{"id":5081,"date":"2026-01-27T01:48:06","date_gmt":"2026-01-27T00:48:06","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=5081"},"modified":"2026-01-27T01:48:33","modified_gmt":"2026-01-27T00:48:33","slug":"das-siebenfarbige-pferd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/das-siebenfarbige-pferd\/","title":{"rendered":"Das siebenfarbige Pferd"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Das siebenfarbige Pferd<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4rchen aus Portugal<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ein Graf war im Maurenkrieg in Gefangenschaft geraten. Man brachte ihn zum K\u00f6nig, damit dieser mit ihm tat, was ihm beliebte. Der K\u00f6nig hatte drei T\u00f6chter, die alle sehr sch\u00f6n waren, und die baten den Vater, er m\u00f6ge den Gefangenen im Schloss lassen, bis man ihn freikaufen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u00e4lteste M\u00e4dchen suchte den Grafen auf und sagte ihm, dass sie ihn heiraten w\u00fcrde, wenn er sie irgendetwas lehrte, was sie nicht w\u00fcsste. Der Gefangene entgegnete: \u00bbDann lehre ich dich meine Religion, und du kommst mit mir in mein Reich und wir heiraten.\u00ab Das wollte sie aber nicht. Das gleiche geschah auch mit der zweiten Tochter. Schlie\u00dflich kam das j\u00fcngste M\u00e4dchen. Sie wollte die Religion erlernen, und sie vereinbarten, aus dem Schloss zu fliehen, ohne dass der K\u00f6nig etwas erf\u00fchre. Da sagte sie: \u00bbGeh in den Pferdestall, da wirst du ein pr\u00e4chtiges siebenfarbiges Pferd finden, das so schnell l\u00e4uft wie der Wind. Warte auf mich nachts im Hof, und dann gehen wir beide fort.\u00ab So geschah es. Die Prinzessin erschien in ihren Maurenkleidern mit vielen Juwelen, und beim ersten Wort, das sie sagte, begab sich das siebenfarbige Pferd in die N\u00e4he der Stadt, in der der gefangene Graf beheimatet war. Vor der Stadt gab es ein gro\u00dfes, sandiges Gel\u00e4nde. Der Graf stieg vom Pferd und sagte der Maurenprinzessin, sie solle dort auf ihn warten, w\u00e4hrend er in seinem Palast geeignete Kleider holte, um bei Hofe zu erscheinen, denn er trug immer noch die Gefangenen- und sie die Maurenkleider. Sobald die Prinzessin das vernahm, brach sie in heftige Tr\u00e4nen aus: \u00bbUm alles in der Welt, lass mich nicht hier zur\u00fcck, denn du wirst mich vergessen! \u00ab \u00bbWie sollte das geschehen?\u00ab \u00bbSobald du dich von mir trennst, und irgendjemand dich umarmt, wirst du mich auf der Stelle g\u00e4nzlich vergessen.\u00ab Der Graf versprach, dass er sich von niemandem umarmen lassen w\u00fcrde, und ging fort. Sobald er jedoch in den Palast kam, erkannte ihn seine Amme, und voller Freude ging sie auf ihn zu und umarmte ihn von hinten. Mehr war nicht vonn\u00f6ten; niemals mehr konnte er sich an die Prinzessin erinnern. Sie war auf dem Sandgel\u00e4nde geblieben und ging auf eine H\u00fctte zu, wo eine arme Frau lebte, die sie aufnahm und gut behandelte. Dort h\u00f6rte sie, dass der Graf im Begriff war, eine sch\u00f6ne Prinzessin zu heiraten, und am Vorabend der Hochzeit bat die Maurin den Sohn der Alten, er m\u00f6ge das siebenfarbige Pferd auf dem Platz vor der Kirche spazieren f\u00fchren, in der sie heiraten sollten. So geschah es. Als der Br\u00e4utigam mit dem Gefolge kam, staunte er, ein so sch\u00f6nes Pferd zu sehen und wollte es von nahem sehen. Der Junge, der es spazieren f\u00fchrte, sagte dabei:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Geh, Pferdchen, geh!<br>Und vergiss nicht zu gehen,<br>so wie der Graf die Maurin<br>im Sande verga\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Sogleich erinnerte sich da der Graf des Schicksals, das \u00fcber ihn verh\u00e4ngt worden war, er l\u00f6ste die Verm\u00e4hlung mit der Prinzessin und suchte die Maurin, mit der er sich verheiratete, und sie waren sehr gl\u00fccklich miteinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Graf war im Maurenkrieg in Gefangenschaft geraten. Man brachte ihn zum K\u00f6nig, damit dieser mit ihm tat, was ihm beliebte. 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