{"id":5920,"date":"2026-04-18T01:45:39","date_gmt":"2026-04-17T23:45:39","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5920"},"modified":"2026-04-18T01:46:52","modified_gmt":"2026-04-17T23:46:52","slug":"die-allzu-klugen-fische","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-allzu-klugen-fische\/","title":{"rendered":"Die allzu klugen Fische"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Die allzu klugen Fische<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Indisches M\u00e4rchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>In einem Teiche wohnten zwei Fische, Satabuddhi, &#8222;Hundertklug&#8220;, und Sahasabuddhi, &#8222;Tausendklug&#8220;. Diese beiden hatten den Frosch Ekabuddhi, &#8222;Einmalklug&#8220;, zum Freunde. So genossen sie alle drei eine Zeitlang am Ufer des Teiches das Vergn\u00fcgen geselliger Unterhaltung und kehrten dann ins tiefe Wasser zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sie nun einmal zur Unterhaltung zusammengekommen waren, schritten um die Zeit des Sonnenunterganges mit Netzen in der Hand Fischer heran, die auf dem Kopf viele get\u00f6tete Fische trugen. Als diese den Teich sahen, sprachen sie zueinander: &#8222;Ah! Dieser Teich scheint viele Fische zu enthalten und hat sehr wenig Wasser. Darum wollen wir morgen fr\u00fch hier hergehen!&#8220; Nach diesen Worten gingen sie nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem jene aber diese einem Donnerschlage gleiche Rede geh\u00f6rt hatten, hielten sie miteinander Rat. Da sagte der Frosch: &#8222;Ach lieber Hundertklug und Tausendklug, was ist hier angemessen: Sollen wir fliehen oder bleiben?&#8220; Darauf lachte Tausendklug und meinte: Ach Freund, lass dich nicht durch das blo\u00dfe H\u00f6ren einer Rede in Furcht setzen! Es ist nicht wahrscheinlich, dass sie kommen; gesetzt aber, sie k\u00e4men, dann werde ich durch die Macht meines Verstandes sowohl dich als auch mich zu sch\u00fctzen wissen, denn ich kenne viele Wege des Wassers.&#8220; Nachdem Hundertklug das geh\u00f6rt hatte, sagte er: &#8222;Ah! Was Tausendklug sagt, ist richtig. Man soll daher auf das blo\u00dfe H\u00f6ren einer Rede hin nicht den von den Ahnen her von Geschlecht zu Geschlecht vererbten Geburtsort verlassen. Auch keinen Schritt weit d\u00fcrfen wir uns entfernen! Ich werde dich durch die Macht meines Verstandes besch\u00fctzen.&#8220; Der Frosch erwiderte: &#8222;Ich habe nur einen Rat, aber der r\u00e4t mir zu fliehen. Ich gehe noch heutigen Tages samt meiner Frau zu einem anderen Teiche.&#8220; &#8211; Am folgenden Tage aber kamen in der Fr\u00fche die Fischer, \u00e4hnlich den Dienern des Todesgottes, herbei, bedeckten den Teich mit Netzen, und alle anderen Wassertiere wurden im Netze gefangen. Auch jene beiden, Hundertklug und Tausendklug, waren dabei, obgleich sie flohen und sich lange Zeit durch ihre Kenntnis verschiedener Wege, durch Hin- und Herschwimmen sch\u00fctzten. Doch schlie\u00dflich fielen sie samt ihren Frauen ins Netz und wurden get\u00f6tet. Hundertklug wurde wegen seiner Schwere auf dem Kopfe getragen. Den Tausendklug hatte ein anderer an einen Strick gebunden und schleppte ihn so dahin. Da sagte der Frosch Einmalklug, der auf den Rand seines neu bewohnten Teiches gestiegen war, zu seiner Frau: &#8222;Sieh! Sieh, Liebe! Herr Hundertklug liegt auf dem Kopf, Herr Tausendklug h\u00e4ngt an dem Strick, Herr Einmalklug jedoch spielt munter in der klaren Flut.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die allzu klugen Fische Indisches M\u00e4rchen In einem Teiche wohnten zwei Fische, Satabuddhi, &#8222;Hundertklug&#8220;, und Sahasabuddhi, &#8222;Tausendklug&#8220;. Diese beiden hatten den Frosch Ekabuddhi, &#8222;Einmalklug&#8220;, zum Freunde. 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