{"id":5328,"date":"2026-01-30T01:47:50","date_gmt":"2026-01-30T00:47:50","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5328"},"modified":"2026-04-09T15:12:09","modified_gmt":"2026-04-09T13:12:09","slug":"die-geister-des-schicksals-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-geister-des-schicksals-2\/","title":{"rendered":"Die Geister des Schicksals"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Die Geister des Schicksals<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marion Wolf<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>\u201eAn der Westk\u00fcste Afrikas, wo die Savanne in W\u00fcste \u00fcbergeht, liegt eine einsame Bucht, wohin sich keine Menschenseele verirrt. Eine schmale Landzunge erstreckt sich dort in den Atlantik und m\u00fcndet in einen runden Platz, der von Felsterrassen umrundet ist wie ein Amphitheater. Zwischen den Steinen, die dort zum Sitzen einladen, wuchert der Ginster und au\u00dfen herum fallen zerfurchte Klippen j\u00e4h ab in die wilde Brandung des Meeres. Kein Laut, der hier gesprochen wird, dringt je an ein menschliches Ohr. Nur der Wind tr\u00e4gt die Geheimnisse um den Erdball \u2212 und ihm hab\u2019 ich die Geschichte in einer langen Sturmnacht abgelauscht:<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schicksalsjahr der Ewigkeit trafen sich an dem geheimen Ort die Geister der Bestimmung um unter sich auszuhandeln, wer wann wo die Geschicke der Menschheit lenken d\u00fcrfe. Vor der Neumondnacht, in der das Gespr\u00e4ch stattfinden sollte, zogen riesige Gewitterwolken auf, verdeckten die Sonne und ein Sandsturm tobte die K\u00fcste entlang.<br>Die Nacht schien hereingebrochen und so fanden sich einige Geister vorzeitig ein: Als Erste tauchte die Zuverl\u00e4ssigkeit auf und richtete ihrer Schwester Wahrheit einen Thron aus duftenden D\u00fcnengr\u00e4sern. Bald erschien die Himmelsk\u00f6nigin mit ihrem Kind, der Unschuld, im Arm und wunderte sich, wo denn die anderen Geister blieben. Sie w\u00fcnschte Freunde zu finden, um die Welt zu retten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum hatten sich die Tugenden an den Klippen des Weltenrates niedergelassen, rauschte die Pracht heran und rollte einen roten Teppich aus f\u00fcr ihre Hoheit, die Macht. Diese stolzierte in einem Orden beh\u00e4ngten Staatsgewand daher und trug eine goldene Maske \u2212 zum Schutz vor dem Sand wie sie behauptete\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die bescheidene Wahrheit staunte \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der Macht und so hatte diese ein leichtes Spiel, die Sch\u00f6ne f\u00fcr sich zu gewinnen. Geblendet von der Pracht reichte die Wahrheit der Macht ihre Hand. Feierlich verkn\u00fcpften sie ihre Bande \u2013\u2013 noch ehe Muhme Weisheit kam und die Tochter h\u00e4tte warnen k\u00f6nnen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahrheit stellte sich vor, welch guten Einfluss sie mit der Macht gepaart auf die Welt haben w\u00fcrde, w\u00e4hrend die Macht sich darauf freute, die Wahrheit mit der Unschuld ins Schlepptau zu bekommen \u2013 schlie\u00dflich hatte sie einen zweifelhaften Ruf in der Welt: Man kannte sie nur mit der Habgier und der Gewalt im Bunde. Doch von diesen b\u00f6sen Schwestern ahnte die Wahrheit noch nichts. Voll Freude \u00fcber ihre gl\u00fcckliche Vereinigung wollte das Paar die Ankunft der \u00fcbrigen Geister nicht mehr abwarten und bat die Zuverl\u00e4ssigkeit, sie vor dem Rate zu entschuldigen. Bevor die entsetzte Schwester diesem Treiben Einhalt gebot, gesellte sich die Euphorie dazu, lud das ungleiche Paar auf ihren Siebenmeilenschlitten und schon glitten sie im Siegeszug hinauf zum Gipfel des Erfolges. Dort hielt der Zweifel ewige Wacht und \u00e4u\u00dferte seine Bef\u00fcrchtung, die Macht wolle der Wahrheit nicht dienen, sondern sie f\u00fcr ihre Zwecke benutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Irritiert verlie\u00df die hehre K\u00f6nigin den Schlitten und die Euphorie machte sich schnell aus dem Staub. Nun schleppte die Macht ihre Gef\u00e4hrtin auf die Schattenseite des Berges, wo schon ihre Sippe lauerte: Die Gewalt knebelte die Wahrheit und band sie der Macht auf den Gesch\u00e4ftsbuckel. Die Habgier ergriff die weinende Unschuld und verschleppte sie zu ihrem Mann, dem Betrug.<br>Inzwischen hatten die \u00fcbrigen guten Geister von dieser unseligen Verbindung erfahren und stellten schlimme Bef\u00fcrchtungen an. Nichts Gutes ahnend, jagte die Entr\u00fcstung der Macht hinterher und schoss blindw\u00fctig ihre Giftpfeile ab. Dabei traf sie jedoch nur die sprachlose Wahrheit und verwundete sie schwer. Zum Gl\u00fcck ereilte sie bald die Vernunft, bat um Waffenstillstand und befreite die verletzte Wahrheit von den Stricken der Macht. Ohne R\u00fcckendeckung war die Macht jedoch den Giftpfeilen der Entr\u00fcstung ausgeliefert und floh hinter den Schutzschild der Heuchelei.<br>Die Wahrheit schleppte sich zur\u00fcck auf den Pfad der Tugend, wo sie ersch\u00f6pft zusammenbrach. Da kam der Mut des Wegs, reichte ihr eine St\u00e4rkung und hob sie auf sein Pferd. Sieben Tage ritten sie durch einen dunklen Tann und wenn er sie abends ins weiche Moos bettete, verband der Mut ihre Wunden mit Kr\u00e4utern und brachte frisches Quellwasser. Morgens teilte er sein Brot mit ihr und als die Wahrheit genesen war, wandelten sie durch das Tal der Harmonie. An dessen Ende lag ein lichter Eichenhain, \u00fcber dem eine trutzige Burg wachte. \u201eDies ist mein Reich\u201c, erkl\u00e4rte Meister Mut der Himmelsk\u00f6nigin, \u201edarf ich f\u00fcr immer Dein Besch\u00fctzer sein?\u201c Die Wahrheit reichte ihrem Retter l\u00e4chelnd die Hand und versprach ihm ewige Treue. Da f\u00fchrte er sie heim und sie feierten Hochzeit. Gl\u00fccklich residierten sie auf der Burg und bekamen zwei Kinder: den Glauben und die Zuversicht. Am siebten Geburtstag des j\u00fcngsten Kindes erschien Schwester Sehnsucht und erinnerte die Wahrheit an ihr verlorenes Kind, die Unschuld. Dem Mut aber \u00fcberbrachte sie eine Botschaft der Entr\u00fcstung, die um Hilfe bat. So trennte sich das Paar f\u00fcr unbestimmte Zeit: Ritter Mut zog aus, um mit der Entr\u00fcstung gegen Macht, Gewalt und Habgier zu k\u00e4mpfen. Die Wahrheit nahm den Glauben und die Zuversicht bei der Hand und wanderte, von der Sehnsucht getrieben, in die Welt, um ihre Unschuld zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese war den F\u00e4ngen der Habgier entkommen, als der Betrug das Himmelskind f\u00fcr einen Batzen Gold verkaufte. Die K\u00e4uferin behielt das g\u00f6ttliche M\u00e4dchen jedoch auch nicht lange \u2212 denn wer glaubt einem Laster, dass es die Unschuld geboren h\u00e4tte? So wurde das gestohlene Kind in der Schattenwelt herum gereicht, bis es keiner mehr haben wollte. Schlie\u00dflich packte die Hinterlist die Geisel und brachte sie an die Grenze. Dort wohnte ihre Tante, die Gerechtigkeit. Diese tauschte das Kind nur zu gern gegen die Eitelkeit, welche sich ins Reich der Tugend geschlichen hatte.<br>Nachdem die Unschuld im Bade den Gestank des Schattenlandes abgewaschen hatte, brachte ihr die Gerechtigkeit ein wei\u00dfes Kleid aus chinesischer Seide und bereitete ihr eine s\u00fc\u00dfe Speise.<br>Elf Tage weilte das Kind im Haus an der Grenze, am zw\u00f6lften fuhren sie in einem silbernen Wagen \u00fcber den Fluss des Vergessens zur Muhme Weisheit. Diese reichte der Enkelin einen Granatapfel zum Willkomm und schickte sie in ihren Garten. Bei einer Tasse Tee besprach sie dann mit der Gerechtigkeit die Weltlage:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Zeiten sind schrecklich\u201c, sagte die Weisheit, \u201edie Ideologen belagern mein Haus und stehlen meine Teller.\u201c<br>\u201eWozu brauchen sie die denn?\u201c wollte die Gerechtigkeit wissen. \u201eUm der Menschheit darauf ihr Selbstgebackenes zu servieren.\u201c \u201eUnd wie kommen die Gelehrten auf so eine d\u00e4mliche Idee?\u201c<br>\u201eDie Eitelkeit, jene aufgeputzte Hure aus dem Schattenreich, hat sie gek\u00fcsst. Seither verlangen sie nicht mehr nach meinen Gaben, sondern nur noch nach meinem Geschirr! Von der Fassade meines Hauses brechen sie auch schon Teile ab, um damit ihre Elfenbeint\u00fcrme zu schm\u00fccken!\u201c Die Gerechtigkeit dachte \u00fcber diese Zust\u00e4nde nach: \u201eDann \u00f6ffne ihnen doch das Tor zu Deinem Garten. Wenn sie Fr\u00fcchte von den B\u00e4umen der Erkenntnis essen, sehen sie ein, wie unsinnig ihr Begehr ist.\u201c Die Weisheit nickte: \u201eDas habe ich mir auch schon \u00fcberlegt, doch so viele Erkenntnisse auf einmal kann keiner recht verdauen. Und wenn sie nun die Unschuld sehen, bevor sie verstanden haben, worauf es im Leben wirklich ankommt, w\u00e4re das Kind erneut in Gefahr! Diesen eingebildeten Klugschei\u00dfern traue ich inzwischen alles zu!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gerechtigkeit verstand: Die Unschuld durfte nicht noch mal missbraucht werden\u2026 Also schlug sie Folgendes vor: \u201eSo reise denn Du, liebe Mutter, mit dem Kind zur Urahne Gnade ins Land des Friedens. Ich werde derweilen die Gelehrten von ihren Hirngespinsten heilen. Denen bereite ich Cocktails aus Deinen Fr\u00fcchten, dass ihnen die Augen \u00fcbergehen!\u201c Die Gerechtigkeit rieb sich schon voll Vorfreude die H\u00e4nde\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Muhme Weisheit nickte, wiegte ihr Enkelkind in Schlaf, nahm ihre Zauberkugel aus Opal und w\u00fcnschte sich mit der Unschuld im Arm ins Haus der Gnade. Am n\u00e4chsten Tag erwachte das Kind im sicheren Hort auf der Insel des Friedens.<br>Unterdessen servierte die Gerechtigkeit im Haus der Weisheit den Gelehrten Salate aus den Fr\u00fcchten der Erkenntnis, um sie gegen die Verlockungen der Eitelkeit zu feien. Als dies vollbracht war und sie gerade das Tor zusperren wollte, klopfte die Wahrheit in Begleitung von Sehnsucht, Glauben und Zuversicht ans Tor. Zu ihrer Verwunderung \u00f6ffnete Schwester Gerechtigkeit die Pforte und berichtete vom Verbleib der Unschuld. Nachdem sich die vier Reisenden ausgeruht und gest\u00e4rkt hatten, mussten sie den langen Weg der Glaubw\u00fcrdigkeit ins Land des Friedens pilgern. Wie viel M\u00fchsal hatte die Wahrheit nun auf sich zu nehmen, weil sie sich einst leichtfertig der Macht versprochen hatte! Die Pilgerfahrt steckte voller Gefahren: Sieben Tage wanderte die Gesellschaft durch die W\u00fcste der Verdammnis und in sieben W\u00fcstenn\u00e4chten tanzten die Gespenster der Verzweiflung um die Reisenden. Doch was konnten sie der Wahrheit anhaben, da sie den Glauben und die Zuversicht bei sich hatte? Fehlte ihr der Mut, bewahrte sie Schwester Sehnsucht davor, aufzugeben.<br>Als die W\u00fcste hinter ihnen lag, hie\u00df es den See des Vergessens zu \u00fcberqueren, ohne seine Wasser zu ber\u00fchren, sonst w\u00fcrden sie dort f\u00fcr ewig herum irren. Vorsichtig nahm die Wahrheit das Ruder in die Hand, kam aber kaum voran. Da hielt der Glauben seinen Wanderstab in die H\u00f6he, die Zuversicht band ihre Sch\u00fcrze daran und die Sehnsucht blies ins Segel, was die Puste hergab. Wie von Zauberhand glitt nun das Boot \u00fcber die Wellen. Bald hatte es das abgr\u00fcndige Gew\u00e4sser \u00fcberquert und landete sicher im Hafen der Erl\u00f6sung auf der Insel des Friedens. Hier galt es noch eine weitere Pr\u00fcfung im Tal der Wiederkehr zu bestehen:<\/p>\n\n\n\n<p>Sie mussten hindurch wandern, ohne die Blumen am Wegrand zu pfl\u00fccken oder von den Fr\u00fcchten an den B\u00e4umen zu essen, sonst w\u00fcrden sie ihr Ziel nie erreichen. Also nahm die Wahrheit ihren Glauben und ihre Zuversicht bei der Hand und schritt vorw\u00e4rts, ohne sich auch nur einmal umzusehen. Die Sehnsucht erlaubte ihnen keine Rast und bald kamen sie zur Quelle der Hoffnung. Dort spielte die Unschuld in den Strahlen der Abendsonne. Als sie die verschollene Mutter gewahrte, st\u00fcrzte sie mit einem, Freudenschrei in ihre Arme und begr\u00fc\u00dfte sodann erstaunt ihre j\u00fcngeren Geschwister. Voller Freude liefen sie dann zum Haus der Gnade.<br>Diese nahm die Wahrheit mit dem Glauben und der Zuversicht herzlich bei sich auf und reichte ihr den Trunk der Vergebung. Da ihre Mission nun erf\u00fcllt war, verabschiedete sich die Sehnsucht und flog zur\u00fcck ins Reich der Liebe. \u201eDanke\u201c, rief ihr die Wahrheit hinterher, \u201eohne Dich h\u00e4tte ich meine Unschuld niemals wiedergefunden!\u201c<br>Nun trat die Weisheit zur T\u00fcr herein, begr\u00fc\u00dfte die Tochter mit den beiden j\u00fcngeren Enkeln und verteilte das Brot der Erkenntnis. Was hatten sie sich alles zu erz\u00e4hlen\u2026<br>Als die Unschuld mit dem Glauben und der Zuversicht in seligem Schlummer lag, trat die Wahrheit hinaus in die Sommernacht und gelobte feierlich unterm Sternenhimmel, die Macht und deren hinterh\u00e4ltige Gefolgsleute f\u00fcr alle Zeit zu meiden. Nie mehr wollte sie ihre Unschuld verlieren oder sich von b\u00f6sen M\u00e4chten knebeln und auf deren Gesch\u00e4ftsbuckel fesseln lassen. Nach dem Gel\u00f6bnis hatte sie ihren inneren Frieden wiedergefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Monat erholten sie sich im Land des Friedens, dann bat die Wahrheit Mutter Weisheit, mit ihr in die weite Welt zu ziehen. Diese sagte gern zu, damit die Wahrheit nicht mehr vom rechten Weg abkam. Zum Abschied schenkte ihnen die Gnade noch einen Krug, in dem das Wasser der Hoffnung nie versiegt.<br>So machten sich die f\u00fcnf auf den Weg, um den Mut zu suchen: Der Glauben und die Zuversicht schritten Hand in Hand voran, die Wahrheit trug das Wasser der Hoffnung auf dem Kopf und lie\u00df ihre Unschuld nicht mehr aus den Augen. Die Weisheit hatte einen Korb mit dem Brot der Erkenntnis am Arm.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die Wahrheit<br>ihren Mut noch findet,<br>bevor die Menschheit v\u00f6llig<br>von der Macht besessen,<br>von der Habgier zerfressen<br>und von der Gewalt<br>unterjocht ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Es hei\u00dft, die Weisheit verteile das Brot der Erkenntnis unter den Leuten und die Wahrheit sprenge das Wasser der Hoffnung auf die Verzweifelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die verf\u00fchrerische Bequemlichkeit<br>lockt all\u00fcberall mit den Brause-Bonbons der Illusion.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir ist schon ganz schlecht von dem s\u00fc\u00dfen Gift\u2026<br>Habt ihr nicht auch Lust auf ein herzhaftes St\u00fcck Brot?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Dieses M\u00e4rchen wurde mir von Marion Wolf zur Verf\u00fcgung gestellt.<br>Das Copyright dieses M\u00e4rchens liegt bei der Autorin: <a href=\"http:\/\/dichterseele.beepworld.de\">http:\/\/dichterseele.beepworld.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Kopieren in andre Webseiten oder Foren ist nicht gestattet.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geister des Schicksals Marion Wolf \u201eAn der Westk\u00fcste Afrikas, wo die Savanne in W\u00fcste \u00fcbergeht, liegt eine einsame Bucht, wohin sich keine Menschenseele verirrt. 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