{"id":4925,"date":"2026-01-26T15:01:46","date_gmt":"2026-01-26T14:01:46","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=4925"},"modified":"2026-01-26T15:01:46","modified_gmt":"2026-01-26T14:01:46","slug":"der-teufel-und-die-handwerksburschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-teufel-und-die-handwerksburschen\/","title":{"rendered":"Der Teufel und die Handwerksburschen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der Teufel und die Handwerksburschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heinrich Pr\u00f6hle<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es waren einmal vier Handwerksburschen, die litten gro\u00dfe Not, da kam der Teufel an und erbot sich f\u00fcr sie zu sorgen. Nach einiger Zeit wollte er das Anrecht geltend machen, das er dadurch auf sie gewonnen hatte. Sie aber verlangten, dass er ihnen vorher noch eine Aufgabe l\u00f6sen solle, und das musste er auch eingehen, weil die Handwerksburschen es in ihrem Vertrag hatten, den sie mit ihm gemacht. Da gab der \u00e4lteste Handwerksbursche, der ein Zimmermann war, dem Teufel auf, er solle sich vor einen Wagen spannen und darauf drei\u00dfig Stamm Bauholz vom Walde her in die Stadt fahren. Das war aber dem Teufel ein Spa\u00df und er jagte ordentlich mit dem Bauholze in die Stadt hinein, als w\u00e4ren vier stattliche Hengste davor, spannte sich dann vom Wagen los und drehte dem \u00e4ltesten Handwerksburschen den Hals um. Der zweite Handwerksbursche war von Profession ein Steinmetz, der hatte schon lange vorher sich damit abgegeben, Steine auf dem Berge vor der Stadt zusammenzutragen, und als jetzt der Teufel ihm den Hals umdrehen wollte, sagte er ihm: er m\u00fcsse erst die Steine alle wieder dahin bringen, wo er sie sorgf\u00e4ltig weggetragen habe. Da entsteht ein heftiges Brausen, die Steine sind wieder an dem Orte, wo sie fr\u00fcher gelegen haben, und der Teufel dreht auch dem zweiten Handwerksburschen den Hals um. Jetzt kam die Reihe an den Dritten. Der war ein gelernter Wagner und verlangte, der Teufel solle eine Kutsche mit drei R\u00e4dern nehmen und ihn so darin durch die Stadt fahren, dass allemal dicht vor den Hufen der Pferde und unter dem Wagen die Stra\u00dfe mit lauter blanken Talern gepflastert w\u00e4re, sowie sie dar\u00fcber hinf\u00fchren. Hinter der Kutsche aber solle er die Taler sogleich wieder wegrei\u00dfen, und dazu solle er noch w\u00e4hrend des Fahrens die vierte Achse, an der kein Rad sitzen d\u00fcrfe, tragen. Auch das f\u00fchrte der Teufel aus, die Kutsche jagte auf drei R\u00e4dern durch die Stadt, vor den Hufen der Pferde und unter dem Wagen hat Alles von harten Talern geblitzt und geblinkert, die dritte Achse aber ruhte auf der Schulter des Teufels, der sprang jeden Augenblick einmal darunter hervor und riss dicht hinter der Kutsche das Geld auf, mit dem die Stra\u00dfe gepflastert war. Dadurch gewann der Teufel auch den Wagner und drehte ihm den Hals um. Nun war nur noch der vierte Handwerksbursche \u00fcbrig, der ein gelernter T\u00f6pfer war. Der nahm den Teufel vorher mit ins Wirtshaus, und lie\u00df sich vom Wirt einen irdenen Teller geben. Mit dem irdenen Teller in der Hand \u00f6ffnet der T\u00f6pfer das Fenster, l\u00e4sst den Wind von drau\u00dfen auf den Teller fahren, h\u00e4lt den Teller mit dem Winde dem Teufel hin und sagt: \u201eKannst du da einen Knoten in den Wind auf dem Teller machen, ehe er verfliegt, so sollst du mir auch noch den Hals umdrehen.\u201c Das kann der Teufel nicht, flieht zum Fenster hinaus, l\u00e4sst aber einen solchen Gestank nach sich, dass in der Stadt dazumal viele Menschen erstickt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Teufel und die Handwerksburschen Heinrich Pr\u00f6hle Es waren einmal vier Handwerksburschen, die litten gro\u00dfe Not, da kam der Teufel an und erbot sich f\u00fcr sie zu sorgen. Nach einiger Zeit wollte er das Anrecht geltend machen, das er dadurch auf sie gewonnen hatte. 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