Eine arme Mutter lebt dreihundert Jahre vor Christi Geburt und hat zwölf Söhne, die sie kaum ernähren kann.
Sie betet zu Gott, dass ihre Söhne mit dem verheißenen Heiland zusammen auf Erden sein mögen.
Aus Not schickt sie einen Sohn nach dem anderen in die Welt, um ihr Brot zu suchen.
Der älteste Sohn, Petrus, verirrt sich im Wald, leidet Hunger und glaubt, dem Tod nahe zu sein.
Ein engelsgleiches Kind erscheint, spricht Petrus Mut zu und führt ihn in eine Höhle voller Gold, Silber und Kristall.
In der Höhle stehen zwölf Wiegen; das Kind bittet Petrus, sich in die erste zu legen und wiegt ihn in den Schlaf.
Nach und nach werden auch die anderen Brüder von ihren Schutzengeln hereingeführt und schlafen in den goldenen Wiegen ein.
Die zwölf Brüder schlafen dreihundert Jahre, bis zur Nacht der Geburt Christi.
In dieser Nacht erwachen sie und sind mit dem Heiland auf Erden – sie werden die zwölf Apostel genannt.