{"id":4982,"date":"2026-01-26T16:26:59","date_gmt":"2026-01-26T15:26:59","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=4982"},"modified":"2026-01-26T16:27:00","modified_gmt":"2026-01-26T15:27:00","slug":"traumwunschbaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/traumwunschbaum\/","title":{"rendered":"Traumwunschbaum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Traumwunschbaum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von J\u00fcrgen alias shannarasage@aol.com <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es war einmal ein kleiner Junge, der hie\u00df Sebastian. Er war schon 10 Jahre alt und konnte bereits lesen. Eines seiner Lieblingsb\u00fccher handelte von einem Ritter in einer gl\u00e4nzenden R\u00fcstung, ganz aus Metall, einem alten weisen Zauberer mit einem spitzen Hut und langem Bart und einem noch sehr viel \u00e4lteren b\u00f6sen Drachen mit langen gef\u00e4hrlichen Z\u00e4hnen, der Feuer spucken konnte. Irgendwie half der Zauberer dem Ritter den b\u00f6sen Drachen zu besiegen, in den Schlaf zu versetzen und die Welt war f\u00fcr 150 Jahre gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian w\u00fcnschte sich nichts lieber, als ebenfalls zaubern zu k\u00f6nnen. Eines Tages wanderte er durch das Tal, er wohnte mit seinen Eltern in einem sonnigen kleinen Tal, durch das ein kleiner Fluss mit sehr kaltem aber glasklarem Wasser floss und suchte einen Platz zum Angeln. Er entdeckte an einer Stelle die er nie zuvor bemerkt hatte einen riesigen Baum mit Bl\u00e4ttern, die wie Opale schillerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Verwundert untersuchte er den Baum und stellte fest, dass er weder die Bl\u00e4ttern abrupfen, noch auf den Baum klettern konnte, da der Stamm vollkommen glatt war. Er beschloss daher, den Baum Baum sein zu lassen und packte seine Angelsachen aus. Doch mit einem Mal wurde er sehr schl\u00e4frig und w\u00e4re beinahe eingeschlafen. Doch kurz vor dem Einschlafen neigte der Baum pl\u00f6tzlich einen seiner \u00c4ste und lie\u00df ein Blatt in Sebastians Hand fallen. Kaum hatte er es festgehalten, ging ein angenehmes Prickeln durch seinen ganzen Arm und die Umgebung, in der er sich eben noch befunden hatte, sah mit einem Mal ganz anders aus. Die B\u00e4ume in der N\u00e4he waren irgendwie gr\u00f6\u00dfer und \u00e4lter, es waren mehr Blumen auf der Wiese, und die Berge, die um das Tal herumstanden, waren viel h\u00f6her, als er sie in Erinnerung hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann sah er unweit entfernt eine kleine Blockh\u00fctte, deren Schornstein rauchte, davor konnte er einen runden gemauerten Brunnen entdecken, und auf der Terrasse vor dem Haus sa\u00df in einem Schaukelstuhl ein ziemlich alter Mann mit wei\u00dfen Haaren, der Pfeife rauchte. Neben sich, auf einem kleinen Holztisch lagen verschiedene Beutel und Flaschen sowie ein spitzer Hut. Neugierig ging Sebastian n\u00e4her und stellte \u00fcberrascht fest: Der Mann war der alte Zauberer aus seinem Lieblingsbuch. Nun gab es f\u00fcr Sebastian kein Halten mehr, er rannte zu dem alten Zauberer, stellte sich vor und kurz darauf kamen die beiden ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zauberer erz\u00e4hlte Sebastian nun noch einmal die Geschichte, die er schon aus dem Buch kannte, aber am Schluss angekommen, lernte Sebastian etwas Neues kennen :<\/p>\n\n\n\n<p>Die 150 Jahre sind fast um und der Drache m\u00fcsste nun bald wieder erwachen. Er, der Zauberer, sei nun bereits zu alt, um den Drachen zu bek\u00e4mpfen und der Ritter schon lange gestorben. Daher habe er den Traumwunschbaum in die Zeit von Sebastian gezaubert, der einen geeigneten Helfer f\u00fcr ihn suchen sollte, um nun den Drachen ein f\u00fcr alle Male zu vertreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian schluckte erst einmal und hatte einen dicken Klo\u00df im Hals. Er, der kleine Junge, solle einen riesigen alten Drachen bek\u00e4mpfen, ihn besiegen und die Welt retten ?<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Genau&#8220; sagte der alte Zauberer, Du bist der vom Baum ausgesuchte Held, und mit meiner Hilfe wirst Du das auch schaffen, nur dazu musst Du gaaaaanz fest an Dich glauben. Ich selbst werde Dich nicht begleiten k\u00f6nnen, aber ich werde Dir ein paar n\u00fctzliche Sachen mitgeben, die Dir helfen werden, Deine Aufgabe zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann begann er wieder zu erz\u00e4hlen. Er beschrieb Sebastian den Weg zur Drachenburg und gab ihm eine kleine Schachtel mit 3 Elfensteinen sowie einen kleinen Beutel mit merkw\u00fcrdig aussehenden kleinen K\u00f6rnchen. 3 Mal w\u00fcrden ihm die Elfensteine helfen, sie w\u00fcrden schon von allein wissen wann sie ihm helfen m\u00fcssten und einmal w\u00fcrde er den K\u00f6rnerstaub ben\u00f6tigen. Gesagt getan, Sebastian \u00fcbernachtete noch bei dem Zauberer, um ausgeruht seinem Abenteuer entgegen ziehen zu k\u00f6nnen und nach einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck machte er sich am n\u00e4chsten Morgen auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reise verlief v\u00f6llig ohne Probleme und Sebastians Angst wurde immer kleiner. So wie seine Angst kleiner wurde, wurde in seiner Vorstellungskraft auch der Drache immer kleiner, Sebastian fasste neuen Mut bis \u2026\u2026\u2026\u2026 ja bis er hoch oben in den Bergen an die Eingangst\u00fcr zur Drachenburg gelangte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sollte er nur hier hindurch gelangen, ohne den Drachen vorzeitig aufzuwecken ? Da bemerkte er pl\u00f6tzlich, wie es in seiner Hosentasche immer w\u00e4rmer wurde. Er schaute verwundert nach und bemerkte, dass aus der kleinen Schachtel worin sich die 3 Elfensteine befanden, ein heller Lichtschein quoll. Er \u00f6ffnete die Schachtel und war f\u00fcr einen Moment vollkommen geblendet. Dann, als er sich an das Licht gew\u00f6hnt hatte, konnte er feststellen, dass einer der Steine dieses Licht ausstrahlte. Er nahm ihn vorsichtig in die Hand, der Stein war merkw\u00fcrdigerweise ganz kalt, um ihn sich anzusehen, doch kaum hatte er ihn ber\u00fchrt, schwang die riesige Eingangst\u00fcr v\u00f6llig lautlos nach innen auf, und er konnte in eine riesige Halle schauen, in der der Drache lag und fest schlief.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ganze Burg war eigentlich eine riesige Halle stellte Sebastian fest, denn der Drache den er nat\u00fcrlich sofort gesehen hatte, es war \u00fcbrigens einer von der roten Sorte, war so gro\u00df, dass in der Burg gar kein Platz mehr f\u00fcr andere Zimmer war.<\/p>\n\n\n\n<p>Rote Drachen waren die, die besonders b\u00f6se und alt waren hatte ihm der Zauberer noch verraten, gr\u00fcn sind sie, wenn sie noch klein sind und blau sind die Drachen, die in allem irgendwie dazwischen liegen. Nun, dieser Drachen war nicht nur besonders gro\u00df, sondern auch noch besonders rot, ja man kann schon sagen er war f\u00fcrchterlich dunkelrot. Und mit einem Mal war Sebastian gar nicht mehr so mutig zumute<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian fasste sich dennoch ein Herz und schlich gaaanz vorsichtig und leise in die Halle. Seine anderen beiden Elfensteine r\u00fcckten und r\u00fchrten sich nicht. Pl\u00f6tzlich r\u00fchrte sich der Drache, bewegte sich und g\u00e4hnte, dann wurde er mit einem Male wach.<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian war v\u00f6llig gel\u00e4hmt und konnte sich vor Schreck nicht mehr bewegen. Dann war es passiert, es kam was kommen musste, der Drache machte seine riesigen Augen auf und entdeckte Sebastian sofort. Der Drache begann sofort zu lachen und dann br\u00fcllte er :<\/p>\n\n\n\n<p>Was willst Du denn hier Du Wicht, hat Dich halbe Portion etwa der alte Zauberer geschickt um gegen mich anzutreten ?<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Mal wurde da unser Sebastian wieder munter, dachte dieser h\u00e4ssliche gro\u00dfe rote Drachenfritze etwa, dass kleine Leute nicht auch mutig und gef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen ? Sebastian riss den Beutel mit den K\u00f6rnchen aus seiner Tasche und schleuderte den Inhalt mit einem Ruck in Richtung Drachen. Kaum in der Luft, wurden aus den paar K\u00f6rnern eine riesige Wolke, die sogar noch riesiger war als der Drachen selber und h\u00fcllte ihn wie eine Schutzschicht ein. Und . . . . . . . der Drache war sofort bewegungslos und starr.<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian hatte nun Zeit sich den Drachen genau anzusehen, aber dann merkte er wie das Schimmern der Wolke immer blasser und blasser wurde. Mit einem Mal fielen ihm die restlichen zwei Elfensteine wieder ein, die er immer noch in seinen beiden H\u00e4nden hielt und er \u00f6ffnete vorsichtig seine beiden F\u00e4uste. Fast gleichzeitig schossen aus beiden H\u00e4nden blendende Blitze und umh\u00fcllten den Drachen, wie vorher die Wolke.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwie schien es Sebastian nun, als ob der Drache pl\u00f6tzlich schrumpfen w\u00fcrde und nach einer Weile war er sich v\u00f6llig sicher: der Drache wurde kleiner, erst langsam und dann immer schneller. Der Drache schrumpfte und schrumpfte, bis er nur noch so gro\u00df war wie ein F\u00fcnfmarkst\u00fcck. Dann \u00e4nderte das kleine Ding seine Farbe von rot zu silber. Es war vorbei, er, der kleine Sebastian, war nun der gro\u00dfe Held und hatte den Drachen besiegt. Stolz steckte er den Drachen in seine Tasche und machte sich auf den R\u00fcckweg zum alten Zauberer. Nachdem er ihm die Geschichte erz\u00e4hlt hatte, l\u00e4chelte der alte Mann und sagte:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Schlaf nun Sebastian und ruh Dich aus von Deinem Abenteuer.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian tat wie ihm gehei\u00dfen und hatte einen seltsamen Traum: Der Zauberer sprach zu ihm:<\/p>\n\n\n\n<p>Geh nun in Frieden nach Hause, doch h\u00fcte das Amulett des Drachen wie Deinen Augapfel, am Besten, Du tr\u00e4gst es als Kette um Deinen Hals und solange Du und Deine Kinder und wieder deren Kinder und so weiter dieses Amulett immer beh\u00fcten, soll die Welt in Frieden leben. Dann wurde Sebastian wach und stellte fest, dass er an seinem Angelplatz lag. Der Traumwunschbaum war weg und zuerst dachte er, er h\u00e4tte alles nur getr\u00e4umt, doch dann entdeckte er eine merkw\u00fcrdige Kette um seinen Hals \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026 das Drachenamulett.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so endet dann diese Geschichte, das Amulett jedoch befindet sich noch heute im Besitz der Nachkommen des Sebastian und wird von Ihnen vor B\u00f6sem besch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nachfahren von Sebastian hatten noch ganz andere Abenteuer zu bestehen, doch die Geschichte der magischen Ringe werde ich Euch ein anderes Mal erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Weitere Informationen \u00fcber &#8218;J\u00fcrgen&#8216; gibt es unter<a href=\" http:\/\/www.shivandragon.de\"> http:\/\/www.shivandragon.de<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traumwunschbaum von J\u00fcrgen alias shannarasage@aol.com Es war einmal ein kleiner Junge, der hie\u00df Sebastian. 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