{"id":79,"date":"2015-10-06T00:46:54","date_gmt":"2015-10-05T22:46:54","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=79"},"modified":"2025-12-28T21:36:22","modified_gmt":"2025-12-28T20:36:22","slug":"der-starke-hans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-starke-hans\/","title":{"rendered":"Der starke Hans"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">Gebr. Grimm<\/span><!--more--><\/p>\n<div id=\"___plusone_0\"><\/div>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: medium;\">Es war einmal ein Mann und eine Frau, die hatten nur ein einziges Kind und lebten in einem abseits gelegenen Tale ganz allein. Es trug sich zu, dass die Mutter einmal ins Holz ging, Tannenreiser zu lesen, und den kleinen Hans, der erst zwei Jahre alt war, mitnahm. Da es gerade in der Fr\u00fchlingszeit war, und das Kind seine Freude an den bunten Blumen hatte, so ging sie immer weiter mit ihm in den Wald hinein. Pl\u00f6tzlich sprangen aus dein Geb\u00fcsch zwei R\u00e4uber hervor, packten die Mutter und das Kind und f\u00fchrten sie tief in den schwarzen Wald, wo jahraus, jahrein kein Mensch hinkam. Die arme Frau bat die R\u00e4uber inst\u00e4ndigst, sie mit ihrem Kinde freizulassen, aber das Herz der R\u00e4uber war von Stein; sie h\u00f6rten nicht auf ihr Bitten und Flehen und trieben sie mit Gewalt an, weiterzugehen. Nachdem sie sich etwa zwei Stunden durch Stauden und Domen hatten durcharbeiten m\u00fcssen, kamen sie zu einem Felsen, wo eine T\u00fcr war, an die die R\u00e4uber klopften, und die sich alsbald \u00f6ffnete. Sie mussten durch einen langen, dunklen Gang und kamen endlich in eine gro\u00dfe H\u00f6hle, die von einem Feuer, das auf dem Herd brannte, erleuchtet war. An der Wand hingen Schwerter, S\u00e4bel und andere Mordgewehre, die in dem Lichte blinkten, und in der Mitte stand ein schwarzer Tisch, an dem vier andere R\u00e4uber sa\u00dfen und spielten, und obenan sa\u00df der Hauptmann. Dieser kam, als er die Frau sah, herbei, redete sie an und sagte, sie sollte nur ruhig und ohne Angst sein, sie t\u00e4ten ihr nichts zuleide, aber sie m\u00fcsste das Hauswesen besorgen, und wenn sie alles in Ordnung hielte, sollte sie es nicht schlimm bei ihnen haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: medium;\">Die Frau blieb viele Jahre bei den R\u00e4ubern, und Hans ward gro\u00df und stark. Die Mutter erz\u00e4hlte ihm Geschichten und lehrte ihn in einem alten Ritterbuche, das sie in der H\u00f6hle fand, lesen. Als Hans neun Jahre alt war, machte er sich aus einem Tannenast einen starken Kn\u00fcttel und versteckte ihn hinter das Bett; dann ging er zu seiner Mutter und sprach: &#8222;Liebe Mutter, sage mir jetzt einmal, wer mein Vater ist, ich will und muss es wissen.&#8220; Die Mutter schwieg still und wollte es ihm nicht sagen, damit er nicht das Heimweh bek\u00e4me; sie wusste auch, dass die gottlosen R\u00e4uber den Hans doch nicht fortlassen w\u00fcrden; aber es h\u00e4tte ihr fast das Herz zersprengt, dass Hans nicht sollte zu seinem Vater kommen. In der Nacht, als die R\u00e4uber von ihrem Raubzug heimkehrten, holte Hans seinen Kn\u00fcttel hervor, stellte sich vor den Hauptmann und sagte: &#8222;Jetzt will ich wissen, wer mein Vater ist, und wenn du mir&#8217;s nicht gleich sagst, so schlag&#8216; ich dich nieder.&#8220; Da lachte der Hauptmann und gab dem Hans eine Ohrfeige, dass er unter den Tisch kugelte. Hans machte sich wieder auf, schwieg und dachte: &#8222;Ich will noch ein Jahr warten und es dann noch einmal versuchen, vielleicht geht&#8217;s besser.&#8220; Als das Jahr herum war, holte er seinen Kn\u00fcttel wieder hervor, wischte den Staub ab, betrachtete ihn und sprach: &#8222;Es ist ein t\u00fcchtiger, wackerer Kn\u00fcttel.&#8220; Nachts kamen die R\u00e4uber heim, tranken Wein, einen Krug nach dem andern, und fingen an, die K\u00f6pfe zu h\u00e4ngen. Da holte der Hans seinen Kn\u00fcttel herbei, stellte sich wieder vor den Hauptmann und fragte ihn, wer sein Vater w\u00e4re. Der Hauptmann gab ihm abermals eine so kr\u00e4ftige Ohrfeige, dass Hans unter den Tisch rollte; aber es dauerte nicht lange, so war er wieder oben und schlug mit seinem Kn\u00fcttel auf den Hauptmann und die R\u00e4uber, dass sie Arme und Beine nicht mehr regen konnten. Die Mutter stand in einer Ecke und war voll Verwunderung \u00fcber seine Tapferkeit und St\u00e4rke. Als Hans mit seiner Arbeit fertig war, ging er zu seiner Mutter und sagte: &#8222;Jetzt ist mir&#8217;s ernst gewesen, aber jetzt muss ich auch wissen, wer mein Vater ist.&#8220; &#8211; &#8222;Lieber Hans&#8220;, antwortete die Mutter, &#8222;komm, wir wollen gehen und ihn suchen, bis wir ihn finden.&#8220; Sie nahm dem Hauptmann den Schl\u00fcssel zu der Eingangst\u00fcr ab, und Hans holte einen gro\u00dfen Mehlsack, packte Gold, Silber und was er sonst noch f\u00fcr sch\u00f6ne Sachen fand, zusammen, bis er voll war, und nahm ihn dann auf den R\u00fccken. Sie verlie\u00dfen die H\u00f6hle; aber was tat Hans die Augen auf, als er aus der Finsternis heraus in das Tageslicht kam und den gr\u00fcnen Wald, Blumen und V\u00f6gel und die Morgensonne am Himmel erblickte! Er stand da und staunte alles an, als wenn er nicht recht gescheit w\u00e4re. Die Mutter suchte den Weg nach Haus, und als sie ein paar Stunden gegangen waren, kamen sie gl\u00fccklich in ihr einsames Tal und zu ihrem H\u00e4uschen. Der Vater sa\u00df unter der T\u00fcr; er weinte vor Freude, als er seine Frau erkannte und h\u00f6rte, dass Hans sein Sohn war, die er beide l\u00e4ngst f\u00fcr tot gehalten hatte. Aber Hans, obgleich erst zw\u00f6lf Jahre alt, war doch einen Kopf gr\u00f6\u00dfer als sein Vater. Sie gingen zusammen in das St\u00fcbchen, doch kaum hatte Hans seinen Sack auf die Ofenbank gesetzt, so fing das ganze Haus an zu krachen, die Bank brach ein und dann auch der Fu\u00dfboden, und der schwere Sack sank in den Keller hinab. &#8222;Gott beh\u00fcte uns&#8220;, rief der Vater, &#8222;was ist das? Jetzt hast du unser H\u00e4uschen zerbrochen.&#8220; &#8211; &#8222;Lasst Euch keine grauen Haare dar\u00fcber wachsen, lieber Vater&#8220;, antwortete Hans, &#8222;da in dem Sack steckt mehr als f\u00fcr ein neues Haus n\u00f6tig ist.&#8220; Der Vater und Hans fingen auch gleich an, ein neues Haus zu bauen, Vieh zu erhandeln und Land zu kaufen und zu wirtschaften. Hans ackerte die Felder, und wenn er hinter dem Pfluge ging und ihn in die Erde hineinschob, so hatten die Stiere fast nicht n\u00f6tig zu ziehen. Den n\u00e4chsten Fr\u00fchling sagte Hans:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: medium;\">&#8222;Vater, behaltet alles Geld und lasst mir einen zentnerschweren Spazierstab machen, damit ich in die Fremde gehen kann.&#8220; Als der verlangte Stab fertig war, verlie\u00df er seines Vaters Haus, zog fort und kam in einen tiefen und finsteren Wald. Da h\u00f6rte er etwas knistern und knastern, schaute um sich und sah eine Tanne, die von unten bis oben wie ein Seil gewunden war, und wie er die Augen in die H\u00f6he richtete, so erblickte er einen gro\u00dfen Kerl, der den Baum gepackt hatte und ihn wie eine Weidenrute umdrehte. &#8222;He!&#8220; rief Hans, &#8222;was machst du da droben?&#8220; Der Kerl antwortete: &#8222;Ich habe gestern Reiswellen zusammengetragen und will mir ein Seil dazu drehen.&#8220; &#8211; &#8222;Das lass ich mir gefallen&#8220;, dachte Hans, &#8222;der hat Kr\u00e4fte&#8220;, und rief ihm zu: &#8222;Lass du das gut sein und komm mit mir!&#8220; Der Kerl kletterte von oben herab und war einen ganzen Kopf gr\u00f6\u00dfer als Hans, und der war doch auch nicht klein. &#8222;Du hei\u00dfest jetzt Tannendreher&#8220;, sagte Hans zu ihm. Sie gingen darauf weiter und h\u00f6rten etwas klopfen und h\u00e4mmern, so stark, dass bei jedem Schlag der Erdboden zitterte. Bald darauf kamen sie zu einem m\u00e4chtigen Felsen, vor dem stand ein Riese und schlug mit der Faust gro\u00dfe St\u00fccke davon ab. Als Hans fragte, was er da vorh\u00e4tte, antwortete er: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: medium;\">&#8222;Wenn ich nachts schlafen will, so kommen B\u00e4ren, W\u00f6lfe und anderes Ungeziefer der Art, die schnuppern und schn\u00fcffeln an mir herum und lassen mich nicht schlafen, da will ich mit ein Haus bauen und mich hineinlegen, damit ich Ruhe habe.&#8220; &#8211; &#8222;Ei jawohl&#8220;, dachte Hans, &#8222;den kannst du auch noch brauchen&#8220;, und sprach zu ihm: &#8222;Lass das Hausbauen gut sein und geh mit mir, du sollst der Felsenklipperer hei\u00dfen.&#8220; Er willigte ein, und sie strichen alle drei durch den Wald hin, und wo sie hinkamen, da wurden die wilden Tiere aufgeschreckt und liefen vor ihnen weg. Abends kamen sie in ein altes, verlassenes Schloss, stiegen hinauf und legten sich in den Saal schlafen. Am andern Morgen ging Hans hinab in den Garten, der war ganz verwildert und stand voll Dornen und Geb\u00fcsch. Und wie er so herumging, sprang ein Wildschwein auf ihn los; er gab ihm aber mit seinem Stab einen Schlag, dass es gleich niederfiel. Dann nahm er es auf die Schulter und brachte es hinauf; da steckten sie es an einen Spie\u00df, machten sich einen Braten zurecht und waren guter Dinge. Nun verabredeten sie, dass jeden Tag der Reihe nach zwei auf die Jagd gehen sollten und einer daheim bleiben und kochen, f\u00fcr jeden neun Pfund Fleisch. Den ersten Tag blieb der Tannendreher daheim, und Hans und der Felsenklipperer gingen auf die Jagd. Als der Tannendreher beim Kochen besch\u00e4ftigt war, kam ein kleines, altes, zusammengeschrumpeltes M\u00e4nnchen zu ihm auf das Schloss und forderte Fleisch. &#8222;Pack&#8216; dich, Duckm\u00e4user&#8220;, antwortete er, &#8222;du brauchst kein Fleisch.&#8220; Aber wie verwunderte sich der Tannendreher, als das kleine, unscheinbare M\u00e4nnchen an ihm hinaufsprang und mit den F\u00e4usten so auf ihn losschlug, dass er sich nicht wehren konnte, zur Erde fiel und nach Atem schnappte. Das M\u00e4nnlein ging nicht eher fort, als bis es seinen Zorn v\u00f6llig an ihm ausgelassen hatte. Als die zwei andern von der Jagd heimkamen, sagte ihnen der Tannendreher nichts von dem alten M\u00e4nnchen und den Schl\u00e4gen, die er bekommen hatte, und dachte: &#8222;Wenn sie daheim bleiben, k\u00f6nnen sie&#8217;s auch einmal mit der kleinen Kratzb\u00fcrste versuchen&#8220;, und der blo\u00dfe Gedanke machte ihm schon Vergn\u00fcgen. Den folgenden Tag blieb der Felsenklipperer daheim, und dem ging es geradeso wie dem Tannendreher; er ward von dem M\u00e4nnlein \u00fcbel zugerichtet, weil er ihm kein Fleisch hatte geben wollen. Als die andern abends nach Haus kamen, sah es ihm der Tannendreher wohl an, was er erfahren hatte, aber beide schwiegen still und dachten: &#8222;Der Hans muss auch von der Suppe kosten.&#8220; Der Hans, der den n\u00e4chsten Tag daheim bleiben musste, tat seine Arbeit in der K\u00fcche, wie sich&#8217;s geb\u00fchrte, und als er oben stand und den Kessel abschaumte, kam das M\u00e4nnchen und forderte ohne weiteres ein St\u00fcck Fleisch. Da dachte Hans: &#8222;Es ist ein armer Wicht, ich will ihm von meinem Anteil geben, damit die andern nicht zu kurz kommen&#8220;, und reichte ihm ein St\u00fcck Fleisch. Als es der Zwerg verzehrt hatte, verlangte er nochmals Fleisch, und der gutm\u00fctige Hans gab es ihm und sagte, da w\u00e4re noch ein sch\u00f6nes St\u00fcck, damit sollte er zufrieden sein. Der Zwerg forderte aber zum dritten Mal. &#8222;Du wirst unversch\u00e4mt&#8220;, sagte Hans und gab ihm nichts. Da wollte der boshafte Zwerg an ihm hinaufspringen und ihn wie den Tannendreher und den Felsenklipperer behandeln, aber er kam an den unrechten. Hans gab ihm, ohne sich anzustrengen, ein paar Hiebe, dass er die Schlo\u00dftreppe hinabsprang. Hans wollte ihm nachlaufen, fiel aber, so lang er war, \u00fcber ihn hin. Als er sich wieder aufgerichtet hatte, war ihm der Zwerg voraus. Hans eilte ihm bis in den Wald nach und sah, wie er in eine Felsenh\u00f6hle schl\u00fcpfte. Hans kehrte nun heim, hatte sich aber die Stelle gemerkt. Die beiden andern, als sie nach Haus kamen, wunderten sich, dass Hans so wohlauf war. Er erz\u00e4hlte ihnen, was sich zugetragen hatte, und da verschwiegen sie nicht l\u00e4nger, wie es ihnen ergangen war. Hans lachte und sagte: &#8222;Es ist euch ganz recht, warum seid ihr so geizig mit eurem Fleisch gewesen, aber es ist eine Schande, ihr seid so gro\u00df und habt euch von dem Zwerge Schl\u00e4ge gehen lassen.&#8220; Sie nahmen darauf Korb und Seil und gingen alle drei zu der Felsenh\u00f6hle, in die der Zwerg geschl\u00fcpft war, und lie\u00dfen den Hans mit seinem Stab im Korbe hinab. Als Hans auf dem Grund angelangt war, fand er eine T\u00fcr, und als er sie \u00f6ffnete, sa\u00df da eine bildsch\u00f6ne Jungfrau, nein so. &#8217;sch\u00f6n, dass es nicht zu sagen ist, und neben ihr sa\u00df der Zwerg und grinste den Hans an wie eine Meerkatze. Sie aber war mit Ketten gebunden und blickte ihn so traurig an, dass Hans gro\u00dfes Mitleid empfand und dachte: &#8222;Du musst sie aus der Gewalt des b\u00f6sen Zwerges erl\u00f6sen&#8220;, und gab ihm einen Streich mit seinem Stab, dass er tot niedersank. Alsbald fielen die Ketten von der Jungfrau ab, und Hans war wie verz\u00fcckt \u00fcber ihre Sch\u00f6nheit. Sie erz\u00e4hlte ihm, sie w\u00e4re eine K\u00f6nigstochter, die ein wilder Graf aus ihrer Heimat geraubt und hier in den Felsen eingesperrt h\u00e4tte, weil sie nichts von ihm h\u00e4tte wissen wollen; den Zwerg aber h\u00e4tte der Graf zum W\u00e4chter gesetzt, und er h\u00e4tte ihr Leid und Drangsal genug angetan. Darauf setzte Hans die Jungfrau in den Korb und lie\u00df sie hinaufziehen. Der Korb kam wieder herab, aber Hans traute den beiden Gesellen nicht und dachte: &#8222;Sie haben sich schon falsch gezeigt und dir nichts von dem Zwerge gesagt, wer wei\u00df, was sie gegen dich im Schilde f\u00fchren.&#8220; Da legte er seinen Stab in den Korb, und das war sein Gl\u00fcck, denn als der Korb halb in der H\u00f6he war, lie\u00dfen sie ihn fallen; und h\u00e4tte Hans wirklich darin gesessen, so w\u00e4re es sein Tod gewesen. Aber nun wusste er nicht, wie er sich aus der Tiefe herausarbeiten sollte, und wie viel er hin und herdachte, er fand keinen Rat. &#8222;Es ist doch traurig&#8220;, sagte er, &#8222;dass du da unten verschmachten sollst.&#8220; Und als er so auf und ab ging, kam er wieder zu dem K\u00e4mmerchen, wo die Jungfrau gesessen hatte, und sah, dass der Zwerg einen Ring am Finger hatte, der gl\u00e4nzte und schimmerte. Da zog er ihn ab und steckte ihn an, und als er ihn am Finger umdrehte, h\u00f6rte er pl\u00f6tzlich etwas \u00fcber seinem Kopfe rauschen. Er blickte in die H\u00f6he und sah da Luftgeister schweben, die sagten, er w\u00e4re ihr Herr, und fragten, was sein Begehren w\u00e4re. Hans war anfangs ganz verstummt, dann aber sagte er, sie sollten ihn hinauftragen. Augenblicklich gehorchten sie, und es war nicht anders, als fl\u00f6ge er hinauf. Als er aber oben war, war kein Mensch mehr zu sehen, und als er in das Schloss ging, fand er auch dort niemand. Der Tannendreher und der Felsenklipperer waren fortgeeilt und hatten die sch\u00f6ne Jungfrau mitgef\u00fchrt. Aber Hans drehte den Ring, da kamen die Luftgeister und sagten ihm, die zwei w\u00e4ren auf dem Meer. Hans lief und lief in einem fort, bis er zu dem Meeresstrand kam. Da erblickte er weit, weit auf dem Wasser ein Schiffchen, worin seine treulosen Gef\u00e4hrten sa\u00dfen. Und in heftigem Zorn sprang er, ohne sich zu besinnen, mitsamt seinem Stab ins Wasser und fing an zu schwimmen; aber der zentnerschwere Stab zog ihn tief hinab, dass er fast ertrunken w\u00e4re. Da drehte er noch zur rechten Zeit den Ring, alsbald kamen die Luftgeister und trugen ihn, so schnell wie der Blitz, in das Schiffchen. Da schwang er seinen Stab, gab den b\u00f6sen Gesellen den verdienten Lohn und warf sie hinab ins Wasser; dann aber ruderte er mit der sch\u00f6nen Jungfrau, die in den gr\u00f6\u00dften \u00c4ngsten gewesen war, und die er zum zweiten Mal befreit hatte, heim zu ihrem Vater und ihrer Mutter, und ward mit ihr verheiratet, und alle haben sich gewaltig gefreut. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebr. 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