{"id":945,"date":"2017-05-22T23:05:03","date_gmt":"2017-05-22T21:05:03","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=945"},"modified":"2026-01-17T03:27:31","modified_gmt":"2026-01-17T02:27:31","slug":"das-maennlein-mit-dem-wunderspiegel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/das-maennlein-mit-dem-wunderspiegel\/","title":{"rendered":"Das M\u00e4nnlein mit dem Wunderspiegel"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor vielen, vielen Jahren war einmal im Gebirge ein Mann unterwegs. Da fand er zuf\u00e4llig, wie man ja manchmal etwas findet, einen kleinen Spiegel. Er hob ihn auf und blickte hinein. Aber, was Wunder! er sah drin nicht sich selbst, sondern einen steilen, felsigen Berghang, der voll goldener und silberner Zapfen hing. Die glei\u00dften und funkelten in wunderbarem Glanze. Hoch oben an der Felswand aber krabbelte ein kleines M\u00e4nnlein herum, das emsig die goldenen Zapfen abbrach und in ein S\u00e4cklein steckte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Das M\u00e4nnlein mit dem Wunderspiegel: schw\u00e4bisches Volksm\u00e4rchen (H\u00f6rbuch zum Einschlafen)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/QVIoT1OEm1E?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>Der Mann konnte sich an alldem kaum sattsehen. Es dauerte aber gar nicht lange, da merkte das M\u00e4nnlein, dass jemand es durch sein verlorengegangenes Spiegelein beobachtete. Da wurde es ganz aufgeregt und fing an zu zappeln und \u00e4ngstlich zu jammern und bat den Mann, doch den Spiegel wegzuwerfen. Es sei sonst verloren, k\u00f6nne sich nicht mehr an der Felswand halten und m\u00fcsse herabst\u00fcrzen und zu Tode fallen. Gerne wolle es ihm daf\u00fcr von seinen Sch\u00e4tzen geben. Da hatte der Mann mit dem armen Wichtlein Mitleid und warf den Spiegel weg. Sogleich verschwand die Felswand und alle Pracht, die daran gefunkelt, und das M\u00e4nnlein stand vor ihm. Als der Mann fragte, woher es denn sei, sagte es: &#8222;Aus Venedig!&#8220;, gab ihm zum Lohn einen gro\u00dfen Goldzapfen und &#8211; war verschwunden.<\/p>\n<hr>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Werbung<\/h6>\n\n\n\n<p>Das neueste Ebook von Marion Wolf:<\/p>\n\n\n\n<p>Ein reizendes Hundeabenteuer f\u00fcr Grundschulkinder und M\u00e4rchenliebhaber jeden Alters:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/www.neobooks.com\/ebooks\/marion-wolf-der-heilige-hund-ebook-neobooks-AVfiFMyNz5W64AJ33njs\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<hr>\n<p>Nach langer Wanderung kam er endlich in Venedig an. Wie er so durch die Stra\u00dfen ging und nach dem M\u00e4nnlein suchte, stand es pl\u00f6tzlich neben ihm. Es gr\u00fc\u00dfte ihn \u00fcberaus freundlich und fragte erstaunt, wie er denn hier herkomme. Da klagte ihm der Mann seine Not, erz\u00e4hlte, wie es ihm mit dem goldenen Zapfen gegangen sei und kn\u00fcpfte sein Taschentuch auf. Da l\u00e4chelte das M\u00e4nnlein, strich mit der flachen Hand dar\u00fcber hin und &#8211; siehe da! der Zapfen war wieder eitel Gold und funkelte wie zuvor. \u00dcbergl\u00fccklich bedankte sich der Mann und wollte gleich wieder die Heimreise antreten. Aber das M\u00e4nnlein lie\u00df es nicht zu, sondern bat ihn, mit in sein Haus zu kommen und einige Tage sein Gast zu sein.<\/p>\n\n\n<p>Es f\u00fchrte ihn in einen gro\u00df m\u00e4chtigen Palast; bewirtete ihn mit k\u00f6stlichen Speisen und Getr\u00e4nken und zeigte ihm alle seine Reicht\u00fcmer. Da konnte der einfache Mann ob all der Pracht und Sch\u00e4tze nicht genug staunen und rief ein Mal \u00fcbers andere &#8222;Ach, wenn nur auch meine Frau da w\u00e4re und all die Sch\u00f6nheit sehen k\u00f6nnte!&#8220; Das M\u00e4nnlein fragte ihn, ob er gerne wissen und sehen m\u00f6chte, wie es seiner Frau zu Hause gehe und was sie gerade treibe. &#8222;Ei, freilich m\u00f6chte ich das gerne sehen!&#8220; sagte er. Da holte das M\u00e4nnlein den Wunderspiegel herbei und lie\u00df ihn hineinsehen. Und da sah der Mann wahrhaftig ganz klar und deutlich sein Haus und die Stube und drin sein Weib, wie es bei der Wiege sa\u00df und dem Kind den Brei gab. Voller Freude nahm er von dem guten M\u00e4nnlein Abschied, zog mit seinem blanken Goldzapfen wieder heimw\u00e4rts und lebte fortan mit Weib und Kind in Gl\u00fcck und Reichtum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor vielen, vielen Jahren war einmal im Gebirge ein Mann unterwegs. 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