{"id":4944,"date":"2026-01-26T15:32:59","date_gmt":"2026-01-26T14:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=4944"},"modified":"2026-01-26T15:32:59","modified_gmt":"2026-01-26T14:32:59","slug":"der-teufel-will-heiraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-teufel-will-heiraten\/","title":{"rendered":"Der Teufel will heiraten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der Teufel will heiraten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neuisl\u00e4ndischen Volksm\u00e4rchen<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ein junges M\u00e4dchen ist so fromm, dass sie beabsichtigt, sich nicht zu verheiraten, um besser Gott dienen zu k\u00f6nnen. Da dies dem Teufel schlecht gef\u00e4llt, verwandelt er sich in einen sch\u00f6nen jungen Mann und wirbt um die Liebe des M\u00e4dchens, denn auf diese Weise hofft er sicher Gewalt \u00fcber sie zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch seine K\u00fcnste bringt er es denn auch so weit, dass das M\u00e4dchen mit ihm getraut wird. Doch wie er sich ihr in der Hochzeitsnacht n\u00e4hern will, ist sie in ihrer Fr\u00f6mmigkeit so rein, dass er es nicht wagen darf, sie zu ber\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Er l\u00e4sst sich nun in der Nacht noch ein Bad machen und bleibt in diesem aus Furcht vor der reinen Braut bis zum Morgen sitzen. Am folgenden Tag schlendert er drau\u00dfen herum und \u00fcberlegt, was er nun anfangen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Da trifft er einen jungen Mann und bietet ihm an, an seiner Stelle die Frau zu heiraten. Zum Entgelt solle er ihm dann das \u00e4lteste Kind geben, sowie es sieben Jahre alt sei. Der junge Mann ist mit dem Vorschlag einverstanden, und der Teufel verleiht ihm nun seine vorher angenommene Gestalt, so dass er nun an Stelle des Teufels mit der frommen Braut sich verheiratet. Ihre Ehe wird mit einem einzigen Kinde, einem Knaben, gesegnet. Wie dieser nun fast sieben Jahre alt ist, wird der Vater von Tag zu Tag tr\u00fcbsinniger, bis er endlich seiner Frau alles gesteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Kate seiner Frau bringt er nun den Knaben an dem festgesetzten Tage zu der Stelle, wo er zuerst mit dem Teufel den Kontrakt geschlossen hatte. Hier zieht er einen Ring um ihn und besprengt ihn mit heiligem Blut. Bis zum Abend bleibt er bei seinem Kinde. Wie er es dann verlassen muss, sch\u00e4rft er ihm ein, erst dann aus dem geweihten Kreise zu gehen, wenn einer k\u00e4me und ihm in Jesu Namen die Hand in den Kreis hinein reiche. Der Knabe sieht nun in der Nacht allerhand Trugbilder, die ihn verlocken wollen, zuerst Freunde, die ihm Leckerbissen bieten, dann die Eltern, die ihn erst bitten, dann ihm drohen, ferner spielende Kinder und schlie\u00dflich vielerlei Schreckgespenste. Der Knabe bleibt jedoch standhaft, bis am andern Morgen seine Eltern zu ihm kommen und ihm in Jesu Namen die Hand entgegenstrecken. Der Teufel war nun auch hier um sein Opfer betrogen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Teufel will heiraten Neuisl\u00e4ndischen Volksm\u00e4rchen Ein junges M\u00e4dchen ist so fromm, dass sie beabsichtigt, sich nicht zu verheiraten, um besser Gott dienen zu k\u00f6nnen. 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