{"id":5438,"date":"2026-02-03T23:12:49","date_gmt":"2026-02-03T22:12:49","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5438"},"modified":"2026-02-03T23:12:49","modified_gmt":"2026-02-03T22:12:49","slug":"der-schatz-des-gehenkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-schatz-des-gehenkten\/","title":{"rendered":"Der Schatz des Gehenkten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der Schatz des Gehenkten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Portugal<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ein Vater hatte einen sehr \u00fcberm\u00fctigen und leichtlebigen Sohn, und er wusste, dass er das gro\u00dfe Verm\u00f6gen, welches er ihm hinterlassen w\u00fcrde, aufgrund seines Leichtsinns v\u00f6llig vergeuden w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er starb, hinterlie\u00df er seinem Sohn einen Falken und ermahnte ihn, diesen niemals zu verkaufen, so gro\u00df seine Not auch immer sein m\u00f6ge. F\u00fcr den Fall, dass er ihn aber doch verkaufte, hinterlie\u00df er ihm einen verschlossenen Brief, den er erst dann \u00f6ffnen sollte, wenn er alle Hoffnung verloren h\u00e4tte, sein Schicksal noch zum Besseren zu wenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte starb und sogleich fing der Sohn an, das Geld mit vollen H\u00e4nden auszugeben. Er verkaufte Landsitze und H\u00e4user, machte Schulden, \u00fcbernahm B\u00fcrgschaften f\u00fcr seine Freunde, lie\u00df sich auf Unternehmungen ein, und ehe er sich&#8217;s versah, stand er ohne Mittel da. Noch hatte er den Falken, den er der Empfehlung seines Vaters gem\u00e4\u00df niemals verkaufen sollte. Da er sich in gro\u00dfen Schwierigkeiten befand, achtete er nicht auf den Willen seines Vaters und lie\u00df den Falken dem K\u00f6nig anbieten, welcher ihn kaufte. Aber das Geld f\u00fcr den Falken reichte nur f\u00fcr ein paar Tage, da er es schlie\u00dflich im Spiel ausgab, wo auch der gr\u00f6\u00dfte Teil seines Verm\u00f6gens geblieben war. Ratlos und weil er nichts mehr hatte, womit er sich behelfen konnte, begann der junge Mann alle seine Freunde, mit denen er geprasst hatte, aufzusuchen, aber alle wandten ihm den R\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Undank und die Unversch\u00e4mtheiten derer, die ihm geholfen hatten, sein Verm\u00f6gen zu verschleudern, waren so gro\u00df, dass der Junge die Freude am Leben verlor und meinte, der einzige Ausweg, der ihm blieb, sei, sich umzubringen. Da fiel ihm ein, dass er noch den Brief seines Vaters hatte, der noch immer verschlossen war, und bevor er starb, wollte er doch sehen, was darin stand. Er \u00f6ffnete den Brief und fand einen Schl\u00fcssel darin. Das Schreiben gab ihm eine Stra\u00dfe an, zu der er sich begeben sollte, und ein Haus, zu dessen T\u00fcr jener Schl\u00fcssel pa\u00dfte, und es hie\u00df weiter, dass er dort einen an einem Balken befestigten Strick vorfinden w\u00fcrde, an dem er sich, da er ja alle Hoffnung habe fahren lassen, aufh\u00e4ngen solle. Da gerade das auch die Gedanken des Jungen waren, nahm er zum ersten Mal den Rat des Vaters an und begab sich sogleich in die besagte Stra\u00dfe, fand das Haus, schlo\u00df die T\u00fcr auf und sperrte sich von innen ein. Dann ging er die Treppe hinauf und gelangte in ein altes Zimmer, wo er das aufgekn\u00fcpfte Seil fand. Er machte sich keine weiteren Gedanken und als er an dem Strick zog, um festzustellen, ob er auch hielt, \u00f6ffnete er damit eine in der Decke verborgene Fallt\u00fcr, und es fielen eine Menge Goldst\u00fccke herab. Der Junge wunderte sich, trug das Geld zusammen und dachte nicht mehr daran, sich umzubringen. Aber von da an verschleuderte er sein Geld nicht mehr aufs Geratewohl, sondern lebte mit Verstand und verachtete die Freunde, die ihm in seinem Ungl\u00fcck den R\u00fccken gekehrt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schatz des Gehenkten Portugal Ein Vater hatte einen sehr \u00fcberm\u00fctigen und leichtlebigen Sohn, und er wusste, dass er das gro\u00dfe Verm\u00f6gen, welches er ihm hinterlassen w\u00fcrde, aufgrund seines Leichtsinns v\u00f6llig vergeuden w\u00fcrde. Als er starb, hinterlie\u00df er seinem Sohn einen Falken und ermahnte ihn, diesen niemals zu verkaufen, so gro\u00df seine Not auch immer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[85,179,133],"tags":[],"class_list":["post-5438","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maerchen","category-portugal","category-maerchen-weltweit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5438"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5439,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5438\/revisions\/5439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}