{"id":5497,"date":"2026-02-04T01:59:56","date_gmt":"2026-02-04T00:59:56","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5497"},"modified":"2026-02-04T01:59:56","modified_gmt":"2026-02-04T00:59:56","slug":"schnee-aus-palermo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/schnee-aus-palermo\/","title":{"rendered":"Schnee aus Palermo"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Schnee Aus Palermo<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von Hans Peter Roentgen<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es war einmal ein Pechvogel. Wenn irgendwo eine T\u00fcr zufiel, hatte er die Finger drin, wenn irgendeiner erwischt wurde, war es der Pechvogel und ganz gleich was geschah, der Pechvogel zog den K\u00fcrzeren.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal warf er einen Papierfetzen in einen Papierkorb, der an einem Kiosk hing, obwohl er wissen musste, dass es nicht gut ausgehen w\u00fcrde. So kam es auch. Der Kioskbesitzer erwischte ihn mit der Linken am Schlawittchen, w\u00e4hrend er mit der rechten und seinem Handy die Polizei alarmierte. Der Papierkorb war n\u00e4mlich ein Privatpapierkorb und es stand auch &#8222;Privat&#8220; und &#8222;Nur f\u00fcr Kunden&#8220; drauf.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Diese Polacken werden immer dreister.&#8220; schimpfte der Kioskbesitzer, w\u00e4hrend die Menge der Gaffer wuchs und alle stimmten ihm zu. Was half&#8217;s, dass der Pechvogel kein Polack war, es machte die Sache nur noch schlimmer.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Als Deutscher m\u00fcssten Sie wissen, dass dies eine unbefugte Inanspruchnahme von Rechtsgegenst\u00e4nden entgegen dem Willen des Eigent\u00fcmers ist!&#8220; belehrte ihn die Polizei. &#8222;Ein Polacke h\u00e4tte einwenden k\u00f6nnen, er verstehe das Schild nicht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>So wurde er vors allerh\u00f6chste badensische Feme- und Schwurgericht gezerrt. Wer den Pechvogel kannte, wusste, dass es f\u00fcr ihn nur schlecht ausgehen konnte und so kam&#8217;s auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Richter hatte seine Frau am gleichen Morgen statt Jacobs Kr\u00f6nung Aldikaffee in der irrigen Meinung vorgesetzt, er werde es nicht merken. Der Richter merkte es aber sehr wohl, wagte allerdings nicht zu widersprechen, weil er damit die h\u00f6chstzul\u00e4ssige Anzahl frauenfeindlicher Aussagen &#8211; n\u00e4mlich drei nach der neuesten Verordnung der Frauenbeauftragten &#8211; \u00fcberschritten h\u00e4tte und dementsprechend war seine Laune.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sie haben sich tats\u00e4chlich suchend umgeschaut&#8220;, raunzte er misslaunig den Pechvogel an. &#8222;Also war Ihnen das Strafbare Ihrer Handlung voll bewusst!&#8220; und so wandelte sich das selbst die Ausrede des Pechvogels, die strafmildern sein sollte, ins Gegenteil.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Was soll das hei\u00dfen, sie sahen niemand, den Sie um Erlaubnis fragen konnten?&#8220; blaffte der Richter ihn an, &#8222;Begehen Sie jedes Mal, wenn Sie niemand fragen k\u00f6nnen, schwere Straftaten?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Da haben Sie ja ein feines Fr\u00fcchtchen dingfest gemacht&#8220;, lobte er den Wachtmeister und der Aldikaffee rumorte zwar noch in seinen Ged\u00e4rmen, war aber schon weit friedlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sie werden Deutschland verlassen! Auf der Stelle!&#8220; Entschied er. &#8222;Sie werden zur\u00fcck nach Palermo gehen und nicht wiederkommen, bevor Sie drei Schneeb\u00e4lle aus echtem Palermo-Schnee vorweisen k\u00f6nnen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ach ja&#8220;, fuhr er dann fort, &#8222;und ein Paket Jakobs Kr\u00f6nung!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Was half&#8217;s, dass der Pechvogel einwandte, er sei gar kein Polack und die Polacken w\u00fcrden auch nicht in Palermo leben, der Richter erh\u00f6hte das Strafma\u00df wegen Missachtung des Gerichts auf zehn Pakete und schloss den Pechvogel von der weiteren Verhandlung aus. Das hatte zwar keine Folgen, weil die Verhandlung schon beendet war, betr\u00fcbte den Pechvogel aber dennoch. Er h\u00e4tte zu gern einmal kein Pech gehabt und h\u00e4tte es nur in der M\u00f6glichkeit bestanden, einer beendeten Verhandlung weiter beiwohnen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>So machte er sich, den Richtspruch in der Tasche, auf den weiten Weg \u00fcber die Alpen nach Palermo. Mit dem Auto konnte er nicht fahren, das Gericht hatte es eingezogen, weil das Papier, das er fortgeworfen, vorher in seinem Auto gelegen hatte, das Auto also, so folgerte das Gericht, ein Tatwerkzeug sei, wenn auch nur ein indirektes.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz hinter der Grenze hatte der Pechvogel Hunger, sah eine Wirtschaft und betrat sie, ohne an die Schweizer Preise und den letzten H\u00f6henflug des Franken zu denken. Eine Flaschen Wein und ein Schnitzel sp\u00e4ter hatte sich seine Barschaft so vermindert, dass er fortan Wirtschaften weitr\u00e4umig umging.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald qu\u00e4lte ihn wieder der Hunger. Betteln traute er sich nicht, bei seinem Gl\u00fcck w\u00e4re der n\u00e4chste Prozess ihm sicher gewesen. Er \u00fcberlegte, wie er sich anders Nahrung verschaffen k\u00f6nnte und erinnerte sich angesichts manch wohlgen\u00e4hrten Scho\u00dfhunds an die Chinesen, die bekanntlich Hunde essen. Allein auch hier f\u00fcrchtete er, dass bei seinem Gl\u00fcck Konflikte mit den Besitzern unvermeidbar seien, auch vermutete er, mancher w\u00fcrde eher das Verspeisen seiner Ehefrau als das des Dackels hinnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie er in die Berge kam, sah er Murmeltiere, die er verfolgte, aber nicht fangen konnte, stattdessen prellte er sich das Knie und humpelte hungrig dem Gotthard entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Macht nichts&#8220;, sagte er sich, &#8222;die Murmeltiere geh\u00f6ren sicher dem Touristenb\u00fcro und was w\u00e4re mir passiert, wenn ich die Grundlage des wichtigsten Schweizer Devisenbringers verspeist h\u00e4tte?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich fing er eine Ratte, \u00fcberlegte, ob es jemand gebe, der ihren Verzehr \u00fcbel nehmen k\u00f6nne, aber ihm fiel niemand ein. So wollte er sie schon auf sein Taschenmesser spie\u00dfen und grillen, da begann die Ratte zu sprechen:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;T\u00f6te mich nicht&#8220;, flehte sie, &#8222;ich bin eine verwunschene Prinzessin und will dich reich belohnen, wenn du mich verschonst. K\u00fcss mich auf die Schnauze und ich werde erl\u00f6st werden. Eine b\u00f6se Konkurrentin hat mich verflucht, die mir mein Gl\u00fcck neidete und nur durch einen Kuss kann ich meine wahre Gestalt zur\u00fcckerhalten. Drei W\u00fcnsche werde ich dir erf\u00fcllen, wenn du mich erl\u00f6st.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Pechvogel war es erst zuwider, dann dauerte ihn die Rattenprinzessin doch und er tat wie gehei\u00dfen. Sofort stand eine junge Frau in hellem Kost\u00fcm, mit kurzem Rock und schwarzen Nylons vor ihm und ihr Gesicht schien ihm so lieblich, dass er ihr einen zweiten Kuss geben wollte, obwohl das nicht ausgemacht war.<\/p>\n\n\n\n<p>Er k\u00fcsste aber die leere Luft, die Rattenprinzessin war l\u00e4ngst zur Gotthard Autobahn enteilt, die nahebei vorbeif\u00fchrte und wo die Urlauber schimpfend im Stau standen. Dort lief sie von Wagen zu Wagen und verteilte Handzettel.<\/p>\n\n\n\n<p>Verfluchen Sie den Verkehrsminister<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Fluch nur 98 Franken<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Nichtgefallen Fluchr\u00fccknahme<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Meine W\u00fcnsche&#8220;, br\u00fcllte der Pechvogel ihr nach, sie wandte den Kopf, nickte, holte einen Laptop aus ihrer Tasche und br\u00fcllte zur\u00fcck:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Mach schnell, du siehst ich bin very busy!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Also&#8220;, rief der Pechvogel ihr zu, &#8222;ich m\u00f6chte sofort ein zwanzig G\u00e4nge Men\u00fc mit viel Champagner und alle Portionen reichlich und es soll an nichts gespart werden. Zweitens m\u00f6chte ich in Palermo sein, sobald ich mit den Fingern schnippe und drittens soll es in Palermo immer schneien, sobald und solange ich dort bin!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rattenprinzessin nickte, tippte die W\u00fcnsche ein, da f\u00fcgte der Pechvogel hinzu: &#8222;Ach ja, und in Zukunft m\u00f6chte ich nur noch Gl\u00fcck haben!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sorry&#8220;, antwortete die Rattenprinzessin, &#8222;das w\u00e4re der vierte Wunsch, wir hatten aber nur drei ausgemacht.&#8220; Sie verstaute den Laptop und lief weiter von Wagen zu Wagen, ihre Werbezettel zu verteilen. Das Gesch\u00e4ft schien lohnend, aus vielen Fenstern wedelten ihr Geldscheine entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pechvogel wartete. Er wartete f\u00fcnf Minuten, er wartete zehn Minuten, aber nichts geschah. Da lief er der Frau nach und fragte: &#8222;Was ist mit meinen W\u00fcnschen?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Auf der Datenautobahn gibt&#8217;s trouble, die Leitungen sind zusammengebrochen. Du musst dich eben etwas gedulden!&#8220; Antwortete sie, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen oder auch nur aufzuschauen. &#8222;Jetzt st\u00f6r&#8216; mich nicht l\u00e4nger, du siehst, ich habe zu tun!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pechvogel wartete weiter auf sein Essen, aber nichts geschah. Selbst die Autofahrer waren erfolgreicher, immerhin r\u00fcckten sie alle Stunde eine Wagenl\u00e4nge vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rattenprinzessin war l\u00e4ngst weitergezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr erschien ein Zeitungsverk\u00e4ufer, der von Wagen zu Wagen eilte und laut die Schlagzeile verk\u00fcndete:<\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrsminister mit drei Callgirls live entdeckt!<\/p>\n\n\n\n<p>AIDS Test positiv!<\/p>\n\n\n\n<p>Fotos im Innenteil!<\/p>\n\n\n\n<p>Bald erschien ein weiterer, der rief:<\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrsminister als Spion entlarvt!<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbergab geheime Bankpapiere an amerikanische Botschaft!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Dritte lie\u00df nicht lang auf sich warten, seine Schlagzeile lautete:<\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrsminister zum Stra\u00dfenkehren verurteilt!<\/p>\n\n\n\n<p>Schnelle Reaktion auf Enth\u00fcllungen!<\/p>\n\n\n\n<p>Wie die Sonne unterging und kein Essen in Sicht war, legte der Pechvogel sich entt\u00e4uscht und hungrig schlafen. Mitten in der Nacht weckte ihn Gl\u00e4serklirren, das Klappern von Besteck und Geschirr und die k\u00f6stlichsten D\u00fcfte zogen in seine Nase. Vor ihm stand ein frisch gedeckter Tisch mit Tr\u00fcffelpastete und Champagner, mit Pudding und duftendem Braten und vielem mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wir bitten die kleine Versp\u00e4tung zu entschuldigen und bedanken uns f\u00fcr Ihr Verst\u00e4ndnis t\u00f6nte eine Stimme aus dem Nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pechvogel a\u00df sich gr\u00fcndlich satt und bald forderten die langen Tage des Fastens ihren Tribut. Er versp\u00fcrte ein dringendes Bed\u00fcrfnis, verkroch sich hinter einem Geb\u00fcsch und wie er sich erleichtert hatte, schnippte er freudig mit den Fingern. Sofort stand er in Palermo vor der Kathedrale im Schneetreiben. Rund um ihn eilten die Touristen zu ihren Autos, um aus Palermo zu fliehen. Der Pechvogel aber rollte sich gl\u00fccklich drei gro\u00dfe Schneeb\u00e4lle und \u00fcberlegte, wie er am schnellsten damit wieder an die deutsche Grenze gelangen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Derweil wurde dem obersten Mafiaboss berichtet, eine seltsame Gestalt habe sich auf der Plaza materialisiert, die Hosen heruntergelassen, dadurch einen Schneesturm verursacht und so alle Touristen verjagt. Der Mafiaboss erhielt erkleckliche Schutzgelder aus dem Touristengesch\u00e4ft und ihm missfiel die St\u00f6rung der heimischen Wirtschaft \u00e4u\u00dferst.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Umlegen!&#8220; befahl er.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Killer machte sich auf den Weg und wie er den Pechvogel mitten im Schneegest\u00f6ber sah, zog er seine Pistole, sagte bibbernd zu ihm: &#8222;Jetzt ist Schluss mit Schneesturm!&#8220; und wollte abdr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wenn du mich erschie\u00dft, wird es in Palermo immer schneien&#8220;, antwortete der Pechvogel.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wieso?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Weil ich dann hier, wo ich gestorben bin, begraben werden muss. Das verlangt die EU Richtlinie \u00fcber die Bestattung von Leichen aus EU-Staaten und EU-B\u00fcrgern gleichgestellten Leichen, die eines gewaltsamen oder vermutlich gewaltsamen Todes in EU Gemeinden gestorben sind. Also werde ich in Palermo begraben, wenn du mich hier umbringst und solange ich in Palermo bin, wird es hier schneien! Falls du mich aber woanders hinbringst, brauch ich nur mit den Fingern zu schnippen und schon bin ich wieder in Palermo.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Killer besann sich, zog sein Handy heraus und winkte dem Pechvogel nach kurzem Telefonat mit dem Lauf seiner Beretta, ihm vorauszugehen. Er f\u00fchrte ihn vor den Mafiaboss, der den Pechvogel anfauchte: &#8222;Na gut, wie viel willst du, damit du verschwindest?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Zehntausend Euro&#8220;, antwortete der Pechvogel und zitterte, weil er f\u00fcrchtete, der Mafiaboss werde es nicht akzeptieren, ihn doch erschie\u00dfen und &#8211; EU Verordnung hin, EU Verordnung her &#8211; die Leiche au\u00dferhalb Palermos ins Meer werfen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mafiaboss hatte aber F\u00f6rdergelder aus Br\u00fcssel erhalten und hoffte auf weitere. Deshalb wollte er keinen \u00c4rger wegen der Verordnung \u00fcber Leichen und EU-Leichen gleichgestellten B\u00fcrgern. Er fl\u00fcsterte mit einer Wache, die sofort davoneilte und sagte:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;In f\u00fcnf Minuten hast du sie!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Au\u00dferdem will ich einen Flug nach Basel, erste Klasse!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mafiaboss strahlte, telefonierte und sagte:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;In einer Stunde geht Dein Flug!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich verlangte der Pechvogel: &#8222;Als Drittes und letztes verlange ich zehn Pakete Jakobs Kr\u00f6nung!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nein&#8220;, antwortete der Mafiaboss mit W\u00fcrde, &#8222;in Palermo gibt&#8217;s keine Jakobs Kr\u00f6nung, in Palermo gab&#8217;s keine Jakobs Kr\u00f6nung, in Palermo wird&#8217;s keine Jakobs Kr\u00f6nung geben! Nicht solange ich das Sagen habe! Dann lieber Schnee das ganze Jahr!&#8220; und er nickte dem Killer zu, seines Amtes zu walten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abzug der Beretta klackte, aber nichts geschah. Die Beretta war nicht f\u00fcr derartige K\u00e4ltegrade konstruiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Porco Cane!&#8220; fluchte der Killer. &#8222;Der Bolzen klemmt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Das Messer!&#8220; befahl der Mafiaboss.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sorry, Chef&#8220;, erinnerte ihn der Killer, &#8222;das verbietet die Handwerksordnung und es verst\u00f6\u00dft auch gegen die Richtlinie \u00fcber humanes Sterben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Vielleicht kann ich auch ohne?&#8220;, stotterte der Pechvogel.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Stunde sp\u00e4ter sa\u00df er mit einer dicken Geldtasche im Flugzeug, die Schneeb\u00e4lle von der Stewardess sicher im K\u00fchlschrank verstaut.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Gesch\u00e4ft in Basel entdeckte er Jakobs Kr\u00f6nung und kaufte, obwohl es die H\u00e4lfe seines Verm\u00f6gens kostete &#8211; der Frank war wieder gestiegen -, zehn Pakete. Damit pr\u00e4sentierte er sich am deutschen Zoll, der ihn passieren lassen musste, schlie\u00dflich verlangte es so das Urteil, das er ihnen vorwies.<\/p>\n\n\n\n<p>So lebte er fortan gl\u00fccklich und in Frieden und geht ihm das Geld aus, faxt er nach Palermo: &#8222;Ich komme!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig sp\u00e4ter steht dann ein abgehetzter Mafiosi mit einer dicken Geldt\u00fcte vor seine T\u00fcr und der Pechvogel spendet eine Messe f\u00fcr die EU und die Verordnung \u00fcber EU-Leichen und Leichen gleichgestellten EU-B\u00fcrgern in EU-Gemeinden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Dieses M\u00e4rchen wurde mir von Hans Peter roentgen_soft [<a href=\"mailto:Roentgen_Soft@t-online.de\">Roentgen_Soft@t-online.de<\/a>]zur Verf\u00fcgung gestellt. <strong>Das Copyright dieser Geschichte liegt bei Hans Peter Roentgen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schnee Aus Palermo von Hans Peter Roentgen Es war einmal ein Pechvogel. 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