Hans-Christian Andersen
Bei Apolda in Thüringen liegt die Alte-Weiber-Mühle. Sie sieht ungefähr aus wie eine große Kaffeemühle, nur dass nicht oben gedreht wird, sondern unten.
Nicht weit von der Aalbeck liegt ein kleiner Hof namens Granitz unter der großen waldigen Uferforst, welche auch die Granitz genannt wird.
Ich will die Menschheit um ihrer Sünden willen bestrafen. Fortan sollen die Menschen kein Feuer mehr besitzen!
Es waren einmal drei Brüder, die wollten in die Fremde ziehen, um Arbeit zu finden. Auf ihrem Wege gelangten sie in eine Einöde, und sie setzten sich an einen Brunnen, um zu essen und sich auszuruhen.
Ein alter Herr, der viel reiste, besaß einen Koffer. Schön war der Koffer nicht, sondern grundhässlich; denn er war mit struppigem Seehundsfell überzogen und hatte eiserne Bäner und Ecken. In dem Fell aber waren schon oft die Motten gewesen, und das eiserne Beschläge war stark verrostet, hatte auch mit der Zeit manchen Buckel und manche Schmarre bekommen.
Es fuhr einmal ein armes Dienstmädchen mit seiner Herrschaft durch einen großen Wald, und als sie mitten darin waren, kamen Räuber aus dem Dickicht hervor und ermordeten, wen sie fanden
Früher gingen einmal zwei Bauern nach Istanbul, um Geld zu verdienen. Dort arbeitete einer von ihnen sechs Monate lang und verdiente dreißig Pfund, aber der andere konnte gerade nur sein tägliches Brot erwerben.
ich will dir den Teich zeigen, in dem sie wohnt, die Allerschönste. Ihre Haare sind braun, ihre Augen grün, nein, du musst nicht lachen, sie sind dennoch wunderbar. Auf dem Grunde des Teiches liegt das Schloss, aus grünem Glas, aus blauem Glas, aus rotem Glas. Die Türme sind wie kleine Kronen, aus Silber, mit Perlen an den Rändern. Hier wohnt sie, die Allerschönste, um ihre Füß liegen sieben Ketten, und diese Ketten liegen in den Händen eines silbernen Engels.
Ein König verliert seine wunderschöne Frau, die ihm verspricht, nur wieder zu heiraten, wenn die neue Frau ebenso schön ist und goldenes Haar hat wie sie. Nach langer Trauer findet der König keine passende Braut – außer seiner eigenen Tochter, die ihrer Mutter sehr ähnelt. Die Tochter ist entsetzt über den Heiratswunsch des Vaters. Sie stellt scheinbar unerfüllbare Bedingungen: drei Kleider (golden wie die Sonne, silbern wie der Mond, glänzend wie die Sterne) und einen Mantel aus tausenderlei Pelz. Der König lässt alles anfertigen und setzt die Hochzeit fest. Die Tochter flieht in der Nacht mit ihren Kostbarkeiten, verkleidet sich mit dem Pelzmantel und schwärzt Gesicht und Hände. Sie versteckt sich in einem hohlen Baum im Wald, wird von Jägern eines anderen Königs gefunden und als Küchenmagd „Allerleirauh“ ins Schloss gebracht. Allerleirauh lebt dort bescheiden und darf bei Festen heimlich zuschauen. Sie erscheint dreimal in ihren prächtigen Kleidern auf dem Fest und tanzt mit dem König, der sie nicht erkennt. Jedes Mal hinterlässt sie dem König ein goldenes Geschenk in der Suppe (Ring, Spinnrad, Haspel), das sie für ihn kocht. Der König wird neugierig auf ihre Identität. Beim dritten Fest erkennt der König sie schließlich an einem Ring und ihrem hervorschimmernden Kleid. Ihre wahre Identität wird enthüllt. Der König nimmt Allerleirauh zur Frau, und sie leben glücklich bis an ihr Lebensende.

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