{"id":532,"date":"2015-10-14T01:32:43","date_gmt":"2015-10-13T23:32:43","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=532"},"modified":"2026-01-24T21:48:17","modified_gmt":"2026-01-24T20:48:17","slug":"das-raetsel-vom-glueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/das-raetsel-vom-glueck\/","title":{"rendered":"Das R\u00e4tsel vom Gl\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Das R\u00e4tsel vom Gl\u00fcck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Italienisch<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Es war einmal eine Mutter, die einen einzigen Sohn hatte. Der ging viel lieber in die Schule, als dass er Landarbeit verrichtete. Die Mutter aber stammte aus einer Bauernfamilie und mochte den Sohn nicht, ja sie hasste ihn sogar und so sehr, dass sie beschloss, ihn zu beseitigen. Was tat sie? Sie backte im Ofen einen Kuchen und tat Gift hinein, und eines Tages, da der Sohn aufs Feld ging, gab sie ihm den Kuchen mit, dass er ihn essen sollte.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Sohn aber hatte einen Hund, und daheim, wo seine Mutter unaufh\u00f6rlich mit ihm schalt und zeterte, war dieser Hund das einzige Wesen, das freundlich zu ihm war und sich \u00fcber ihn freute. Er war sein einziges Gl\u00fcck im Hause, und er nannte ihn darum auch &#8222;Gl\u00fcck&#8220;. Er liebte ihn sehr, sprach mit ihm wie mit einem Menschen und teilte mit ihm alles, was er besa\u00df und steckte nie etwas in den Mund, ohne erst Gl\u00fcck ein St\u00fcckchen davon zugeben. An jenem Tage machte er&#8217;s wie alle Tage; ehe er den Kuchen a\u00df, gab er dem Hund ein St\u00fcck davon, der augenblicklich starb. Dar\u00fcber empfand der Junge einen gro\u00dfen Schmerz und schwor, nicht mehr zur Mutter zur\u00fcckzukehren. Er entfernte sich mit Tr\u00e4nen in den Augen von dem armen Tier, und oft drehte er sich im Weitergehen um, es noch einmal zu sehen. Pl\u00f6tzlich war ihm, als bewege sich bei dem toten Hund etwas; er kehrte zur\u00fcck, um zu pr\u00fcfen, was es sei. Er fand vier Raben, die von Gl\u00fccks vergifteten Fleisch gefressen hatten und gestorben waren. Zwei von ihnen nahm er, tat sie in seinen Quersack und ging in die weite Welt.<\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.internet-maerchen.de\/images\/raeuber.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Er kam in einen Wald und traf dort sechs R\u00e4uber. Sie hatten Hunger, nahmen dem J\u00fcngling die beiden Raben weg, brieten sie und a\u00dfen sie dann, ohne dem J\u00fcngling ein St\u00fcckchen davon zu geben, und starben alte sechs.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Der J\u00fcngling aber sah auf einem Baum einen Vogel, nahm die B\u00fcchse eines der toten R\u00e4uber und schoss. Doch statt des Vogels traf er das Nest, das in der N\u00e4he war, und das Nest fiel herunter. Zwei kleine Eier lagen darin. Er nahm sie heraus und setzte seine Reise fort.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Er lief den ganzen Tag, und abends rastete er an einem Fluss. Da er Hunger hatte, legte er die beiden Eier in einen Becher, den er mitgenommen hatte, tat Wasser aus dem Fluss hinein, nahm ein B\u00fcchlein, das er in der Tasche hatte, und z\u00fcndete es mit einem Schwefelholz an. Als er die Eier damit gekocht hatte, a\u00df er sie. Dann legte er sich auf der Br\u00fccke zum Schlafen nieder.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Am Morgen kam er in eine Stadt und sah an den Mauern Plakate angeschlagen, auf denen stand: Wer der Tochter des K\u00f6nigs ein R\u00e4tsel sagen kann, das so schwer ist, dass sie es nicht err\u00e4t, der soll sie heiraten und wird k\u00f6niglicher Prinz werden. Doch wenn sie es r\u00e4t, wird ihm der Kopf abgeschlagen werden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Der J\u00fcngling dachte sich: &#8222;Ich versuche es. Wenn ich mein Leben dabei verliere, verliere ich etwas, was mir doch keine Freuden mehr bietet.&#8220; Er ging also zu der K\u00f6nigstochter und machte aus dem, was ihm begegnet war, ein R\u00e4tsel. Er stellte sich der Prinzessin vor und sagte: &#8222;Die Mutter wollte mich t\u00f6ten, doch das misslang. Aber mein Gl\u00fcck starb, und dadurch blieb ich am Leben. Zum Gl\u00fcck starben vier. Durch die vier starben sechs. Ich schoss nach dem, was ich sah, und ich traf, was ich nicht sah. Ich a\u00df Fleisch, das geschaffen, aber nicht geboren war. Ich lie\u00df es kochen mit gedruckten Worten, und ich habe geschlafen weder im Himmel noch auf der Erde Das ratet, Prinzessin!&#8220;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Die Prinzessin sann lange nach, sie \u00fcberlegte hin und \u00fcberlegte her, aber sie konnte es nicht erraten. Da wollte sie, dass der J\u00fcngling es ihr erkl\u00e4re, und nachdem sie das Ungemach geh\u00f6rt hatte, das dieser Arme erlitten, umarmte sie ihn und sagte: &#8222;Lieber J\u00fcngling, du hast Gl\u00fcck so lieb gehabt, und das arme Tier ist gestorben, um dir Gl\u00fcck zu bringen. Jetzt umarrne ich dich, und du sollst mein Gatte werden.&#8220; Sie hielten Hochzeit und lebten lange und gl\u00fccklich miteinander.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[85,139,133],"tags":[],"class_list":["post-532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maerchen","category-italien","category-maerchen-weltweit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=532"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4308,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532\/revisions\/4308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}