{"id":4990,"date":"2026-01-26T16:33:55","date_gmt":"2026-01-26T15:33:55","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=4990"},"modified":"2026-01-26T16:33:55","modified_gmt":"2026-01-26T15:33:55","slug":"der-unbequeme-mitbuerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-unbequeme-mitbuerger\/","title":{"rendered":"Der unbequeme Mitb\u00fcrger"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der unbequeme Mitb\u00fcrger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4rchen aus dem Elsass<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es war einmal ein Mann, der seines bitterb\u00f6sen Wesens wegen \u00fcberall gemieden wurde. Die B\u00fcrger des St\u00e4dtchens besch\u00e4ftigten sich viel mit ihm, wagten ihn aber nie zu reizen, da er im Gerede stand, geheime K\u00fcnste zu kennen. Es gab daher keine Trauer, als der unbequeme Mitb\u00fcrger pl\u00f6tzlich starb.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pfarrer beorderte die Schulknaben am Tag der Beerdigung vor das Haus des Verstorbenen, um der Leiche das Geleit zu geben und am Grab zu singen. Als der Zug sich ordnete und der Sarg herabgetragen wurde, sah pl\u00f6tzlich einer der Sch\u00fcler den Verstorbenen mit seiner Zipfelm\u00fctze zum Fenster hinausschauen und ihm h\u00f6hnisch zunicken. Auf den Schreckensruf des Knaben sahen alle auf und starrten die Erscheinung sprachlos an.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann mit der Zipfelm\u00fctze l\u00e4chelte, nickte und sprach gelassen: \u00bbHabt wohl geglaubt, ihr w\u00e4rt mich los, ja, soweit ist es aber noch nicht, meine Lieben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pfarrer holte sich zuerst und rief: \u00bbFort mit dem Sarg!\u00ab Und so bewegte sich der Zug mit ungew\u00f6hnlicher Eile dem Friedhof zu, und bald schloss sich die Erde \u00fcber dem ruhelosen Mann.<\/p>\n\n\n\n<p>Er sollte die Ruhe auch jetzt noch nicht finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Umwohner des Friedhofs beklagten sich bald \u00fcber fortdauerndes lautes L\u00e4rmen, das sie aufs \u00c4u\u00dferste \u00e4ngstigte. Sie lie\u00dfen in ihrer Bedr\u00e4ngnis zwei M\u00e4nner kommen, die im Ruf standen, alle Geister bannen zu k\u00f6nnen. Diese gruben den Polterer wieder aus und bannten ihn unter eine Br\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch hier neckte und \u00e4ngstigte er die Vor\u00fcberziehenden. Er sprang den Bauern, die zum Markt in die Stadt wollten, unsichtbar auf den R\u00fccken und lie\u00df sich als schwere Last bis zur Stadt schleppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nochmals wurden die M\u00e4nner gerufen, und diesmal bannten sie ihn in den tiefen Brunnen seines eigenen Hauses, der dann vermauert wurde. Von jetzt an lie\u00df er nichts mehr von sich h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Haus, ein weitl\u00e4ufiges Geb\u00e4ude, neben einem Schloss gelegen, kam in den Besitz zweier alter Damen, die es gern verkaufen wollten. Doch kam kein Verkauf zustande, da die alten Damen zur Bedingung machten, dass der Brunnen vermauert blieb. Erst nach ihrem Tod lie\u00df der Erbe den Brunnen aufdecken. Der Geist zeigte sich nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der unbequeme Mitb\u00fcrger M\u00e4rchen aus dem Elsass Es war einmal ein Mann, der seines bitterb\u00f6sen Wesens wegen \u00fcberall gemieden wurde. Die B\u00fcrger des St\u00e4dtchens besch\u00e4ftigten sich viel mit ihm, wagten ihn aber nie zu reizen, da er im Gerede stand, geheime K\u00fcnste zu kennen. Es gab daher keine Trauer, als der unbequeme Mitb\u00fcrger pl\u00f6tzlich starb. 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