter haben wollte. […]
Die Geschichte spielt zur Zeit Karls des Großen. Eginhard ist ein gebildeter junger Schreiber und Vertrauter des Kaisers, der für seine Fähigkeiten und seinen Fleiß am Hof geschätzt wird. Unter den Kindern Karls hebt sich besonders seine Tochter Emma hervor: klug, tugendhaft und schön. Zwischen Eginhard und Emma entwickelt sich eine heimliche, tiefe Zuneigung, die beide bewusst im Verborgenen halten, da ein Verhältnis zwischen einer Kaisertochter und einem Beamten inakzeptabel wäre.
Als Emma gegen den Willen ihres Vaters an einen mächtigen ausländischen Herrscher verheiratet werden soll, suchen beide Rat beim jeweils anderen und erkennen: sie gehören zusammen. In einer entscheidenden Nacht, als Eginhard Emma heimlich besucht, fällt Schnee. Um keine Spuren zu hinterlassen, trägt Emma ihren Geliebten auf dem Rücken über den Hof, ein Akt der List und der Stärke. Unglücklicherweise beobachtet Karl diesen ungewöhnlichen Vorgang und erkennt am nächsten Tag, dass jemand heimlich seine Tochter besuchte.
Karl ist tief verletzt und beruft seinen Rat ein. Es folgt ein Konflikt zwischen Strafe und Vergebung, bis Eginhard die volle Verantwortung übernimmt. Karl verbannt beide aus seinem Hof, sodass sie als Verstoßene in die Welt hinausziehen müssen. Sie heiraten schließlich im Exil und finden nach harter Schule der Entbehrung in der Einsamkeit eines Waldes bei einem Kloster ein bescheidenes, aber friedliches Leben.
Nach Jahren und vielen Prüfungen begegnet Karl dem Paar zufällig bei einer Jagd, erkennt seine Tochter und ihren Mann nicht sofort, wird aber am gedeckten Tisch von Emmas Kochkunst und ihrem vertrauten Wesen ergriffen. Die Familienbande werden wiederhergestellt, alte Spannungen lösen sich in Freude und Versöhnung auf, und Karl lädt sie zurück an seinen Hof. Aus der Verbannung wird eine Rückkehr in die Gemeinschaft – ein klassischer Bogen von Transgression über Strafe zu Vergebung.
König Sabur und seine Familie:
König Sabur von Persien ist reich, weise und gerecht. Er hat drei Töchter und einen Sohn, Kamar al-Akmar.
Die drei Weisen und ihre Geschenke:
Drei Weise aus Indien, Griechenland und Persien bringen dem König außergewöhnliche Geschenke: eine goldene Wächterfigur, einen mechanischen Pfau und ein magisches Ebenholzpferd.
Das Ebenholzpferd:
Das Pferd kann seinen Reiter überall hinfliegen und eine Jahresreise an einem Tag zurücklegen. Der persische Weise erhält als Belohnung die jüngste Königstochter zur Frau.
Die Flucht des Prinzen:
Kamar al-Akmar, der Sohn des Königs, besteigt das Ebenholzpferd und wird durch eine List des persischen Weisen in die Lüfte geschickt. Er entdeckt die Mechanik des Pferdes und landet in einer fremden Stadt.
Begegnung mit Schams al-Nahar:
Der Prinz trifft im Palast der fremden Stadt auf die Prinzessin Schams al-Nahar. Sie verlieben sich ineinander.
Konflikt mit dem König von Sana:
Der Prinz muss sich dem König von Sana beweisen und flieht schließlich mit dem Ebenholzpferd. Die Prinzessin bleibt zurück und erkrankt vor Kummer.
Wiedervereinigung und erneute Trennung:
Kamar al-Akmar kehrt zurück, holt die Prinzessin, doch der persische Weise entführt sie und das Pferd erneut. Die Prinzessin wird vom König der Griechen gefangen genommen, der Weise landet im Kerker.
Suche und Rettung:
Der Prinz sucht lange nach der Prinzessin, gibt sich als Arzt aus, heilt sie und gewinnt das Ebenholzpferd zurück. Gemeinsam fliehen sie.
Happy End:
Der Prinz und die Prinzessin kehren in seine Heimat zurück, feiern ihre Hochzeit und leben glücklich. Das Ebenholzpferd wird zerstört, und die Familien versöhnen sich.
Es war einmal ein großer Häuptling, der hieß Donner und wohnte im Himmel. Er hatte drei Töchter, die alle junge Männer von der Erde zu heiraten wünschten, aber dem Vater war keiner als Freier recht. Wenn die jungen Männer kamen und um die Töchter warben, wurden sie von Donner getötet.