Gebrüder Grimm Es war einmal ein Soldat, der hatte dem König lange Jahre treu gedient: als […]
Es fuhr einmal ein armes Dienstmädchen mit seiner Herrschaft durch einen großen Wald, und als sie mitten darin waren, kamen Räuber aus dem Dickicht hervor und ermordeten, wen sie fanden
Ein König verliert seine wunderschöne Frau, die ihm verspricht, nur wieder zu heiraten, wenn die neue Frau ebenso schön ist und goldenes Haar hat wie sie.
Nach langer Trauer findet der König keine passende Braut – außer seiner eigenen Tochter, die ihrer Mutter sehr ähnelt.
Die Tochter ist entsetzt über den Heiratswunsch des Vaters. Sie stellt scheinbar unerfüllbare Bedingungen: drei Kleider (golden wie die Sonne, silbern wie der Mond, glänzend wie die Sterne) und einen Mantel aus tausenderlei Pelz.
Der König lässt alles anfertigen und setzt die Hochzeit fest. Die Tochter flieht in der Nacht mit ihren Kostbarkeiten, verkleidet sich mit dem Pelzmantel und schwärzt Gesicht und Hände.
Sie versteckt sich in einem hohlen Baum im Wald, wird von Jägern eines anderen Königs gefunden und als Küchenmagd „Allerleirauh“ ins Schloss gebracht.
Allerleirauh lebt dort bescheiden und darf bei Festen heimlich zuschauen. Sie erscheint dreimal in ihren prächtigen Kleidern auf dem Fest und tanzt mit dem König, der sie nicht erkennt.
Jedes Mal hinterlässt sie dem König ein goldenes Geschenk in der Suppe (Ring, Spinnrad, Haspel), das sie für ihn kocht. Der König wird neugierig auf ihre Identität.
Beim dritten Fest erkennt der König sie schließlich an einem Ring und ihrem hervorschimmernden Kleid. Ihre wahre Identität wird enthüllt.
Der König nimmt Allerleirauh zur Frau, und sie leben glücklich bis an ihr Lebensende.
Eine arme Mutter lebt dreihundert Jahre vor Christi Geburt und hat zwölf Söhne, die sie kaum ernähren kann.
Sie betet zu Gott, dass ihre Söhne mit dem verheißenen Heiland zusammen auf Erden sein mögen.
Aus Not schickt sie einen Sohn nach dem anderen in die Welt, um ihr Brot zu suchen.
Der älteste Sohn, Petrus, verirrt sich im Wald, leidet Hunger und glaubt, dem Tod nahe zu sein.
Ein engelsgleiches Kind erscheint, spricht Petrus Mut zu und führt ihn in eine Höhle voller Gold, Silber und Kristall.
In der Höhle stehen zwölf Wiegen; das Kind bittet Petrus, sich in die erste zu legen und wiegt ihn in den Schlaf.
Nach und nach werden auch die anderen Brüder von ihren Schutzengeln hereingeführt und schlafen in den goldenen Wiegen ein.
Die zwölf Brüder schlafen dreihundert Jahre, bis zur Nacht der Geburt Christi.
In dieser Nacht erwachen sie und sind mit dem Heiland auf Erden – sie werden die zwölf Apostel genannt.