{"id":885,"date":"2016-12-09T13:29:10","date_gmt":"2016-12-09T12:29:10","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=885"},"modified":"2026-04-24T18:23:32","modified_gmt":"2026-04-24T16:23:32","slug":"st-nikolaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/st-nikolaus\/","title":{"rendered":"St. Nikolaus"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">St. Nikolaus<\/p>\n\n\n\n<p>Es war in einer Stadt in Kleinasien mit Namen Patera. Den Eltern Johanna und Epiphanius wurde ein Kn\u00e4blein geboren, das sie Nikolaus nannten. Etwas sp\u00e4ter zog die Familie nach Myra, einer Stadt in der N\u00e4he des Meeres. Als Nikolaus schon einige Jahre alt war, spielte der Bub am liebsten mit wei\u00dfen Steinchen. Er hatte sie \u00fcberall gesammelt. Damit legte er Figuren auf den Boden drau\u00dfen vor dem Elternhaus. Wenn andere Kinder herbeikamen, schenkte er ihnen auch wei\u00dfe Steinchen, und sie legten mit ihm Kreise und zackige Figuren.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/st-nikolaus.jpg\" rel=\"lightbox[885]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"402\" height=\"736\" src=\"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/st-nikolaus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2634\" style=\"width:329px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/st-nikolaus.jpg 402w, https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/st-nikolaus-300x549.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zu dieser Zeit kam eine Teuerung ins Land. Eine schlechte Ernte hatte den Bauern nur wenig Getreide gebracht. Im Handelshause von Nikolaus Vater, Epiphanius, lagerte ein gro\u00dfer Getreidevorrat, den er \u00fcbers Meer hatte herbeischaffen lassen. In der unteren Stadt Myra wohnten viele Arme. Nikolaus fragte die Mutter: &#8222;K\u00f6nnen wir nicht von unserem vielen Korn an die Armen verschenken; Wenn Vater heimkommt, wird sein Schiff neues Korn bringen &#8211; Epiphanius war ein reicher Kaufmann. Mutter Johanna, die ein gutes Herz hatte, war damit einverstanden, und sie verschenkten das Korn an die hungernden Armen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine t\u00fcckische Krankheit kam ins Land und raffte in wenigen Tagen die Eltern von Nikolaus hinweg. Als sie begraben waren, kam der getreue Verwalter zu ihm und \u00fcbergab ihm das reiche Erbe. Nikolaus bat ihn, das Gesch\u00e4ft seines Vaters getreulich weiterzuf\u00fchren, und so geschah es.<\/p>\n\n\n\n<p>Nikolaus konnte nun noch viel mehr armen Menschen helfen. Wo m\u00f6glich, tat er es im Verborgenen. Er war ein junger Priester geworden. In der Stadt Myra hatte er den Namen eines Wohlt\u00e4ters. Man hie\u00df ihn &#8222;den guten Nikolaus&#8220;. Wo er konnte, diente und half er den Menschen: Seine G\u00fcter wurden geringer, seine Seele aber reicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Nikolaus hatte in der Stadt gro\u00dfes Ansehen gewonnen. Wenn er am Sonntag in der Kirche predigte, h\u00f6rten die Leute der Stadt ihm and\u00e4chtig zu. Kein Wunder, dass sie mit ihren Sorgen zu ihm kamen. &#8211; Zu dieser Zeit war der Bischof von Myra gestorben.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Bisch\u00f6fe des Landes sollten darum im Kloster bei der gro\u00dfen Kirche eine Versammlung abhalten, um einen neuen Bischof f\u00fcr Myra zu w\u00e4hlen. Der leitende Bischof hatte vor dieser Zusammenkunft in der Nacht einen Traum. Er h\u00f6rte eine Stimme, die sprach: &#8222;H\u00fcte du von Mitternacht an die T\u00fcre der Kirche. Der erste Mensch, der zur Kirche kommt, der soll Bischof werden.&#8220; Und der erste Mensch nun, der zur Kirche kam, war Nikolaus; denn er wollte &#8211; auch zu vorger\u00fcckter Nachtstunde &#8211; seine Dankesgebete verrichten. Mitten im Gebet wurde er gest\u00f6rt. Der leitende Bischof war in die Kapelle gegangen und rief: &#8222;Br\u00fcder, er ist gekommen. Sein Name ist Nikolaus. Er soll der neue Bischof sein. Nehmt Lichter, kommt mit mir!&#8220; Wiederum war eine Missernte ins Land gekommen. Der Hunger ging um in der Stadt Myra. Eines Tages meldete man Nikolaus: &#8222;Im Hafen liegen drei Kornschiffe vor Anker, voll von Getreide. Es sind Kaiserschiffe, die nur \u00fcber Nacht im Hafen weilen. Am Morgen fahren sie weiter nach Konstantinopel. Man hat versucht, f\u00fcr Geld und gute Worte etwas Korn abzukaufen, aber der Schiffspatron wies alle Flehenden zur\u00fcck. &#8211; Da ging Nikolaus selbst zum Schiffspatron und sagte: &#8222;Gib uns von jedem Schiff 100 S\u00e4cke Getreide; daf\u00fcr bin ich dein Gefangener. Du nimmst mich auf deinem Schiff mit zum Kaiser nach Konstantinopel als B\u00fcrgen. Ihm werde ich Red und Antwort stehen.&#8220; Auf der langen Meerfahrt zum Kaiser kam ein schrecklicher Sturm auf. H\u00e4tte nicht jedes Schiff seine hundert S\u00e4cke in Myra abgeladen, sie w\u00e4ren in den Fluten versunken. Als der Sturm am schlimmsten w\u00fctete, begab sich Nikolaus auf das schwankende Deck, hielt den Mast umschlungen und rief laute Worte in den Wind. Die Matrosen meinten, er habe dem Sturmwind geboten, sich zu s\u00e4nftigen; denn bald danach verging das Brausen, und die Wellen verloren die st\u00e4rkste Wucht. Gl\u00fccklich im Hafen von Konstantinopel angekommen, begab sich Nikolaus zum Kaiser, um mit ihm \u00fcber die 300 S\u00e4cke Getreide zu sprechen. Kaiser Konstantin konnte, wenn ihm etwas gegen den Strich ging, in furchtbare Wut geraten und schlimme Strafen austeilen. Aber siehe, als er dem Nikolaus zuh\u00f6rte, bei dem das Herz noch lauter sprach als der Mund, blieb er stille. &#8222;Nikolaus, sagte der Kaiser, dir glaube ich aufs Wort. Du bist kein H\u00f6fling, der schmeicheln will. Solche M\u00e4nner sind mir liebe. Ich schenke der Stadt das Korn.&#8220; Er winkte Nikolaus n\u00e4her heran, reichte ihm die Hand und lud ihn zum Mittagessen ein an den kaiserlichen Tisch. Beim Essen sa\u00df Nikolaus neben dem Kaiser. Dieser sprach zu ihm: &#8222;Nikolaus, in einem halben Jahr findet in Nic\u00e0a eine gro\u00dfe Kirchenversammlung statt. Da m\u00f6chte ich m\u00f6glichst alle Bisch\u00f6fe der Christenheit dabeihaben. Komm auch dahin! Dein gutes, freies Wort soll auch zu h\u00f6ren sein.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Kaiser es gew\u00fcnscht hatte, reiste Nikolaus im Jahre 325 nach Nic\u00e4a zur Versammlung der Bisch\u00f6fe, was man ein Konzil nennt. Einige hundert sollten sich hier mit dem Kaiser versammeln, um \u00fcber Wege und Lehre des Christentums zu beraten. Die Zusammenkunft fand im kaiserlichen Palast statt. Nikolaus h\u00f6rte zu, wie die Bisch\u00f6fe oft hart miteinander redeten und stritten. Da blieb er stumm. Gegen Ende des Konzils lie\u00df ihn der Kaiser zu sich kommen und sprach: &#8222;Nikolaus, kein Wort hast du in diesen Tagen gesprochen. Bevor alle wieder abreisen, m\u00f6chte ich in der Runde auch deine Stimme vernehmen. Morgen ist der letzte Tag.&#8220; Nikolaus sprach: &#8222;Hoher Kaiser, wenn der Geist mir einen Funken schenkt, will ich sprechen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Am folgenden Tag ergriff Nikolaus das Wort: &#8222;Hoher Kaiser, liebe Br\u00fcder in Christo, wir feiern in der Christenheit am 6. Januar jedes Jahr die Taufe des Jesus Christus im Jordan. Da hat sich Gottes Sohn, der Christus, mit dem Menschen Jesus aus Himmelsh\u00f6hen herab vereinigt. Das ist und bleibt ein hohes Fest. Wir k\u00f6nnten in der Christenheit aber auch den Tag feiern, wo das Jesuskind auf Erden geboren wurde. Das Evangelium Lukas schildert es uns als ein Hirtenkind und Matth\u00e4us erz\u00e4hlt von ihm als einem K\u00f6nigskind.&#8220; Da rief ein Bischof dazwischen: &#8222;Das Evangelium sagt uns ja von keiner Zeit!&#8220; Unbeirrt fuhr Nikolaus weiter: &#8222;Das Licht schien in die Finsternis. Ich schlage vor, dass die Christenheit diese Erdengeburt des Kindes in den finsteren N\u00e4chten des Jahres gegen Ende Dezember feiert.&#8220; Es erhob sich ein Gemurmel unter den Bisch\u00f6fen. Die einen stimmten zu, die anderen sagten: &#8222;Haben wir nicht der Kirchenfeste genug?&#8220; &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>In allem Hin und Her erhob sich der Kaiser und gebot Stille. Er sprach: &#8222;Nehmt diesen sch\u00f6nen Gedanken des Bischof Nikolaus aus Myra mit euch. Wer die Erdengeburt des Kindes feiern will, soll es fortan in diesen finsteren Tagen des Jahres tun.&#8220; &#8211; Schon im selben Jahr, gegen Ende Dezember, feierte Nikolaus in der Kirche von Myra als einer der ersten die Weihen\u00e4chte. Er lie\u00df auf einem Altare eine Lukaskrippe mit den Hirten aufstellen, auf einem anderen Altar die Matth\u00e4uskrippe mit den K\u00f6nigen aus dem Morgenland. Nach und nach haben auch andere Kirchen mitgefeiert, und so ist Weihnachten in die Christenheit eingezogen. Und bis zum heutigen Tag ist Nikolaus der Vorverk\u00fcnder des Weihnachtsfestes.<\/p>\n\n\n\n<p>Nikolaus musste, wie alle Menschen, daran denken, dass er einmal von dieser Erde scheiden m\u00fcsse. Er \u00fcberlegte: &#8222;Wer wird nach mir all die Armen und Kinder beschenken? Er lie\u00df seine Freunde kommen, und die antworteten ihm: &#8222;Nikolaus, wir, deine Freunde, werden es tun!&#8220; &#8211; &#8222;Dann d\u00fcrft ihr es in meinem Namen tun; dann seid ihr &#8222;echte&#8220; Nikol\u00e4use.&#8220; &#8211; Da lachten alle Freunde herzlich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Jakob Streit, Jugendautor in Spiez CH (Berner Oberland)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Diese Weihnachtsgeschichte wurde mir zur Verf\u00fcgung gestellt von Walter Winkler <a href=\"http:\/\/www.waltyswebsite.ch\/santacla.htm\">http:\/\/www.waltyswebsite.ch\/santacla.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":6067,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weihnachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=885"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/885\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2635,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/885\/revisions\/2635"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}