{"id":5933,"date":"2026-04-19T19:52:41","date_gmt":"2026-04-19T17:52:41","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5933"},"modified":"2026-04-19T19:53:01","modified_gmt":"2026-04-19T17:53:01","slug":"der-sohn-der-kraeuterfrau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-sohn-der-kraeuterfrau\/","title":{"rendered":"Der Sohn der Kr\u00e4uterfrau"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der Sohn der Kr\u00e4uterfrau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es war einmal eine Witwe, die hatte einen Sohn, und sie waren so arm, dass sie nichts weiter zu essen hatten als die Kr\u00e4uter, die die Mutter im Gebirge sammelte. Alle nannten sie darum Kr\u00e4uterfrau, sie hatte gar keinen anderen Namen. Nahe am Palast des K\u00f6nigs hatte sie eine H\u00fctte, dort wohnten sie. &#8211; Denk einmal, wie viele Leute mit ihren seidenen Gew\u00e4ndern und ihren Musikanten im Palast aus und ein gingen! An denen allen hatte sie ihr Vergn\u00fcgen und verga\u00df dabei ihre Armut.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>ihr Sohn, ein h\u00fcbscher junge, der auch t\u00fcchtig war, m\u00fchte sich den ganzen Tag um Arbeit bei Fremden. Was sollte er sonst auch tun? Er lebte von der Hand in den Mund, und doch reichte es nicht vorn und nicht hinten. Als er h\u00f6rte, dass der K\u00f6nig eine heiratsf\u00e4hige Tochter hatte und dass die Brautwerber t\u00e4glich im Palast aus und ein gingen, wollte er auch seine Mutter schicken, um f\u00fcr ihn zu werben. Er bedr\u00e4ngte sie also sehr, zum K\u00f6nig zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die arme Frau sagte zu ihm: &#8222;Aber lieber junge, wie kann ich denn beim K\u00f6nig f\u00fcr den Sohn der Kr\u00e4uterfrau werben? Er wird mich t\u00f6ten, wenn ich nur wage, ihm mit so etwas zu kommen.&#8220; &#8211; &#8222;Aber warum denn? Ist dein Sohn etwa schlechter als die anderen?&#8220; erwiderte er. Um es kurz zu machen: die Alte sah, dass sie gegen ihn nicht ankam, machte sich eines Tages auf, ging in den Palast und verlangte den K\u00f6nig zu sprechen. Als sie ihm von ihrem Sohn erz\u00e4hlte, brach der K\u00f6nig in Gel\u00e4chter aus. &#8222;Aber, Kr\u00e4uterfrau, was bildet sich dein Sohn denn ein, dass er die K\u00fchnheit hat, die K\u00f6nigstochter heiraten zu wollen? Sieh dir doch einmal an, was f\u00fcr K\u00f6nigss\u00f6hne sich um sie bewerben, und sie weist sie ab!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in diesem Augenblick ert\u00f6nten Trommeln und Musikinstrumente, und in den Hof des Palastes ritt auf einem schneewei\u00dfen Pferd ein K\u00f6nigssohn, der war ganz und gar in Gold gekleidet, und ihn begleiteten hundert junge Herren, seine Soldaten; er wollte um die K\u00f6nigstochter werben. &#8222;Sieh dir das gut an&#8220;, sagte wieder der K\u00f6nig zur Kr\u00e4uterfrau, &#8222;und sage deinem Sohn Schuster bleib bei deinen Leisten, damit ich ihn nicht ins Gef\u00e4ngnis werfe und er f\u00fcr k\u00fcnftige Zeiten lernt, nicht wieder Schwiegersohn des K\u00f6nigs werden zu wollen!&#8220; So scheuchte er sie mit heftigen Worten hinaus, und die Kr\u00e4uterfrau ging traurig zur\u00fcck in ihre H\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr fr\u00fch am n\u00e4chsten Tag rief der K\u00f6nig seine Tochter, um mit ihr \u00fcber den K\u00f6nigssohn zu sprechen, der sich um sie beworben hatte. Aber sie hatte ihn am Abend vorher gesehen, wie er in den Hof des Palastes eintrat, und wollte ihn auf keinen Fall zum Mann haben; er h\u00e4tte einen viel zu gro\u00dfen Kopf, lange Stehohren und w\u00e4re \u00fcberhaupt h\u00e4sslich. Dann fragte sie ihren Vater: &#8222;Was wollte eigentlich die Kr\u00e4uterfrau, Herr Vater, die ich aus dem Palast gehen sah?&#8220; Der erz\u00e4hlte ihr, dass diese gekommen war, um f\u00fcr ihren Sohn zu werben. Nun hatte die K\u00f6nigstochter den Sohn der Kr\u00e4uterfrau beim Vor\u00fcbergehen beobachtet, und er hatte ihr gefallen. Sie sagte daher zum K\u00f6nig: &#8222;Herr Vater, ich habe sie alle satt, diese K\u00f6nige und K\u00f6nigss\u00f6hne, alte und junge. Ich will einen Mann haben, der sch\u00f6n und t\u00fcchtig ist, auch wenn er kein K\u00f6nigreich hat. Wozu hei\u00dft es: Sie sollen mich Edelfrau nennen, wenn ich auch vor Hunger umkomme! Das will ich gerade nicht! Lass den Sohn der Kr\u00e4uterfrau rufen, und rufe den Stockfisch von K\u00f6nigssohn mit der breiten Nase, der dir gef\u00e4llt, und gib jedem von ihnen ein Schiff, damit beide auf die Reise gehen. Wer sich als der T\u00fcchtigere erweist, zuerst zur\u00fcckkehrt und am meisten Geld mitbringt, den werde ich nehmen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der K\u00f6nig wollte zuerst nicht darauf eingehen, aber die K\u00f6nigstochter umschmeichelte ihn und redete ihm zu, versuchte es so und versuchte es anders, schlie\u00dflich gelang es ihr, ihn dazu zu bewegen, ihr den Gefallen zu tun. Der K\u00f6nig l\u00e4sst also den K\u00f6nigssohn und den Sohn der Kr\u00e4uterfrau kommen und tr\u00e4gt ihnen auf, sich einzuschlafen und dorthin zu fahren, wohin Gott sie schicke. Der K\u00f6nigssohn fuhr fort auf Nimmerwiedersehen &#8211; er kehrte nicht zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sohn der Kr\u00e4uterfrau nahm sein Schiff und dachte dar\u00fcber nach, womit er es beladen solle, denn er hatte ja kein Geld, irgend etwas zu kaufen. Da sagte seine Mutter: &#8222;Willst du nicht Bergsalz in den H\u00f6hlen und Meersalz auf den Salzfeldern sammeln und es, mit meinem Segen, anderswo verkaufen, wo sie so etwas nicht haben, damit du doch etwas verdienst?&#8220; Er belud sein Schiff mit dem Salz und fuhr und fuhr. Eines Tages kam er in ein Land, wo sie die Sitte, die Speisen zu salzen, nicht kannten; sie a\u00dfen sie ungesalzen, und so hatten die Speisen auch keinen rechten Geschmack. Als das Schiff Anker geworfen hatte, stieg der Sohn der Kr\u00e4uterfrau aus und \u00fcberlegte sich, wie er wohl seine Ware verkaufen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sie dort das Salz nicht kannten, nahm er etwas mit und zeigte ihnen, wie man die Speisen salzt. Die Leute gerieten ganz au\u00dfer sich vor Freude. Es gefiel ihnen so gut, dass bis zum n\u00e4chsten Tag alles Salz verkauft war. Als Bezahlung gaben sie ihm Gold, wovon sie einen ganzen Berg hatten, und sagten ihm, er solle abfahren und schnell wiederkommen und mehr Salz bringen, er k\u00f6nne daf\u00fcr auch Gold bekommen, soviel er wolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Er fuhr schnell nach Hause, ging zuerst zu seiner Mutter, gab ihr das Gold und die goldenen Kleider, die er f\u00fcr sie gekauft hatte, und sagte zu ihr: &#8222;Mutter, ich muss wieder fort, um noch mehr Salz zu holen und es zu verkaufen, dann werde ich ganz rasch ein reicher Mann sein, und der K\u00f6nig kann sehen, was ich wert bin. Aber du, Mutter, rufe doch jetzt, da ich wieder fort muss, Meister und Obermeister des Bauhandwerks, die mir einen Palast bauen sollen, mit dem verglichen der Palast des K\u00f6nigs ein alter Stall ist. Ich will aber, dass er bis aufs letzte fertig ist, wenn ich zur\u00fcckkehre.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kr\u00e4uterfrau nahm das Gold, holte im Handumdrehen die Meister, und die bauten einen Palast, den alle bewunderten, und alle fragten, welchem Edelmann der wohl geh\u00f6re. Die Mutter selbst schm\u00fcckte sich abends aufs feinste, legte ihre Goldsachen an, sa\u00df drau\u00dfen vor der T\u00fcr und funkelte nur so von Stolz. Eines Tages kam auch der K\u00f6nig vorbei, blieb stehen und fragte sie, wem denn der Palast geh\u00f6re.<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/ads?client=ca-pub-3996118356020763&#038;output=html&#038;h=280&#038;adk=2524737340&#038;adf=871843527&#038;w=1200&#038;fwrn=4&#038;fwrnh=100&#038;lmt=1716163924&#038;rafmt=1&#038;armr=3&#038;sem=mc&#038;pwprc=3882944552&#038;ad_type=text_image&#038;format=1200&#215;280&#038;url=https%3A%2F%2Finternet-maerchen.de%2Fmaerchen%2Fkrauterfrau.htm&#038;fwr=0&#038;pra=3&#038;rh=200&#038;rw=1658&#038;rpe=1&#038;resp_fmts=3&#038;aiof=9&#038;asro=0&#038;aiapmid=1&#038;aiactd=0&#038;aicctd=0&#038;ailctd=0&#038;aimartd=4&#038;aieuf=1&#038;aicrs=1&#038;fa=27&#038;uach=WyJXaW5kb3dzIiwiMTAuMC4wIiwieDg2IiwiIiwiMTQ3LjAuNzcyNy41NyIsbnVsbCwwLG51bGwsIjY0IixbWyJHb29nbGUgQ2hyb21lIiwiMTQ3LjAuNzcyNy41NyJdLFsiTm90LkEvQnJhbmQiLCI4LjAuMC4wIl0sWyJDaHJvbWl1bSIsIjE0Ny4wLjc3MjcuNTciXV0sMF0.&#038;abgtt=9&#038;dt=1776620986348&#038;bpp=2&#038;bdt=685&#038;idt=2&#038;shv=r20260415&#038;mjsv=m202604140101&#038;ptt=9&#038;saldr=aa&#038;abxe=1&#038;eo_id_str=ID%3Dad2e0d22c63ec95d%3AT%3D1776465339%3ART%3D1776620284%3AS%3DAA-AfjY-5AXbGnFJePuEUEK_-Spp&#038;prev_fmts=0x0&#038;prev_slotnames=9394213945&#038;nras=2&#038;correlator=8040436780308&#038;frm=20&#038;pv=1&#038;u_tz=120&#038;u_his=1&#038;u_h=1080&#038;u_w=1920&#038;u_ah=1050&#038;u_aw=1920&#038;u_cd=32&#038;u_sd=1&#038;dmc=32&#038;adx=393&#038;ady=920&#038;biw=1842&#038;bih=867&#038;scr_x=0&#038;scr_y=0&#038;eid=95385799%2C95388459%2C95387623%2C95386955%2C95387778&#038;oid=2&#038;pvsid=8435681877275312&#038;tmod=1181290580&#038;uas=0&#038;nvt=1&#038;ref=https%3A%2F%2Finternet-maerchen.de%2Fmaerchen%2Findex.html&#038;fc=384&#038;brdim=19%2C25%2C19%2C25%2C1920%2C0%2C1873%2C996%2C1857%2C867&#038;vis=1&#038;rsz=%7C%7Cs%7C&#038;abl=NS&#038;fu=128&#038;bc=31&#038;bz=1.01&#038;num_ads=1&#038;ifi=3&#038;uci=a!3&#038;btvi=1&#038;fsb=1&#038;dtd=8<\/p>\n\n\n\n<p>Als er h\u00f6rte, dass er von dem Gold gebaut war, das ihr Sohn mitgebracht hatte, wunderte sich der K\u00f6nig und fragte sie, wo ihr Sohn denn jetzt sei und warum er ihn nicht aufgesucht habe, als er zum erstenmal zur\u00fcckgekommen war. &#8222;Mein K\u00f6nig, lang m\u00f6gest du leben&#8220;, erwiderte die Kr\u00e4uterfrau, &#8222;mein Sohn ist wieder fortgegangen, weil er noch mehr Gold gewinnen wollte, um dir zu zeigen, was er wert ist, damit du ihn achtest, wie er es verdient.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach kurzer Zeit kam ihr Sohn mit noch gr\u00f6\u00dferen Reicht\u00fcmern zur\u00fcck. Der K\u00f6nig schickte ihm Musik und Trommeln entgegen und lie\u00df ihn in den Palast bringen. Darauf war gleich seine Hochzeit mit der K\u00f6nigstochter, sie wurden getraut, und alle, die ihn verspottet und geh\u00e4nselt hatten, verstummten und sagten gar nichts mehr. Durch den Segen seiner Mutter, seinen Mut und seine T\u00fcchtigkeit wurde der Sohn der Kr\u00e4uterfrau zum Schwiegersohn des K\u00f6nigs, und er bekam viele Kinder mit seiner Frau, der K\u00f6nigstochter, und sie lebten gut und wir noch besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Weder ich war dabei noch du, dass du es glauben m\u00fcsstest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sohn der Kr\u00e4uterfrau Es war einmal eine Witwe, die hatte einen Sohn, und sie waren so arm, dass sie nichts weiter zu essen hatten als die Kr\u00e4uter, die die Mutter im Gebirge sammelte. Alle nannten sie darum Kr\u00e4uterfrau, sie hatte gar keinen anderen Namen. 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