Der Teufel und die Handwerksburschen Heinrich Pröhle Es waren einmal vier Handwerksburschen, die litten große Not, […]
Der Teufel auf dem Heuwagen Heinrich Pröhle Es war ein Mann, der hatte so viele Kinder, […]
„Nun, das ist doch nur gut“, - hatte eine alte dicke Häsin gesagt, als die Eisenbahn von Braunschweig nach Harzburg eröffnet werden sollte, - „nun, das ist doch nur gut, dass man jetzt rascher zur Stadt kommen kann als früher. Mit dem Laufen will es bei meinen Jahren nicht mehr so recht fort und man hat so mancherlei Einkäufe zu besorgen, denn die Töchter wachsen nachgerade heran und man muss an die Ausstattung denken.
Die Geschichte spielt zur Zeit Karls des Großen. Eginhard ist ein gebildeter junger Schreiber und Vertrauter des Kaisers, der für seine Fähigkeiten und seinen Fleiß am Hof geschätzt wird. Unter den Kindern Karls hebt sich besonders seine Tochter Emma hervor: klug, tugendhaft und schön. Zwischen Eginhard und Emma entwickelt sich eine heimliche, tiefe Zuneigung, die beide bewusst im Verborgenen halten, da ein Verhältnis zwischen einer Kaisertochter und einem Beamten inakzeptabel wäre.
Als Emma gegen den Willen ihres Vaters an einen mächtigen ausländischen Herrscher verheiratet werden soll, suchen beide Rat beim jeweils anderen und erkennen: sie gehören zusammen. In einer entscheidenden Nacht, als Eginhard Emma heimlich besucht, fällt Schnee. Um keine Spuren zu hinterlassen, trägt Emma ihren Geliebten auf dem Rücken über den Hof, ein Akt der List und der Stärke. Unglücklicherweise beobachtet Karl diesen ungewöhnlichen Vorgang und erkennt am nächsten Tag, dass jemand heimlich seine Tochter besuchte.
Karl ist tief verletzt und beruft seinen Rat ein. Es folgt ein Konflikt zwischen Strafe und Vergebung, bis Eginhard die volle Verantwortung übernimmt. Karl verbannt beide aus seinem Hof, sodass sie als Verstoßene in die Welt hinausziehen müssen. Sie heiraten schließlich im Exil und finden nach harter Schule der Entbehrung in der Einsamkeit eines Waldes bei einem Kloster ein bescheidenes, aber friedliches Leben.
Nach Jahren und vielen Prüfungen begegnet Karl dem Paar zufällig bei einer Jagd, erkennt seine Tochter und ihren Mann nicht sofort, wird aber am gedeckten Tisch von Emmas Kochkunst und ihrem vertrauten Wesen ergriffen. Die Familienbande werden wiederhergestellt, alte Spannungen lösen sich in Freude und Versöhnung auf, und Karl lädt sie zurück an seinen Hof. Aus der Verbannung wird eine Rückkehr in die Gemeinschaft – ein klassischer Bogen von Transgression über Strafe zu Vergebung.