{"id":5898,"date":"2026-04-18T01:19:48","date_gmt":"2026-04-17T23:19:48","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5898"},"modified":"2026-04-18T01:19:48","modified_gmt":"2026-04-17T23:19:48","slug":"der-kleine-baer-und-der-graue-traum-ein-nebeltag-im-wald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-kleine-baer-und-der-graue-traum-ein-nebeltag-im-wald\/","title":{"rendered":"Der kleine B\u00e4r und der \u201egraue\u201c Traum \u2013 Ein Nebeltag im Wald"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der kleine B\u00e4r und der \u201egraue\u201c Traum \u2013 Ein Nebeltag im Wald<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00a9 Elke Br\u00e4unling<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ein Nebeltag im B\u00e4renwald<\/p>\n\n\n\n<p>Als der kleine B\u00e4r eines Herbstmorgens aus der B\u00e4renh\u00f6hle trat, erschrak er erst einmal. Dann rieb er sich die Augen, schaute wieder und er sah \u2026 nichts. Die Welt war \u00fcber Nacht grau geworden. Grau und nass und kalt. Und es war so seltsam still. Nur ab und zu knackte es leise und eine Eichel oder ein trockenes Herbstblatt fielen zu Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDas ist bestimmt nur ein b\u00f6ser Traum\u201d, brummte der kleine B\u00e4r. \u201cIch muss nur aufwachen und noch einmal aus der B\u00e4renh\u00f6hle gehen. Dann werde ich die Sonne sehen und den Himmel, die B\u00e4ume und die Wiese. Auch meine Freunde werde ich im Wald treffen. Ja, ich muss nur den Tag noch einmal von vorne beginnen. Ganz einfach, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Er kroch wieder in die H\u00f6hle zur\u00fcck. Dort sah es aus wie immer. Und wie immer waren auch seine Geschwister und seine B\u00e4reneltern nicht mehr da.<br>\u201cHihi\u201c, kicherte er. \u201eIch habe mal wieder verschlafen. Alle sind sie schon unterwegs auf Futtersuche. Nur mich hat dieser graue Traum hier festgehalten.\u201c<br>Er fuhr sich mit den Tatzen nochmals \u00fcber die Augen, sch\u00fcttelte sich und atmete tief durch. Dann kroch er erneut aus der H\u00f6hle und trat beherzt einen Schritt ins Freie.<\/p>\n\n\n\n<p>Und er erschrak erneut.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war noch immer da, dieses Grau da drau\u00dfen. Irgendwie war es sogar noch n\u00e4her gekommen. So nahe, dass der kleine B\u00e4r keinen Schritt weiter sehen konnte. Keinen Schritt weiter nach vorne und keinen Schritt weiter zur\u00fcck. Selbst den Eingang zur H\u00f6hle konnte er nur noch m\u00fchsam erkennen.<br>\u201cHaben wir einen Grautag heute?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der kleine B\u00e4r sp\u00e4hte in das Grau hinein, tapste noch einen Schritt und noch einen Schritt und noch einen immer weiter dorthin, wo gestern noch die drei m\u00e4chtigen Eichen standen.<br>\u201cW\u00fcrde mich nicht wundern, wenn dieses Graudings die B\u00e4ume aufgefressen h\u00e4tte.\u201d<br>Vor lauter Wundern verga\u00df der kleine B\u00e4r seine Furcht. Aufgeregt tappte er weiter dorthin, wo er gestern unter den Eichen gespielt hatte.<br>Bums! Hart knallte er auf einmal mit dem Kopf an den Stamm der mittleren Eiche.<br>\u201cAua!\u201d Der kleine B\u00e4r rieb sich die schmerzende Stirn. \u201cDas hat wehgetan.\u201d Fast vorwurfsvoll klopfte er mit der Tatze an den Baumstamm. \u201cDas ist nicht nett von dir. Sag, warum versteckst du dich vor mir, du Baum, du?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eiche schwieg. Nur ganz sacht raschelten ihre Bl\u00e4tter, die der Herbst, dieser unsichtbare Geist, in den letzten Wochen erst gelb und dann braun gef\u00e4rbt und dann getrocknet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Leise sirrten sie: \u201cDas ist Nebel-Nebel-bel-bel-bellll \u2026\u201d<br>Der kleine B\u00e4r dachte nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob der Herbst, dieser fremde Kerl, dieses Grauzeugs geschickt hatte so wie er auch die Bl\u00e4tter bunt bemalt hatte? Seltsam. \u201eIch glaube\u201c, murmelte er, \u201eich muss noch viel lernen. Morgen. Heute f\u00fchle ich mich \u2013 irgendwie \u2013 etwas grau.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und vorsichtig tastete er sich zur\u00fcck zur H\u00f6hle und kuschelte sich wieder in seine Schlafecke.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Dieses M\u00e4rchen \/ Geschichte wurde mit von M\u00e4rchenfl\u00fcsterin in Elke Br\u00e4unling zur Verf\u00fcgung gestellt<br>Das Copyright liegt ausschlie\u00dflich bei Elke Br\u00e4unling &#8211; <a href=\"https:\/\/www.elkeskindergeschichten.de\/\">https:\/\/www.elkeskindergeschichten.de\/<\/a> * <a href=\"https:\/\/herbstgeschichten.wordpress.com\/\">https:\/\/herbstgeschichten.wordpress.com\/<\/a> * <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/user\/elpagis\">https:\/\/www.youtube.com\/user\/elpagis<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kleine B\u00e4r und der \u201egraue\u201c Traum \u2013 Ein Nebeltag im Wald \u00a9 Elke Br\u00e4unling Ein Nebeltag im B\u00e4renwald Als der kleine B\u00e4r eines Herbstmorgens aus der B\u00e4renh\u00f6hle trat, erschrak er erst einmal. 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