Der Schlangenkönig Ernst Moritz Arndt Schlangenkönig wohnte auf einer fernen Insel in der Ostsee, die gen […]
Rotkehlchen und Kohlmeischen Ernst Moritz Arndt Rotkehlchen und Kohlmeischen waren einst ein paar hübsche Dirnen, Töchter […]
Ein Schäferjunge fand eines Morgens ein silbernes Glöckchen auf der grünen Heide und steckte es zu sich.
Ihr habt wohl oft die Sage gehört von Glocken, die aus tiefen Seeen läuten, besonders um die Zeit der Mitternacht und zur Zeit der großen heiligen Feste der Christen. Da sagen die Leute, es sind versunkene Schlösser und Kirchen, deren Glocken läuten müssen zur ernstesten Stunde der Zeit und an jenen hehren Tagen, wo alle Herzen und Glocken die hellesten und innigsten Klänge erklingen lassen. Aber das ist nur so ein Gerede, weil sie das, was ihnen zu Zeiten so wunderbar und schauerlich aus tiefen Seeen herauftönt, gern natürlich erklären mögten. Nein es sind keine Glocken von versunkenen Schlössern und Kirchen, es sind keine aus Erz und Silber gegossene Glocken, sondern sehnsüchtige und klingende Trauerglocken der Herzen sind es, die durch schlimmen Zauber gefangen da unten in der kalten Tiefe sich ewig nach dem schönen Sonnenlichte droben sehnen müssen aber nie hinauf können. Und nun will ich die Geschichte der Seekönigin erzählen.
Nicht weit von der Aalbeck liegt ein kleiner Hof namens Granitz unter der großen waldigen Uferforst, welche auch die Granitz genannt wird.