Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die wünschten sich schon lange vergeblich ein Kind; endlich machte sich die Frau Hoffnung, der liebe Gott werde ihren Wunsch erfüllen. Die Leute hatten in ihrem Hinterhaus ein kleines Fenster, daraus konnte man in einen prächtigen Garten sehen, der voll der schönsten Blumen und Kräuter stand; er war aber von einer hohen Mauer umgeben, und niemand wagte hineinzugehen, weil er einer Zauberin gehörte, die große Macht hatte und von aller Welt gefürchtet wurde.
Die Scholle Gebr. Grimm Die Fische waren schon lange unzufrieden, dass keine Ordnung in ihrem Reich […]
Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und als sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: "Hätt' ich ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen'." Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz, und wurde darum das Schneewittchen genannt. Und als das Kind auf der Welt war, starb die Königin.
Schneeweißchen und Rosenrot Gebr. Grimm Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen, und vor […]
Die Schlickerlinge Gebr. Grimm Es war einmal ein Mädchen, das war schön, aber faul und nachlässig. […]
Rumpelstilzchen Gebr. Grimm Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne […]
Rohrdommel und Wiedehopf Gebr. Grimm „Wo weidet Ihr Eure Herde am liebsten?“ fragte einer einen alten […]
Alt Rinkrank Gebr. Grimm Es war einmal ein König, und der hatte eine Tochter; der hatte […]
Der Ring der Fastrada Brüder Grimm Petrarca, auf seiner Reise durch Deutschland, hörte von den Priestern […]
Das Riesenspielzeug Gebrüder Grimm Im Elsass auf der Burg Nideck, die an einem hohen Berg bei […]
Der verzauberte Kaiser Märchen aus Thüringen – Gebr. Grimm Eine der bekanntesten Bergsagen ist die Kyffhäusersage, […]
Die vier kunstreichen Brüder Gebr. Grimm Es war ein armer Mann, der hatte vier Söhne. Als […]
Ein armer Holzhauer lebte mit seiner Frau und drei Töchtern in einer kleinen Hütte an dem Rande eines einsamen Waldes. Eines Morgens, als er wieder an seine Arbeit wollte, sagte er zu seiner Frau: "Lass' mir mein Mittagbrot von dem ältesten Mädchen hinaus in den Wald bringen, ich werde sonst nicht fertig.
Von Johannes-Wassersprung und Caspar-Wassersprung Gebr. Grimm Ein König bestand darauf, seine Tochter sollte nicht heiraten, und […]
Es war einmal ein König, der war krank, und niemand glaubte, dass er mit dem Leben davonkäme. Er hatte aber drei Sühne, die waren darüber betrübt, gingen hinunter in den Schlossgarten und weinten. Da begegnete ihnen ein alter Mann, der fragte sie nach ihrem Kummer. Sie sagten ihm, ihr Vater wäre so krank, dass er wohl sterben würde, denn es wollte ihm nichts helfen. Da sprach der Alte: "Ich weiß noch ein Mittel, das ist das Wasser des Lebens; wenn er davon trinkt, so wird er wieder gesund