{"id":5550,"date":"2026-02-04T03:21:22","date_gmt":"2026-02-04T02:21:22","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5550"},"modified":"2026-02-04T03:21:23","modified_gmt":"2026-02-04T02:21:23","slug":"wie-der-lousberg-entstanden-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wie-der-lousberg-entstanden-ist\/","title":{"rendered":"Wie der Lousberg entstanden ist"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Wie der Lousberg entstanden ist<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Aachener M\u00e4rchen<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Nachdem Kaiser Karl seine Stadt Aachen gegr\u00fcndet hatte, wollte er umgehend einen Palast und ein Gotteshaus errichten. F\u00fcr sein M\u00fcnster lie\u00df er die weltbesten Baumeister kommen, die mit den edelsten Materialien den Palast erbauen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Krieg gegen die Sachsen, musste Kaiser Karl pers\u00f6nlich in das Feindesland reisen und dem Stadtrat die Vollendung des M\u00fcnsters in die H\u00e4nde legen. Ohne Kontrolle des Kaisers geriet die Planung langsam ins Wackeln. Der Krieg zehrte au\u00dferdem an den Geldern und man konnte den Arbeitern ihren Lohn schlie\u00dflich nicht mehr bezahlen. Die Zeit verstrich, die R\u00fcckkehr des Kaisers nahte und die Stadtv\u00e4ter gerieten immer weiter in die Enge. Die Stimmen wurden laut, man solle sich das Geld \u201ezur Not vom Teufel holen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer weiteren Sitzung ohne Ergebnis erschien dann pl\u00f6tzlich ein Mann in feiner Kleidung und bot seine Hilfe an. Er wisse von der Not, er wisse, wie teuer so ein Krieg sei. Er versprach ihnen das Geld und das beste: Sie m\u00fcssten es nicht einmal zur\u00fcckzahlen!<\/p>\n\n\n\n<p>Den Stadtv\u00e4tern war dieses Angebot jedoch nicht ganz geheuer und der Herr wurde gefragt, ob er die gute Tat \u201ezu Gottes Ehren\u201c machen w\u00fcrde. Er verneinte und verlangte eine Gegenleistung:<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Seele, die nach der Einweihung das M\u00fcnster betritt, solle ihm geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Stille war im Saal und die Blicke wanderten auf den Boden. Das sie es mit dem Teufel zu tun hatten wussten sie sp\u00e4testens jetzt, nach dem Anblick des Pferdefu\u00dfes.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag der R\u00fcckkehr Kaiser Karls und der Tag der Einweihung r\u00fcckten immer n\u00e4her und in der Not gingen die Stadtv\u00e4ter auf das Angebot ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sie nun gemacht hatten, wurde ihnen erst sp\u00e4ter bewusst. Die erste Seele, die das M\u00fcnster betritt, wird die des Papstes sein, der das M\u00fcnster weihen wird. Die V\u00e4ter zerbrachen sich den Kopf um eine L\u00f6sung zu finden, den Papst zu schonen, und sie fanden sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tage der Fertigstellung war das M\u00fcnster noch dunkel. Erst nach der Weihe sollte es erhellt werden. Als sich das Portal nach Fertigstellung \u00f6ffnete, erschien der Teufel und riss dem ersten Beweglichen die Seele aus dem Leib.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann sah der Teufel, wem er die Seele entrissen hatte. Es war ein Wolf, der zuvor gefangen und in das M\u00fcnster geschmuggelt wurde. Nirgendwo war festgehalten, dass es eine menschliche Seele sein m\u00fcsse!<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Teufel seinen Fehler sah schleuderte er voller Wut mit einer solchen Wucht das tonnenschwere Portal des M\u00fcnsters zu, dass es einen Riss bekam und er selber sich am T\u00fcrknauf den Daumen abriss. Er verfluchte die Aachener und verschwand.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Daumen steckt auch heute noch im Maul des rechten L\u00f6wenkopft\u00fcrgriffs und auch der Riss ist heute noch zu sehen. In der Vorhalle des Doms sind zwei Bronzestatuen zu bestaunen, einen Pinienzapfen (der die Seele darstellen soll) und einen Wolf.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sagt, derjenige, der den Daumen herausziehen kann, wird mit Gold \u00fcbersch\u00fcttet.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der der Teufel beim Dombau so \u00fcbel betrogen wurde, wollte er den Dom versch\u00fctten. Hierf\u00fcr sammelte er an der Nordseek\u00fcste tonnenweise Sand ein, den er in riesige S\u00e4cke f\u00fcllte und Richtung Aachen trug. Als er mit seiner Last verschnaufen musste, da der Tag sehr hei\u00df war, kam ihm eine \u00e4ltere, \u00e4rmlich gekleidete Frau entgegen. Der Teufel fragte sie, wie weit er denn noch zu schleppen habe. Die Frau aber war &#8222;lous&#8220;, was im Aachener Dialekt &#8222;schlau&#8220; bedeutet. An seinem Pferdefu\u00df und dem Schwanz hatte sie erkannt, wer da vor ihr sa\u00df. So sagte sie, dass sie vom Aachener Markt komme, der allerdings furchtbar weit weg sei. Dabei zeigte sie auf ein steinhartes Brot, das sie in einem Korb trug und auf ihre verschlissenen Schuhe. Beides h\u00e4tte sie auf dem Markt neu erstanden. und er solle doch nur sehen, wie abgelaufen die schon seien, dann k\u00f6nne er ermessen, wie weit der Weg f\u00fcr ihn noch sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Teufel h\u00f6rte die Worte, sah die Schuhe und wusste, dass er einen so weiten Weg mit der schweren Last nicht bew\u00e4ltigen konnte. Voller Wut und Ersch\u00f6pfung warf er auf der Stelle beide S\u00e4cke ab und zog davon. Die Berge aus D\u00fcnensand sind noch heute zu sehen: Lousberg und Salvatorberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlauheit im Umgang mit dem Teufel verhalf dem Berg seinen heutigen Namen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Lousberg entstanden ist Aachener M\u00e4rchen Nachdem Kaiser Karl seine Stadt Aachen gegr\u00fcndet hatte, wollte er umgehend einen Palast und ein Gotteshaus errichten. F\u00fcr sein M\u00fcnster lie\u00df er die weltbesten Baumeister kommen, die mit den edelsten Materialien den Palast erbauen sollten. 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