{"id":523,"date":"2015-10-14T00:20:45","date_gmt":"2015-10-13T22:20:45","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=523"},"modified":"2025-12-28T02:59:05","modified_gmt":"2025-12-28T01:59:05","slug":"der-glaeserne-sarg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-glaeserne-sarg\/","title":{"rendered":"Der gl\u00e4serne Sarg"},"content":{"rendered":"<p>Gebr\u00fcder Grimm<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Sage niemand, dass ein armer Schneider es nicht weit bringen und nicht zu hohen Ehren gelangen k\u00f6nne, es ist weiter gar nichts n\u00f6tig, als dass er an die rechte Schmiede kommt und, was die Hauptsache ist, dass es ihm gl\u00fcckt. Ein solches artiges und beh\u00e4ndes Schneiderb\u00fcrschchen ging einmal seiner Wanderschaft nach und kam in einen gro\u00dfen Wald, und weil es den Weg nicht wusste, verirrte es sich. Die Nacht brach ein, und es blieb ihm nichts \u00fcbrig, als in dieser schauerlichen Einsamkeit ein Lager zu suchen. Auf dem weichen Moose h\u00e4tte er freilich ein gutes Bett gefunden, allein die Furcht vor den wilden Tieren lie\u00df ihm da keine Ruhe, und er musste sich endlich entschlie\u00dfen, auf einem Baume zu \u00fcbernachten. Er suchte eine hohe Eiche, stieg bis in den Gipfel hinauf und dankte Gott, dass er sein B\u00fcgeleisen bei sich trug, weil ihn sonst der Wind, der \u00fcber die Gipfel der B\u00e4ume wehte, weggef\u00fchrt h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Nachdem er einige Stunden in der Finsternis, nicht ohne Zittern und Zagen, zugebracht hatte, erblickte er in geringer Entfernung den Schein eines Lichtes; und weil er dachte, dass da eine menschliche Wohnung sein m\u00f6chte, wo er sich besser befinden w\u00fcrde als auf den \u00c4sten eines Baums, so stieg er vorsichtig herab und ging dem Lichte nach. Es leitete ihn zu einem kleinen H\u00e4uschen, das aus Rohr und Binsen geflochten war. Er klopfte mutig an, die T\u00fcre \u00f6ffnete sich, und bei dem Scheine des heraus fallenden Lichtes sah er ein altes eisgraues M\u00e4nnchen, das ein von buntfarbigen Lappen zusammengesetztes Kleid anhatte. &#8218;Wer seid Ihr, und was wollt Ihr?&#8216; fragte es mit einer schnarrenden Stimme. &#8218;Ich bin ein armer Schneider, \u2018 antwortete er, &#8218;den die Nacht hier in der Wildnis \u00fcberfallen hat, und bitte Euch inst\u00e4ndig, mich bis morgen in Eurer H\u00fctte aufzunehmen.&#8216; &#8218;Geh deiner Wege, \u2018 erwiderte der Alte mit m\u00fcrrischem Tone, &#8218;mit Landstreichern will ich nichts zu schaffen haben; suche dir anderw\u00e4rts ein Unterkommen.&#8216; Nach diesen Worten wollte er wieder in sein Haus schl\u00fcpfen, aber der Schneider hielt ihn am Rockzipfel fest und bat so beweglich, dass der Alte, der so b\u00f6se nicht war, als er sich anstellte, endlich erweicht ward und ihn mit in seine H\u00fctte nahm, wo er ihm zu essen gab und dann in einem Winkel ein ganz gutes Nachtlager anwies.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der m\u00fcde Schneider brauchte keines Einwiegens, sondern schlief sanft bis an den Morgen, w\u00fcrde auch noch nicht an das Aufstehen gedacht haben, wenn er nicht von einem lauten L\u00e4rm w\u00e4re aufgeschreckt worden. Ein heftiges Schreien und Br\u00fcllen drang durch die d\u00fcnnen W\u00e4nde des Hauses. Der Schneider, den ein unerwarteter Mut \u00fcberkam, sprang auf, zog in der Hast seine Kleider an und eilte hinaus. Da erblickte er nahe bei dem H\u00e4uschen einen gro\u00dfen schwarzen Stier und einen sch\u00f6nen Hirsch, die in dem heftigsten Kampfe begriffen waren. Sie gingen mit so gro\u00dfer Wut aufeinander los, dass von ihrem Getrampel der Boden erzitterte, und die Luft von ihrem Geschrei erdr\u00f6hnte. Es war lange ungewiss, welcher von beiden den Sieg davontragen w\u00fcrde: endlich stie\u00df der Hirsch seinem Gegner das Geweih in den Leib, worauf der Stier mit entsetzlichem Br\u00fcllen zur Erde sank, und durch einige Schl\u00e4ge des Hirsches v\u00f6llig get\u00f6tet ward.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Schneider, welcher dem Kampfe mit Erstaunen zugesehen hatte, stand noch unbeweglich da, als der Hirsch in vollen Spr\u00fcngen auf ihn zueilte und ihn, ehe er entfliehen konnte, mit seinem gro\u00dfen Geweihe geradezu aufgabelte. Er konnte sich nicht lange besinnen, denn es ging schnellen Laufes fort \u00fcber Stock und Stein, Berg und Tal, Wiese und Wald. Er hielt sich mit beiden H\u00e4nden an den Enden des Geweihes fest und \u00fcberlie\u00df sich seinem Schicksal. Es kam ihm aber nicht anders vor, als fl\u00f6ge er davon. Endlich hielt der Hirsch vor einer Felsenwand still und lie\u00df den Schneider sanft herabfallen. Der Schneider, mehr tot als lebendig, bedurfte l\u00e4ngerer Zeit, um wieder zur Besinnung zu kommen. Als er sich einigerma\u00dfen erholt hatte, stie\u00df der Hirsch, der neben ihm stehen geblieben war, sein Geweih mit solcher Gewalt gegen eine in dem Felsen befindliche T\u00fcre, dass sie aufsprang. Feuerflammen schlugen heraus, auf welche ein gro\u00dfer Dampf folgte, der den Hirsch seinen Augen entzog. Der Schneider wusste nicht, was er tun und wohin er sich wenden sollte, um aus dieser Ein\u00f6de wieder unter Menschen zu gelangen. Indem er also unschl\u00fcssig stand, t\u00f6nte eine Stimme aus dem Felsen, die ihm zurief &#8218;tritt ohne Furcht herein, dir soll kein Leid widerfahren.&#8216; Er zauderte zwar, doch, von einer heimlichen Gewalt angetrieben, gehorchte er der Stimme und gelangte durch die eiserne T\u00fcr in einen gro\u00dfen ger\u00e4umigen Saal, dessen Decke, W\u00e4nde und Boden aus gl\u00e4nzend geschliffenen Quadratsteinen bestanden, auf deren jedem ihm unbekannte Zeichen eingehauen waren. Er betrachtete alles voll Bewunderung und war eben im Begriff, wieder hinauszugehen, als er abermals die Stimme vernahm, welche ihm sagte &#8218;tritt auf den Stein, der in der Mitte des Saales liegt, und dein wartet gro\u00dfes Gl\u00fcck.&#8216;<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Sein Mut war schon so weit gewachsen, dass er dem Befehle Folge leistete. Der Stein begann unter seinen F\u00fc\u00dfen nachzugeben und sank langsam in die Tiefe hinab. Als er wieder feststand und der Schneider sich umsah, befand er sich in einem Saale, der an Umfang dem vorigen gleich war. Hier aber gab es mehr zu betrachten und zu bewundern. In die W\u00e4nde waren Vertiefungen eingehauen, in welchen Gef\u00e4\u00dfe von durchsichtigem Glase standen, die mit farbigem Spiritus oder mit einem bl\u00e4ulichen Rauche angef\u00fcllt waren. Auf dem Boden des Saales standen, einander gegen\u00fcber, zwei gro\u00dfe gl\u00e4serne Kasten, die sogleich seine Neugierde reizten. Indem er zu dem einen trat, erblickte er darin ein sch\u00f6nes Geb\u00e4ude, einem Schlosse \u00e4hnlich, von Wirtschaftsgeb\u00e4uden, St\u00e4llen und Scheuern und einer Menge anderer artigen Sachen umgeben. Alles war klein, aber \u00fcberaus sorgf\u00e4ltig und zierlich gearbeitet, und schien von einer kunstreichen Hand mit der h\u00f6chsten Genauigkeit ausgeschnitzt zu sein.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er w\u00fcrde seine Augen von der Betrachtung dieser Seltenheiten noch nicht abgewendet haben, wenn sich nicht die Stimme abermals h\u00e4tte h\u00f6ren lassen. Sie forderte ihn auf, sich umzukehren und den gegen\u00fcberstehenden Glaskasten zu beschauen. Wie stieg seine Verwunderung, als er darin ein M\u00e4dchen von gr\u00f6\u00dfter Sch\u00f6nheit erblickte. Es lag wie im Schlafe, und war in lange blonde Haare wie in einen kostbaren Mantel eingeh\u00fcllt. Die Augen waren fest geschlossen, doch die lebhafte Gesichtsfarbe und ein Band, das der Atem hin und her bewegte, lie\u00dfen keinen Zweifel an ihrem Leben. Der Schneider betrachtete die Sch\u00f6ne mit klopfendem Herzen, als sie pl\u00f6tzlich die Augen aufschlug und bei seinem Anblick in freudigem Schrecken zusammenfuhr. &#8218;Gerechter Himmel\u2019, rief sie, &#8218;meine Befreiung naht! geschwind, geschwind, hilf mir aus meinem Gef\u00e4ngnis: wenn du den Riegel an diesem gl\u00e4sernen Sarg wegschiebest, so bin ich erl\u00f6st.&#8216; Der Schneider gehorchte ohne Zaudern, alsbald hob sie den Glasdeckel in die H\u00f6he, stieg heraus und eilte in die Ecke des Saals, wo sie sich in einen weiten Mantel verh\u00fcllte. Dann setzte sie sich auf einen Stein nieder, hie\u00df den jungen Mann herangehen, und nachdem sie einen freundlichen Kuss auf seinen Mund gedr\u00fcckt hatte, sprach sie &#8218;mein lang ersehnter Befreier, der g\u00fctige Himmel hat mich zu dir gef\u00fchrt und meinen Leiden ein Ziel gesetzt. An demselben Tage, wo sie endigen, soll dein Gl\u00fcck beginnen. Du bist der vom Himmel bestimmte Gemahl, und sollst, von mir geliebt und mit allen irdischen G\u00fctern \u00fcberh\u00e4uft, in ungest\u00f6rter Freud dein Leben zubringen. Sitz nieder und h\u00f6re die Erz\u00e4hlung meines Schicksals.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Ich bin die Tochter eines reichen Grafen. Meine Eltern starben, als ich noch in zarter Jugend war, und empfahlen mich in ihrem letzten Willen meinem \u00e4lteren Bruder, bei dem ich aufgezogen wurde. Wir liebten uns so z\u00e4rtlich und waren so \u00fcbereinstimmend in unserer Denkungsart und unsern Neigungen, dass wir beide den Entschluss fassten, uns niemals zu verheiraten, sondern bis an das Ende unseres Lebens beisammen zu bleiben. In unserm Hause war an Gesellschaft nie Mangel: Nachbarn und Freunde besuchten uns h\u00e4ufig, und wir \u00fcbten gegen alle die Gastfreundschaft in vollem Ma\u00dfe. So geschah es auch eines Abends, dass ein Fremder in unser Schloss geritten kam und unter dem Vorgeben, den n\u00e4chsten Ort nicht mehr erreichen zu k\u00f6nnen, um ein Nachtlager bat. Wir gew\u00e4hrten seine Bitte mit zuvorkommender H\u00f6flichkeit, und er unterhielt uns w\u00e4hrend des Abendessens mit seinem Gespr\u00e4che und eingemischten Erz\u00e4hlungen auf das anmutigste. Mein Bruder hatte ein so gro\u00dfes Wohlgefallen an ihm, dass er ihn bat, ein paar Tage bei uns zu verweilen, wozu er nach einigem Weigern einwilligte. Wir standen erst sp\u00e4t in der Nacht vom Tische auf, dem Fremden wurde ein Zimmer angewiesen, und ich eilte, erm\u00fcdet, wie ich war, meine Glieder in die weichen Federn zu senken. Kaum war ich ein wenig eingeschlummert, so weckten mich die T\u00f6ne einer zarten und lieblichen Musik. Da ich nicht begreifen konnte, woher sie kamen, so wollte ich mein im Nebenzimmer schlafendes Kammerm\u00e4dchen rufen, allein zu meinem Erstaunen fand ich, dass mir, als lastete ein Alp auf meiner Brust, von einer unbekannten Gewalt die Sprache benommen und ich unverm\u00f6gend war, den geringsten Laut von mir zu geben. Indem sah ich bei dem Schein der Nachtlampe den Fremden in mein durch zwei T\u00fcren fest verschlossenes Zimmer eintreten. Er n\u00e4herte sich mir und sagte, dass er durch Zauberkr\u00e4fte, die ihm zu Gebote st\u00e4nden, die liebliche Musik habe ert\u00f6nen lassen, um mich aufzuwecken, und dringe jetzt selbst durch alle Schl\u00f6sser in der Absicht, mir Herz und Hand anzubieten. Mein Widerwille aber gegen seine Zauberk\u00fcnste war so gro\u00df, dass ich ihn keiner Antwort w\u00fcrdigte. Er blieb eine Zeitlang unbeweglich stehen, wahrscheinlich in der Absicht, einen g\u00fcnstigen Entschluss zu erwarten, als ich aber fortfuhr zu schweigen, erkl\u00e4rte er zornig, dass er sich r\u00e4chen und Mittel finden werde, meinen Hochmut zu bestrafen, worauf er das Zimmer wieder verlie\u00df. Ich brachte die Nacht in h\u00f6chster Unruhe zu und schlummerte erst gegen Morgen ein. Als ich erwacht war, eilte ich zu meinem Bruder, um ihn von dem, was vorgefallen war, zu benachrichtigen, allein ich fand ihn nicht auf seinem Zimmer, und der Bediente sagte mir, dass er bei anbrechendem Tage mit dem Fremden auf die Jagd geritten sei.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Mir ahnte gleich nichts Gutes. Ich kleidete mich schnell an, lie\u00df meinen Leibzelter satteln und ritt, nur von einem Diener begleitet, in vollem Jagen nach dem Walde. Der Diener st\u00fcrzte mit dem Pferde und konnte mir, da das Pferd den Fu\u00df gebrochen hatte, nicht folgen. Ich setzte, ohne mich aufzuhalten, meinen Weg fort, und in wenigen Minuten sah ich den Fremden mit einem sch\u00f6nen Hirsch, den er an der Leine f\u00fchrte, auf mich zukommen. Ich fragte ihn, wo er meinen Bruder gelassen habe und wie er zu diesem Hirsche gelangt sei, aus dessen gro\u00dfen Augen ich Tr\u00e4nen flie\u00dfen sah. Anstatt mir zu antworten, fing er an laut aufzulachen. Ich geriet dar\u00fcber in h\u00f6chsten Zorn, zog eine Pistole und dr\u00fcckte sie gegen das Ungeheuer ab, aber die Kugel prallte von seiner Brust zur\u00fcck und fuhr in den Kopf meines Pferdes. Ich st\u00fcrzte zur Erde, und der Fremde murmelte einige Worte, die mir das Bewusstsein raubten.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Als ich wieder zur Besinnung kam, fand ich mich in dieser unterirdischen Gruft in einem gl\u00e4sernen Sarge. Der Schwarzk\u00fcnstler erschien nochmals, sagte, dass er meinen Bruder in einen Hirsch verwandelt, mein Schloss mit allem Zubeh\u00f6r verkleinert in den andern Glaskasten eingeschlossen und meine in Rauch verwandelten Leute in Glasflaschen gebannt h\u00e4tte. Wolle ich mich jetzt seinem Wunsche f\u00fcgen, so sei ihm ein leichtes, alles wieder in den vorigen Stand zu setzen: er brauche nur die Gef\u00e4\u00dfe zu \u00f6ffnen, so werde alles wieder in die nat\u00fcrliche Gestalt zur\u00fcckkehren. Ich antwortete ihm so wenig als das erste Mal. Er verschwand und lie\u00df mich in meinem Gef\u00e4ngnisse liegen, in welchem mich ein tiefer Schlaf befiel. Unter den Bildern, welche an meiner Seele vor\u00fcbergingen, war auch das tr\u00f6stliche, dass ein junger Mann kam und mich befreite, und als ich heute die Augen \u00f6ffne, so erblicke ich dich und sehe meinen Traum erf\u00fcllt. Hilf mir vollbringen, was in jenem Gesichte noch weiter geschah. Das erste ist, dass wir den Glaskasten, in welchem mein Schloss sich befindet, auf jenen breiten Stein heben.&#8216;<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Stein, sobald er beschwert war, hob sich mit dem Fr\u00e4ulein und dem J\u00fcngling in die H\u00f6he und stieg durch die \u00d6ffnung der Decke in den obern Saal, wo sie dann leicht ins Freie gelangen konnten. Hier \u00f6ffnete das Fr\u00e4ulein den Deckel, und es war wunderbar anzusehen, wie Schloss, H\u00e4user und Geh\u00f6fte sich ausdehnten und in gr\u00f6\u00dfter Schnelligkeit zu nat\u00fcrlicher Gr\u00f6\u00dfe heranwuchsen. Sie kehrten darauf in die unterirdische H\u00f6hle zur\u00fcck und lie\u00dfen die mit Rauch gef\u00fcllten Gl\u00e4ser von dem Steine herauftragen. Kaum hatte das Fr\u00e4ulein die Flaschen ge\u00f6ffnet, so drang der blaue Rauch heraus und verwandelte sich in lebendige Menschen, in welchen das Fr\u00e4ulein ihre Diener und Leute erkannte. Ihre Freude ward noch vermehrt, als ihr Bruder, der den Zauberer in dem Stier get\u00f6tet hatte, in menschlicher Gestalt aus dem Walde herankam, und noch denselben Tag reichte das Fr\u00e4ulein, ihrem Versprechen gem\u00e4\u00df, dem gl\u00fccklichen Schneider die Hand am Altare.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebr\u00fcder Grimm<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[87,85],"tags":[],"class_list":["post-523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gebr-grimm","category-maerchen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=523"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":524,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523\/revisions\/524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}