{"id":6047,"date":"2026-04-20T02:35:26","date_gmt":"2026-04-20T00:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=6047"},"modified":"2026-04-20T02:35:27","modified_gmt":"2026-04-20T00:35:27","slug":"das-posthorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/das-posthorn\/","title":{"rendered":"Das Posthorn"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Das Posthorn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es war einmal ein sehr kalter Winter, da fuhr ein Postillion auf dem Schwarzwalde in einem Hohlwege und sah einen Wagen auf sich zukommen, nahm sein Horn und wollte dem Fuhrmann ein Zeichen geben, dass er stillhalte und ihn erst vorbeilasse; allein der Postillion mochte sich anstrengen wie er wollte, er konnte doch keinen einzigen Ton aus dem Horn hervorbringen. Deshalb kam der andre Wagen immer tiefer in den Hohlweg hinein, und da keiner von beiden mehr ausweichen konnte, so fuhr der Postillion geradeswegs \u00fcber den andern Wagen hinweg. Damit aber dergleichen Unbequemlichkeiten nicht noch einmal vorkommen m\u00f6chten, so nahm er alsbald wieder sein Horn zur Hand und blies alle Lieder hinein, die er nur wusste; denn er meinte, das Horn sei zugefroren und er wollte es durch seinen warmen Atem wieder auftauen. Allein es half alles nichts; es war so kalt, dass kein Ton wieder herauskam.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/posthorn.jpg\" rel=\"lightbox[6047]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"615\" height=\"383\" src=\"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/posthorn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6048\" srcset=\"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/posthorn.jpg 615w, https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/posthorn-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Endlich gegen Abend kam der Postillion in das Dorf, wo ausgespannt wurde und wo ein andrer Knecht ihn abl\u00f6ste. Da lie\u00df er sich einen Schoppen Wein geben, um sich zu erw\u00e4rmen; weil aber in dem Wirtshause grade eine Hochzeit gefeiert wurde und die Stube von G\u00e4sten ganz voll war, so begab er sich mit seinem Wein in die K\u00fcche, setzte sich auf den warmen Feuerherd, hing sein Horn auf einen Nagel an die Wand und unterhielt sich mit der K\u00f6chin. &#8211; Auf einmal aber erschrak er ordentlich, als das Posthorn von selbst an zu blasen fing; da blies es zuerst einige Male das Zeichen, das die Postillione gew\u00f6hnlich geben, wenn jemand ausweichen soll; dann aber auch alle Lieder, die er unterwegs hineingehaucht hatte und die darin festgefroren waren, und die jetzt an der warmen Wand alle nacheinander wieder auftauten und herauskamen, z.B. &#8222;Schier drei\u00dfig Jahre bist du alt u.s.w.&#8220; &#8222;Du, du liegst mir am Herzen.&#8220; &#8222;M\u00e4dle, ruck ruck ruck&#8220; und andere Schelmenlieder. Zuletzt auch noch der Choral: &#8222;Nun ruhen alle W\u00e4lder,&#8220; denn dies war das letzte Lied, welches der Postillion hineingeblasen hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Posthorn Es war einmal ein sehr kalter Winter, da fuhr ein Postillion auf dem Schwarzwalde in einem Hohlwege und sah einen Wagen auf sich zukommen, nahm sein Horn und wollte dem Fuhrmann ein Zeichen geben, dass er stillhalte und ihn erst vorbeilasse; allein der Postillion mochte sich anstrengen wie er wollte, er konnte doch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6048,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6047","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6047"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6049,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6047\/revisions\/6049"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6048"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}