{"id":5836,"date":"2026-04-15T01:39:03","date_gmt":"2026-04-14T23:39:03","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5836"},"modified":"2026-04-15T01:39:03","modified_gmt":"2026-04-14T23:39:03","slug":"kalif-storch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/kalif-storch\/","title":{"rendered":"Kalif Storch"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Kalif Storch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wilhelm Hauff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Der Kalif Chasid zu Bagdad sa\u00df einmal an einem sch\u00f6nen Nachmittag behaglich auf seinem Sofa; er hatte ein wenig geschlafen, denn es war ein hei\u00dfer Tag, und sah nun nach seinem Schl\u00e4fchen recht heiter aus. Er rauchte aus einer langen Pfeife von Rosenholz, trank hier und da ein wenig Kaffee, den ihm ein Sklave einschenkte, und strich sich allemal vergn\u00fcgt den Bart, wenn es ihm geschmeckt hatte. Kurz, man sah dem Kalifen an, dass es ihm recht wohl war. Um diese Stunde konnte man gar gut mit ihm reden, weil er da immer recht mild und leutselig war, deswegen besuchte ihn auch sein Gro\u00dfwesir Mansor alle Tage um diese Zeit. An diesem Nachmittage nun kam er auch, sah aber sehr nachdenklich aus, ganz gegen seine Gewohnheit. Der Kalif tat die Pfeife ein wenig aus dem Mund und sprach: &#8222;Warum machst du ein so nachdenkliches Gesicht, Gro\u00dfwesir?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfwesir schlug seine Arme kreuzweis \u00fcber die Brust, verneigte sich vor seinem Herrn und antwortete: &#8222;Herr, ob ich ein nachdenkliches Gesicht mache, wei\u00df ich nicht, aber da drunten am Schloss steht ein Kr\u00e4mer, der hat so sch\u00f6ne Sachen, dass es mich \u00e4rgert, nicht viel \u00fcberfl\u00fcssiges Geld zu haben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kalif, der seinem Gro\u00dfwesir schon lange gerne eine Freude gemacht h\u00e4tte, schickte seinen schwarzen Sklaven hinunter, um den Kr\u00e4mer heraufzuholen. Bald kam der Sklave mit dem Kr\u00e4mer zur\u00fcck. Dieser war ein kleiner, dicker Mann, schwarzbraun im Gesicht und in zerlumptem Anzug. Er trug einen Kasten, in welchem er allerhand Waren hatte, Perlen und Ringe, reichbeschlagene Pistolen, Becher und K\u00e4mme. Der Kalif und sein Wesir musterten alles durch, und der Kalif kaufte endlich f\u00fcr sich und Mansor sch\u00f6ne Pistolen, f\u00fcr die Frau des Wesirs aber einen Kamm. Als der Kr\u00e4mer seinen Kasten schon wieder zumachen wollte, sah der Kalif eine kleine Schublade und fragte, ob da auch noch Waren seien. Der Kr\u00e4mer zog die Schublade heraus und zeigte darin eine Dose mit schw\u00e4rzlichem Pulver und ein Papier mit sonderbarer Schrift, die weder der Kalif noch Mansor lesen konnte. &#8222;Ich bekam einmal diese zwei St\u00fccke von einem Kaufmanne, der sie in Mekka auf der Stra\u00dfe fand&#8220;, sagte der Kr\u00e4mer, &#8222;Ich wei\u00df nicht, was sie enthalten; euch stehen sie um geringen Preis zu Dienst, ich kann doch nichts damit anfangen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kalif, der in seiner Bibliothek gerne alte Manuskripte hatte, wenn er sie auch nicht lesen konnte, kaufte Schrift und Dose und entlie\u00df den Kr\u00e4mer. Der Kalif aber dachte, er m\u00f6chte gerne wissen, was die Schrift enthalte, und, fragte den Wesir, ob er keinen kenne, der es entziffern k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gn\u00e4digster Herr und Gebieter&#8220;, antwortete dieser, &#8222;an der gro\u00dfen Moschee wohnt ein Mann, er hei\u00dft Selim, der Gelehrte, der versteht alle Sprachen, lass ihn kommen, vielleicht kennt er diese geheimnisvollen Z\u00fcge.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gelehrte Selim war bald herbeigeholt. &#8222;Selim&#8220;, sprach zu ihm der Kalif, &#8222;Selim, man sagt, du seiest sehr gelehrt; guck einmal ein wenig in diese Schrift, ob du sie lesen kannst; kannst du sie lesen, so bekommst du ein neues Festkleid von mir, kannst du es nicht, so bekommst du zw\u00f6lf Backenstreiche und f\u00fcnfundzwanzig auf die Fu\u00dfsohlen, weil man dich dann umsonst Selim, den Gelehrten, nennt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Selim verneigte sich und sprach: &#8222;Dein Wille geschehe, o Herr!&#8220; Lange betrachtete er die Schrift, pl\u00f6tzlich aber rief er aus: &#8222;Das ist Lateinisch, o Herr, oder ich lass mich h\u00e4ngen.&#8220; &#8222;Sag, was drinsteht&#8220;, befahl der Kalif, &#8222;wenn es Lateinisch ist.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Selim fing an zu \u00fcbersetzen: &#8222;Mensch, der du dieses findest, preise Allah f\u00fcr seine Gnade. Wer von dem Pulver in dieser Dose schnupft und dazu spricht:&nbsp;<em>mutabor<\/em>, der kann sich in jedes Tier verwandeln und versteht auch die Sprache der Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Will er wieder in seine menschliche Gestalt zur\u00fcckkehren, so neige er sich dreimal gen Osten und spreche jenes Wort; aber h\u00fcte dich, wenn du verwandelt bist, dass du nicht lachest, sonst verschwindet das Zauberwort g\u00e4nzlich aus deinem Ged\u00e4chtnis, und du bleibst ein Tier.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Selim, der Gelehrte, also gelesen hatte, war der Kalif \u00fcber die Ma\u00dfen vergn\u00fcgt. Er lie\u00df den Gelehrten schw\u00f6ren, niemandem etwas von dem Geheimnis zu sagen, schenkte ihm ein sch\u00f6nes Kleid und entlie\u00df ihn. Zu seinem Gro\u00dfwesir aber sagte er: &#8222;Das hei\u00df&#8216; ich gut einkaufen, Mansor! Wie freue ich mich, bis ich ein Tier bin. Morgen fr\u00fch kommst du zu mir; wir gehen dann miteinander aufs Feld, schnupfen etwas Weniges aus meiner Dose und belauschen dann, was in der Luft und im Wasser, im Wald und Feld gesprochen wird!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum hatte am anderen Morgen der Kalif Chasid gefr\u00fchst\u00fcckt und sich angekleidet, als schon der Gro\u00dfwesir erschien, ihn, wie er befohlen, auf dem Spaziergang zu begleiten. Der Kalif steckte die Dose mit dem Zauberpulver in den G\u00fcrtel, und nachdem er seinem Gefolge befohlen, zur\u00fcckzubleiben, machte er sich mit dem Gro\u00dfwesir ganz allein auf den Weg . Sie gingen zuerst durch die weiten G\u00e4rten des Kalifen, sp\u00e4hten aber vergebens nach etwas Lebendigem, um ihr Kunstst\u00fcck zu probieren. Der Wesir schlug endlich vor, weiter hinaus an einen Teich zu gehen, wo er schon oft viele Tiere, namentlich St\u00f6rche, gesehen habe, die durch ihr gravit\u00e4tisches Wesen und ihr Geklapper immer seine Aufmerksamkeit erregt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/ads?client=ca-pub-3996118356020763&#038;output=html&#038;h=280&#038;adk=2732199629&#038;adf=871843527&#038;pi=t.aa~a.2508078642~rp.1&#038;w=1200&#038;fwrn=4&#038;fwrnh=100&#038;lmt=1716163926&#038;rafmt=1&#038;to=qs&#038;pwprc=3882944552&#038;format=1200&#215;280&#038;url=https%3A%2F%2Finternet-maerchen.de%2Fmaerchen%2Fkalif.htm&#038;fwr=0&#038;pra=3&#038;rpe=1&#038;resp_fmts=3&#038;aiof=9&#038;asro=0&#038;aiapmd=0.0001&#038;aiapmid=0.0001&#038;aiactd=0&#038;aicctd=0&#038;ailctd=0&#038;aimartd=4&#038;aieuf=1&#038;aicrs=1&#038;fa=40&#038;uach=WyJXaW5kb3dzIiwiMTAuMC4wIiwieDg2IiwiIiwiMTQ3LjAuNzcyNy41NiIsbnVsbCwwLG51bGwsIjY0IixbWyJHb29nbGUgQ2hyb21lIiwiMTQ3LjAuNzcyNy41NiJdLFsiTm90LkEvQnJhbmQiLCI4LjAuMC4wIl0sWyJDaHJvbWl1bSIsIjE0Ny4wLjc3MjcuNTYiXV0sMF0.&#038;abgtt=9&#038;dt=1776209554190&#038;bpp=1&#038;bdt=517&#038;idt=1&#038;shv=r20260413&#038;mjsv=m202604100101&#038;ptt=9&#038;saldr=aa&#038;abxe=1&#038;eo_id_str=ID%3Dbcb82ab8634edbf5%3AT%3D1760872045%3ART%3D1776209333%3AS%3DAA-AfjbUFieEJ5VNLPRe_9g5hFif&#038;prev_fmts=0x0&#038;prev_slotnames=5736341835&#038;nras=2&#038;correlator=2818884858283&#038;frm=20&#038;pv=1&#038;u_tz=120&#038;u_his=1&#038;u_h=1080&#038;u_w=1920&#038;u_ah=1050&#038;u_aw=1920&#038;u_cd=32&#038;u_sd=1&#038;dmc=32&#038;adx=395&#038;ady=876&#038;biw=1845&#038;bih=862&#038;scr_x=0&#038;scr_y=0&#038;eid=95385799%2C31097807%2C95387625%2C95386955&#038;oid=2&#038;pvsid=5094329786483100&#038;tmod=188841025&#038;uas=0&#038;nvt=1&#038;ref=https%3A%2F%2Finternet-maerchen.de%2Fmaerchen%2Findex.html&#038;fc=896&#038;brdim=23%2C23%2C23%2C23%2C1920%2C0%2C1876%2C991%2C1860%2C862&#038;vis=1&#038;rsz=%7C%7Cs%7C&#038;abl=NS&#038;fu=128&#038;bc=31&#038;bz=1.01&#038;ifi=3&#038;uci=a!3&#038;btvi=1&#038;fsb=1&#038;dtd=6<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kalif billigte den Vorschlag seines Wesirs und ging mit ihm dem Teich zu. Als sie dort angekommen waren, sahen sie einen Storch ernsthaft auf und ab gehen, Fr\u00f6sche suchend und hier und da etwas vor sich hinklappernd. Zugleich sahen sie auch weit oben in der Luft einen anderen Storch dieser Gegend zuschweben.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ich wette meinen Bart, gn\u00e4digster Herr&#8220;, sagte er Gro\u00dfwesir, &#8222;wenn nicht diese zwei Langf\u00fc\u00dfler ein sch\u00f6nes Gespr\u00e4ch miteinander f\u00fchren werden. Wie w\u00e4re es, wenn wir St\u00f6rche w\u00fcrden?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wohl gesprochen!&#8220; antwortete der Kalif. &#8222;Aber vorher wollen wir noch einmal betrachten, wie man wieder Mensch wird. &#8211; Richtig! Dreimal gen Osten geneigt und&nbsp;<em>mutabor<\/em>&nbsp;gesagt, so bin ich wieder Kalif und du Wesir. Aber nur um Himmels willen nicht gelacht, sonst sind wir verloren!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Kalif also sprach, sah er den anderen Storch \u00fcber ihrem Haupte schweben und langsam sich zur Erde lassen. Schnell zog er die Dose aus dem G\u00fcrtel, nahm eine gute Prise, bot sie dem Gro\u00dfwesir dar, der gleichfalls schnupfte, und beide riefen:&nbsp;<em>mutabor<\/em>!<\/p>\n\n\n\n<p>Da schrumpften ihre Beine ein und wurden d\u00fcnn und rot, die sch\u00f6nen gelben Pantoffeln des Kalifen und seines Begleiters wurden unf\u00f6rmliche Storchf\u00fc\u00dfe, die Arme wurden zu Fl\u00fcgeln, der Hals fuhr aus den Achseln und ward eine Elle lang, der Bart war verschwunden, und den K\u00f6rper bedeckten weiche Federn.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ihr habt einen h\u00fcbschen Schnabel, Herr Gro\u00dfwesir&#8220;, sprach nach langem Erstaunen der Kalif. &#8222;Beim Bart des Propheten, so etwas habe ich in meinem Leben nicht gesehen.&#8220; &#8222;Danke untert\u00e4nigst&#8220;, erwiderte der Gro\u00dfwesir, indem er sich b\u00fcckte, &#8222;aber wenn ich es wagen darf, m\u00f6chte ich behaupten, Eure Hoheit sehen als Storch beinahe noch h\u00fcbscher aus denn als Kalif. Aber kommt, wenn es Euch gef\u00e4llig ist, dass wir unsere Kameraden dort belauschen und erfahren, ob wir wirklich Storchisch k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Indem war der andere Storch auf der Erde angekommen; er putzte sich mit dem Schnabel seine F\u00fc\u00dfe, legte seine Federn zurecht und ging auf den ersten Storch zu. Die beiden neuen St\u00f6rche aber beeilten sich, in ihre N\u00e4he zu kommen, und vernahmen zu ihrem Erstaunen folgendes Gespr\u00e4ch:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Guten Morgen, Frau Langbein, so fr\u00fch schon auf der Wiese?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sch\u00f6nen Dank, liebe Klapperschnabel! Ich habe mir nur ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck geholt. Ist Euch vielleicht ein Viertelchen Eidechs gef\u00e4llig oder ein Froschschenkelein?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Danke gehorsamst; habe heute gar keinen Appetit. Ich komme auch wegen etwas ganz anderem auf die Wiese. Ich soll heute vor den G\u00e4sten meines Vaters tanzen, und da will ich mich im Stillen ein wenig \u00fcben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich schritt die junge St\u00f6rchin in wunderlichen Bewegungen durch das Feld. Der Kalif und Mansor sahen ihr verwundert nach; als sie aber in malerischer Stellung auf einem Fu\u00df stand und mit den Fl\u00fcgeln anmutig dazu wedelte, da konnten sich die beiden nicht mehr halten; ein unaufhaltsames Gel\u00e4chter brach aus ihren Schn\u00e4beln hervor, von dem sie sich erst nach langer Zeit erholten. Der Kalif fasste sich zuerst wieder: &#8222;Das war einmal ein Spa\u00df&#8220;, rief er, &#8222;der nicht mit Gold zu bezahlen ist; schade, dass die Tiere durch unser Gel\u00e4chter sich haben verscheuchen lassen, sonst h\u00e4tten sie gewiss auch noch gesungen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber jetzt fiel es dem Gro\u00dfwesir ein, dass das Lachen w\u00e4hrend der Verwandlung verboten war. Er teilte seine Angst deswegen dem Kalifen mit. &#8222;Potz Mekka und Medina! Das w\u00e4re ein schlechter Spa\u00df, wenn ich ein Storch bleiben m\u00fcsste! Besinne dich doch auf das dumme Wort, ich bring&#8216; es nicht heraus.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Dreimal gen Osten m\u00fcssen wir uns b\u00fccken und dazu sprechen:&nbsp;<em>mu &#8211; mu &#8211; mu<\/em>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie stellten sich gegen Osten und b\u00fcckten sich in einem fort, dass ihre Schn\u00e4bel beinahe die Erde ber\u00fchrten; aber, o Jammer! Das Zauberwort war ihnen entfallen, und so oft sich auch der Kalif b\u00fcckte, so sehnlich auch sein Wesir&nbsp;<em>mu &#8211; mu<\/em>&nbsp;dazu rief, jede Erinnerung daran war verschwunden, und der arme Chasid und sein Wesir waren und blieben St\u00f6rche.<\/p>\n\n\n\n<p>Traurig wandelten die Verzauberten durch die Felder, sie wussten gar nicht, was sie in ihrem Elend anfangen sollten. Aus ihrer Storchenhaut konnten sie nicht heraus, in die Stadt zur\u00fcck konnten sie auch nicht, um sich zu erkennen zu geben; denn wer h\u00e4tte einem Storch geglaubt, dass er der Kalif sei, und wenn man es auch geglaubt h\u00e4tte, w\u00fcrden die Einwohner von Bagdad einen Storch zum Kalif gewollt haben?<\/p>\n\n\n\n<p>So schlichen sie mehrere Tage umher und ern\u00e4hrten sich k\u00fcmmerlich von Feldfr\u00fcchten, die sie aber wegen ihrer langen Schn\u00e4bel nicht gut verspeisen konnten. Auf Eidechsen und Fr\u00f6sche hatten sie \u00fcbrigens keinen Appetit, denn sie bef\u00fcrchteten, mit solchen Leckerbissen sich den Magen zu verderben. Ihr einziges Vergn\u00fcgen in dieser traurigen Lage war, dass sie fliegen konnten, und so flogen sie oft auf die D\u00e4cher von Bagdad, um zu sehen, was darin vorging.<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten Tagen bemerkten sie gro\u00dfe Unruhe und Trauer in den Stra\u00dfen; aber ungef\u00e4hr am vierten Tag nach ihrer Verzauberung sa\u00dfen sie auf dem Palast des Kalifen, da sahen sie unten in der Stra\u00dfe einen pr\u00e4chtigen Aufzug; Trommeln und Pfeifen ert\u00f6nten, ein Mann in einem goldbestickten Scharlachmantel sa\u00df auf einem geschm\u00fcckten Pferd, umgeben von gl\u00e4nzenden Dienern, halb Bagdad sprang ihm nach, und alle schrien: &#8222;Heil Mizra, dem Herrscher von Bagdad!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Da sahen die beiden St\u00f6rche auf dem Dache des Palastes einander an, und der Kalif Chasid sprach: &#8222;Ahnst du jetzt, warum ich verzaubert bin, Gro\u00dfwesir? Dieser Mizra ist der Sohn meines Todfeindes, des m\u00e4chtigen Zauberers Kaschnur, der mir in einer b\u00f6sen Stunde Rache schwur. Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf &#8211; Komm mit mir, du treuer Gef\u00e4hrte meines Elends, wir wollen zum Grabe des Propheten wandern, vielleicht, dass an heiliger St\u00e4tte der Zauber gel\u00f6st wird.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie erhoben sich vom Dach des Palastes und flogen der Gegend von Medina zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Fliegen wollte es aber nicht gar gut gehen; denn die beiden St\u00f6rche hatten noch wenig \u00dcbung. &#8222;O Herr&#8220;, \u00e4chzte nach ein paar Stunden der Gro\u00dfwesir, &#8222;ich halte es mit Eurer Erlaubnis nicht mehr lange aus; Ihr fliegt gar zu schnell! Auch ist es schon Abend, und wir t\u00e4ten wohl, ein Unterkommen f\u00fcr die Nacht zu suchen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Chasid gab der Bitte seines Dieners Geh\u00f6r; und da er unten im Tale eine Ruine erblickte, die ein Obdach zu gew\u00e4hren schien, so flogen sie dahin. Der Ort, wo sie sich f\u00fcr diese Nacht niedergelassen hatten, schien ehemals ein Schloss gewesen zu sein. Sch\u00f6ne S\u00e4ulen ragten unter den Tr\u00fcmmern hervor, mehrere Gem\u00e4cher, die noch ziemlich erhalten waren, zeugten von der ehemaligen Pracht des Hauses. Chasid und sein Begleiter gingen durch die G\u00e4nge umher, um sich ein trockenes Pl\u00e4tzchen zu suchen; pl\u00f6tzlich blieb der Storch Mansor stehen. &#8222;Herr und Gebieter&#8220;, fl\u00fcsterte er leise, &#8222;wenn es nur nicht t\u00f6richt f\u00fcr einen Gro\u00dfwesir, noch mehr aber f\u00fcr einen Storch w\u00e4re, sich vor Gespenstern zu f\u00fcrchten! Mir ist ganz unheimlich zumute; denn hier neben hat es ganz vernehmlich geseufzt und gest\u00f6hnt.&#8220; Der Kalif blieb nun auch stehen und h\u00f6rte ganz deutlich ein leises Weinen, das eher einem Menschen als einem Tiere anzugeh\u00f6ren schien. Voll Erwartung wollte er der Gegend zugehen, woher die Klaget\u00f6ne kamen; der Wesir aber packte ihn mit dem Schnabel am Fl\u00fcgel und bat ihn flehentlich, sich nicht in neue, unbekannte Gefahren zu st\u00fcrzen. Doch vergebens! Der Kalif, dem auch unter dem Storchenfl\u00fcgel ein tapferes Herz schlug, riss sich mit Verlust einiger Federn los und eilte in einen finsteren Gang. Bald war er an einer T\u00fcr angelangt, die nur angelehnt schien und woraus er deutliche Seufzer mit ein wenig Geheul vernahm. Er stie\u00df mit dem Schnabel die T\u00fcre auf, blieb aber \u00fcberrascht auf der Schwelle stehen. In dem verfallenen Gemach, das nur durch ein kleines Gitterfenster sp\u00e4rlich erleuchtet war, sah er eine gro\u00dfe Nachteule am Boden sitzen. Dicke Tr\u00e4nen rollten ihr aus den gro\u00dfen, runden Augen, und mit heiserer Stimme stie\u00df sie ihre Klagen zu dem krummen Schnabel heraus. Als sie aber den Kalifen und seinen Wesir, der indes auch herbeigeschlichen war, erblickte, erhob sie ein lautes Freudengeschrei. Zierlich wischte sie mit dem braungefleckten Fl\u00fcgel die Tr\u00e4nen aus dem Auge, und zu dem gr\u00f6\u00dften Erstaunen der beiden rief sie in gutem menschlichem Arabisch: &#8222;Willkommen, ihr St\u00f6rche! Ihr seid mir ein gutes Zeichen meiner Errettung; denn durch St\u00f6rche werde mir ein gro\u00dfes Gl\u00fcck kommen, ist mir einst prophezeit worden!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich der Kalif von seinem Erstaunen erholt hatte, b\u00fcckte er sich mit seinem langen Hals, brachte seine d\u00fcnnen F\u00fc\u00dfe in eine zierliche Stellung und sprach: &#8222;Nachteule! Deinen Worten nach darf ich glauben, eine Leidensgef\u00e4hrtin in dir zu sehen. Aber ach! Deine Hoffnung, dass durch uns deine Rettung kommen werde, ist vergeblich. Du wirst unsere Hilflosigkeit selbst erkennen, wenn du unsere Geschichte h\u00f6rst.&#8220; Die Nachteule bat ihn zu erz\u00e4hlen, was der Kalif sogleich tat.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Kalif der Eule seine Geschichte vorgetragen hatte, dankte sie ihm und sagte: &#8222;Vernimm auch meine Geschichte und h\u00f6re, wie ich nicht weniger ungl\u00fccklich bin als du. Mein Vater ist der K\u00f6nig von Indien, ich, seine einzige ungl\u00fcckliche Tochter, hei\u00dfe Lusa. Jener Zauberer Kaschnur, der euch verzauberte, hat auch mich ins Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt. Er kam eines Tages zu meinem Vater und begehrte mich zur Frau f\u00fcr seinen Sohn Mizra. Mein Vater aber, der ein hitziger Mann ist, lie\u00df ihn die Treppe hinunterwerfen. Der Elende wusste sich unter einer anderen Gestalt wieder in meine N\u00e4he zu schleichen, und als ich einst in meinem Garten Erfrischungen zu mir nehmen wollte, brachte er mir, als Sklave verkleidet, einen Trank bei, der mich in diese abscheuliche Gestalt verwandelte. Vor Schrecken ohnm\u00e4chtig, brachte er mich hierher und rief mir mit schrecklicher Stimme in die Ohren:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8218;Da sollst du bleiben, h\u00e4sslich, selbst von den Tieren verachtet, bis an dein Ende, oder bis einer aus freiem Willen dich, selbst in dieser schrecklichen Gestalt, zur Gattin begehrt. So r\u00e4che ich mich an dir und deinem stolzen Vater.&#8216;<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem sind viele Monate verflossen. Einsam und traurig lebe ich als Einsiedlerin in diesem Gem\u00e4uer, verabscheut von der Welt, selbst den Tieren ein Greuel; die sch\u00f6ne Natur ist vor mir verschlossen; denn ich bin blind am Tage, und nur, wenn der Mond sein bleiches Licht \u00fcber dies Gem\u00e4uer ausgie\u00dft, f\u00e4llt der verh\u00fcllende Schleier von meinem Auge.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eule hatte geendet und wischte sich mit dem Fl\u00fcgel wieder die Augen aus, denn die Erz\u00e4hlung ihrer Leiden hatte ihr Tr\u00e4nen entlockt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kalif war bei der Erz\u00e4hlung der Prinzessin in tiefes Nachdenken versunken. &#8222;Wenn mich nicht alles t\u00e4uscht&#8220;, sprach er, &#8222;so findet zwischen unserem Ungl\u00fcck ein geheimer Zusammenhang statt; aber wo finde ich den Schl\u00fcssel zu diesem R\u00e4tsel?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eule antwortete ihm: &#8222;O Herr! Auch mir ahnet dies; denn es ist mir einst in meiner fr\u00fchesten Jugend von einer weisen Frau prophezeit worden, dass ein Storch mir ein gro\u00dfes Gl\u00fcck bringen werde, und ich w\u00fcsste vielleicht, wie wir uns retten k\u00f6nnten.&#8220; Der Kalif war sehr erstaunt und fragte, auf welchem Wege sie meine. &#8222;Der Zauberer, der uns beide ungl\u00fccklich gemacht hat&#8220;, sagte sie, &#8222;kommt alle Monate einmal in diese Ruinen. Nicht weit von diesem Gemach ist ein Saal. Dort pflegt er dann mit vielen Genossen zu schmausen. Schon oft habe ich sie dort belauscht. Sie erz\u00e4hlen dann einander ihre sch\u00e4ndlichen Werke; vielleicht, dass er dann das Zauberwort, das ihr vergessen habt, ausspricht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;O, teuerste Prinzessin&#8220;, rief der Kalif, &#8222;sag an,&nbsp;<em>wann<\/em>&nbsp;kommt er, und&nbsp;<em>wo<\/em>&nbsp;ist der Saal?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eule schwieg einen Augenblick und sprach dann: &#8222;Nehmet es nicht ung\u00fctig, aber nur unter&nbsp;<em>einer<\/em>&nbsp;Bedingung kann ich Euern Wunsch erf\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sprich aus! Sprich aus!&#8220; schrie Chasid. &#8222;Befiehl, es ist mir jede recht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;N\u00e4mlich, ich m\u00f6chte auch gern zugleich frei sein; dies kann aber nur geschehen, wenn einer von euch mir seine Hand reicht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die St\u00f6rche schienen \u00fcber den Antrag etwas betroffen zu sein, und der Kalif winkte seinem Diener, ein wenig mit ihm hinauszugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gro\u00dfwesir&#8220;, sprach vor der T\u00fcre der Kalif, &#8222;das ist ein dummer Handel; aber Ihr k\u00f6nntet sie schon nehmen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;So&#8220;, antwortete dieser, &#8222;dass mir meine Frau, wenn ich nach Hause komme, die Augen auskratzt? Auch bin ich ein alter Mann, und Ihr seid noch jung und unverheiratet und k\u00f6nnet eher einer jungen, sch\u00f6nen Prinzessin die Hand geben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Das ist es eben&#8220;, seufzte der Kalif, indem er traurig die Fl\u00fcgel h\u00e4ngen lie\u00df, &#8222;wer sagt dir denn, dass sie jung und sch\u00f6n ist? Das hei\u00dft eine Katze im Sack kaufen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie redeten einander gegenseitig noch lange zu; endlich aber, als der Kalif sah, dass sein Wesir lieber Storch bleiben als die Eule heiraten wollte, entschloss er sich, die Bedingung lieber selbst zu erf\u00fcllen. Die Eule war hocherfreut. Sie gestand ihnen, dass sie zu keiner besseren Zeit h\u00e4tten kommen k\u00f6nnen, weil wahrscheinlich in dieser Nacht die Zauberer sich versammeln w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie verlie\u00df mit den St\u00f6rchen das Gemach, um sie in jenen Saal zu f\u00fchren; sie gingen lange in einem finsteren Gang hin; endlich strahlte ihnen aus einer halbverfallenen Mauer ein heller Schein entgegen. Als sie dort angelangt waren, riet ihnen die Eule, sich ganz ruhig zu verhalten. Sie konnten von der L\u00fccke, an welcher sie standen, einen gro\u00dfen Saal \u00fcbersehen. Er war ringsum mit S\u00e4ulen geschm\u00fcckt und prachtvoll verziert. Viele farbige Lampen ersetzten das Licht des Tages. In der Mitte des Saales stand ein runder Tisch, mit vielen und ausgesuchten Speisen besetzt. Rings um den Tisch zog sich ein Sofa, auf welchem acht M\u00e4nner sa\u00dfen. In einem dieser M\u00e4nner erkannten die St\u00f6rche jenen Kr\u00e4mer wieder, der ihnen das Zauberpulver verkauft hatte. Sein Nebensitzer forderte ihn auf, ihnen seine neuesten Taten zu erz\u00e4hlen. Er erz\u00e4hlte unter anderen auch die Geschichte des Kalifen und seines Wesirs.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Was f\u00fcr ein Wort hast du ihnen denn aufgegeben?&#8220; fragte ihn ein anderer Zauberer. &#8222;Ein recht schweres lateinisches, es hei\u00dft&nbsp;<em>mutabor<\/em>.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Als die St\u00f6rche an der Mauerl\u00fccke dieses h\u00f6rten, kamen sie vor Freuden beinahe au\u00dfer sich. Sie liefen auf ihren langen F\u00fc\u00dfen so schnell dem Tore der Ruine zu, dass die Eule kaum folgen konnte. Dort sprach der Kalif ger\u00fchrt zu der Eule: &#8222;Retterin meines Lebens und des Lebens meines Freundes, nimm zum ewigen Dank f\u00fcr das, was du an uns getan, mich zum Gemahl an!&#8220; Dann aber wandte er sich nach Osten. Dreimal b\u00fcckten die St\u00f6rche ihre langen H\u00e4lse der Sonne entgegen, die soeben hinter dem Gebirge heraufstieg: &#8222;<em>Mutabor!<\/em>&#8220; riefen sie, im Nu waren sie verwandelt, und in der hohen Freude des neugeschenkten Lebens lagen Herr und Diener lachend und weinend einander in den Armen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer beschreibt aber ihr Erstaunen, als sie sich umsahen? Eine sch\u00f6ne Dame, herrlich geschm\u00fcckt, stand vor ihnen. L\u00e4chelnd gab sie dem Kalifen die Hand. &#8222;Erkennt Ihr Eure Nachteule nicht mehr?&#8220; sagte sie. Sie war es; der Kalif war von ihrer Sch\u00f6nheit und Anmut entz\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei zogen nun miteinander auf Bagdad zu. Der Kalif fand in seinen Kleidern nicht nur die Dose mit Zauberpulver, sondern auch seinen Geldbeutel. Er kaufte daher im n\u00e4chsten Dorfe, was zu ihrer Reise n\u00f6tig war, und so kamen sie bald an die Tore von Bagdad. Dort aber erregte die Ankunft des Kalifen gro\u00dfes Erstaunen. Man hatte ihn f\u00fcr tot ausgegeben, und das Volk war daher hocherfreut, seinen geliebten Herrscher wiederzuhaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Um so mehr aber entbrannte ihr Hass gegen den Betr\u00fcger Mizra. Sie zogen in den Palast und nahmen den alten Zauberer und seinen Sohn gefangen. Den Alten schickte der Kalif in dasselbe Gemach der Ruine, das die Prinzessin als Eule bewohnt hatte, und lie\u00df ihn dort aufh\u00e4ngen. Dem Sohn aber, welcher nichts von den K\u00fcnsten des Vaters verstand, lie\u00df der Kalif die Wahl, ob er sterben oder schnupfen wolle. Als er das letztere w\u00e4hlte, bot ihm der Gro\u00dfwesir die Dose. Eine t\u00fcchtige Prise, und das Zauberwort des Kalifen verwandelte ihn in einen Storch. Der Kalif lie\u00df ihn in einen eisernen K\u00e4fig sperren und in seinem Garten aufstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange und vergn\u00fcgt lebte Kalif Chasid mit seiner Frau, der Prinzessin; seine vergn\u00fcgtesten Stunden waren immer die, wenn ihn der Gro\u00dfwesir nachmittags besuchte; da sprachen sie dann oft von ihrem Storchabenteuer, und wenn der Kalif recht heiter war, lie\u00df er sich herab, den Gro\u00dfwesir nachzuahmen, wie er als Storch aussah. Er stieg dann ernsthaft, mit steifen F\u00fc\u00dfen im Zimmer auf und ab, klapperte, wedelte mit den Armen wie mit Fl\u00fcgeln und zeigte, wie jener sich vergeblich nach Osten geneigt und&nbsp;<em>Mu &#8211; Mu<\/em>&nbsp;&#8211; dazu gerufen habe. F\u00fcr die Frau Kalifin und ihre Kinder war diese Vorstellung allemal eine gro\u00dfe Freude; wenn aber der Kalif gar zu lange klapperte und nickte und&nbsp;<em>Mu &#8211; Mu<\/em>&nbsp;&#8211; schrie, dann drohte ihm l\u00e4chelnd der Wesir: Er wolle das, was vor der T\u00fcre der Prinzessin Nachteule verhandelt worden sei, der Frau Kalifin mitteilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kalif Storch Wilhelm Hauff Der Kalif Chasid zu Bagdad sa\u00df einmal an einem sch\u00f6nen Nachmittag behaglich auf seinem Sofa; er hatte ein wenig geschlafen, denn es war ein hei\u00dfer Tag, und sah nun nach seinem Schl\u00e4fchen recht heiter aus. 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