{"id":780,"date":"2016-02-09T20:49:10","date_gmt":"2016-02-09T19:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=780"},"modified":"2026-01-17T03:41:24","modified_gmt":"2026-01-17T02:41:24","slug":"vom-voeglein-das-goldene-eier-legte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/vom-voeglein-das-goldene-eier-legte\/","title":{"rendered":"Vom V\u00f6glein, das goldene Eier legte"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Vom V\u00f6glein, das goldene Eier legte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4rchen aus Graub\u00fcnden<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Nicht weit von einer gro\u00dfen Stadt lebte ein Besenmacher, welcher mit M\u00fche und Not seine Frau und zwei Knaben zu ern\u00e4hren vermochte. Diese gingen eines Tages in den Wald, um Nester zu suchen und fanden zu ihrem Erstaunen eines, in welchem ein V\u00f6glein sa\u00df, das goldene Eier legte. Dar\u00fcber freuten sich die Knaben gar sehr, nahmen Eier, Vogel und Nest und eilten nach Hause zu ihrem Vater, dem sie den gefundenen Schatz zeigten. Der gute Mann ging zum Goldschmied im Dorfe, welcher die Eier besah und ihm erkl\u00e4rte, dass er ihn und seine ganze Familie erhalten wolle, wenn der Besenmacher ihm das V\u00f6glein abtrete. Dessen war jener wohl zufrieden, und sie zogen alle in das Haus des Goldschmieds, wo sie eine Zeitlang die besten Tage hatten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Das V\u00f6glein aber legte t\u00e4glich ein goldenes Ei. Einmal h\u00f6rte der Goldschmied, wie das gute Tierchen sang: \u00bbWer mein Hirn isst, der wird K\u00f6nig, und wer mein Herz verspeist, der erh\u00e4lt t\u00e4glich hundert Dukaten.\u00ab<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Kaum hatte der gierige Schmied diese Worte geh\u00f6rt, als er auch schon das V\u00f6glein t\u00f6tete und zum Braten in die Pfanne legte. W\u00e4hrend er aber auf einen Augenblick hinausgegangen war, kamen die zwei Knaben des Besenmachers in die K\u00fcche, rochen den Braten und verzehrten denselben zusammen, so dass der j\u00fcngere das Hirn, der \u00e4ltere das Herz zu verzehren bekam. Als der Goldschmied wieder in die K\u00fcche trat und das V\u00f6glein verschwunden war, geriet er in gro\u00dfe Wut und jagte die ganze Familie fort, wodurch diese wieder in das gr\u00f6\u00dfte Elend geriet.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">So mussten sich die Br\u00fcder entschlie\u00dfen, in die Fremde zu reisen, um die Eltern zu unterst\u00fctzen. So kamen sie zu einem Scheidewege, mitten im Walde, bei welchem der j\u00fcngere ostw\u00e4rts, der \u00c4ltere s\u00fcdw\u00e4rts zog. Der j\u00fcngere kam nach langem Marsche in die Hauptstadt des Reiches, wo soeben der K\u00f6nig gestorben und von den Gro\u00dfen des Reiches die Vereinbarung getroffen worden war, dass derjenige K\u00f6nig werden sollte, der hoch zu Ross zuerst in der Fr\u00fche des folgenden Morgens den heiligen H\u00fcgel vor der Stadt erreichte. Der junge Mann, welcher kr\u00e4ftig und sch\u00f6n aussah, erhielt ebenfalls ein Pferd und durfte sich am Wettrennen beteiligen. Das Gl\u00fcck war ihm hold, er sprengte wie ein alter Reiter den H\u00fcgel hinan, blieb Sieger und wurde noch desselbigen Tages zum K\u00f6nig gekr\u00f6nt und ausgerufen. Er lie\u00df seine Eltern sogleich zu sich kommen, wurde ein gro\u00dfer F\u00fcrst und Held und regierte lange und gl\u00fcckliche Jahre.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Der \u00e4ltere Bruder aber hielt sich in der ersten Nacht in einem gro\u00dfen Gasthofe an der Heerstra\u00dfe auf, und als er am anderen Morgen erwachte, fand er einen gro\u00dfen Geldbeutel vor sich liegen mit vollg\u00fcltigen hundert Dukaten. Da sich nun das Wunder t\u00e4glich wiederholte, heiratete er die wundersch\u00f6ne und reiche Wirtstochter und zog mit ihr an den Hof seines Bruders, wo er zum Ritter des Reiches geschlagen wurde.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[85,156,133],"tags":[],"class_list":["post-780","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maerchen","category-graubuenden","category-maerchen-weltweit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/780","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=780"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/780\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4251,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/780\/revisions\/4251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=780"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=780"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=780"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}