{"id":485,"date":"2015-10-08T00:10:16","date_gmt":"2015-10-07T22:10:16","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=485"},"modified":"2025-12-28T03:06:55","modified_gmt":"2025-12-28T02:06:55","slug":"die-geschichte-von-einer-mutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-geschichte-von-einer-mutter\/","title":{"rendered":"Die Geschichte von einer Mutter"},"content":{"rendered":"<p>Hans-Christian Andersen<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da sa\u00df eine Mutter bei ihrem kleinen Kinde, sie war sehr betr\u00fcbt und besorgt, dass es sterben m\u00f6chte. Es war ganz bleich, die kleinen Augen hatten sich geschlossen, es atmete leise und zuweilen mit einem tiefen Zuge, als ob es seufze; und die Mutter sah noch trauriger auf das kleine Wesen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Es klopfte an die T\u00fcr und da kam ein armer, alter Mann, der wie in eine Pferdedecke geh\u00fcllt war, denn die w\u00e4rmt, und ihn fror. Es war ja ein kalter Winter, drau\u00dfen lag Alles voll Eis und Schnee, und der Wind blies, dass es Einem ins Gesicht schnitt.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da der alte Mann vor K\u00e4lte bebte und das Kind einen Augenblick schlief, so ging die Mutter hin und stellte Bier in einem kleinen Topf in den Ofen, dass es warm f\u00fcr ihn werden m\u00f6chte. Und der alte Mann sa\u00df und wiegte, und die Mutter setzte sich auf den Stuhl dicht neben ihn, betrachtete ihr krankes Kind, das tief Atem holte, und hob die kleine Hand empor.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eGlaubst Du nicht auch, dass ich ihn behalten werde? \u201e sagte sie. \u201eDer liebe Gott wird ihn mir nicht nehmen!\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und der alte Mann, es war der Tod selbst, der nickte sonderbar, das konnte eben so gut ja als nein bedeuten. Die Mutter schlug die Augen nieder und die Tr\u00e4nen rollten ihr \u00fcber die Wangen. Ihr Haupt wurde schwer, in drei N\u00e4chten und Tagen hatte sie ihre Augen nicht geschlossen und nun schlief sie, aber nur einen Augenblick, dann fuhr sie empor und zitterte vor K\u00e4lte. \u201eWas ist das?\u201c sagte sie und blickte nach allen Seiten; aber der alte Mann war fort, und ihr kleines Kind war fort, er hatte es mitgenommen, und dort in der Ecke schnurrte und schnurrte die alte Uhr, das gro\u00dfe Bleigewicht lief gerade bis auf den Fu\u00dfboden, bum! und da stand auch die Uhr still.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Aber die arme Mutter lief aus dem Hause und rief nach ihrem Kinde.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Drau\u00dfen, mitten im Schnee, sa\u00df eine Frau, in langen, schwarzen Kleidern, die sagte: \u201eDer Tod ist in Deinem Zimmer gewesen, ich sah ihn mit Deinem kleinen Kinde davon eilen, er geht schneller als der Wind, er bringt nie wieder, was er nahm! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eSage mir nur, welchen Weg er eingeschlagen hat! \u201e sagte die Mutter, \u201ezeige mir den Weg an und ich werde ihn finden! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eDen kenne ich\u201c, sagte die Frau in schwarzen Kleidern, \u201eaber ehe ich ihn Dir sage, musst Du mir erst alle die Lieder vorsingen, die Du Deinem Kinde vorgesungen hast! Ich liebe sie, ich habe sie fr\u00fcher geh\u00f6rt, ich bin die Nacht, ich sah Deine Tr\u00e4nen, w\u00e4hrend Du sangst. \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eIch will sie alle, alle singen! \u201e sagte die Mutter, \u201eaber halte mich nicht auf, damit ich ihn erreichen, damit ich mein Kind finden kann! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Aber die Nacht sa\u00df stumm und still, da rang die Mutter die H\u00e4nde, sang und weinte, und es waren viele Lieder, aber noch mehr Tr\u00e4nen; und dann sagte die Nacht: \u201eGehe rechts in den dunklen Tannenwald, dahin sah ich den Tod den Weg mit Deinem kleinen Kinde nehmen.\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Tief in dem Walde kreuzten sich die Wege und sie wusste nicht mehr, wohin sie gehen sollte. Da stand ein Dornbusch, es waren weder Bl\u00e4tter noch Blumen an demselben, es war ja auch in der kalten Winterzeit, und es lag Schnee und Eis auf seinen Zweigen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eHast Du nicht den Tod mit meinem kleinen Kinde vorbeigehen sehen? \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eJa! \u201e sagte der Dornbusch, \u201eaber ich sage Dir nicht, welchen Weg er genommen, wenn Du mich nicht erst an Deinem Herzen erw\u00e4rmen willst! Ich erfriere, ich werde ganz und gar zu Eis! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und sie dr\u00fcckte den Dornbusch an ihre Brust, recht fest, damit er recht erw\u00e4rmt werden k\u00f6nnte, und die Dornen gingen in ihr Fleisch hinein und ihr Blut floss in gro\u00dfen Tropfen, aber der Dornbusch trieb frische, gr\u00fcne Bl\u00e4tter, und bekam Blumen in der kalten Winternacht, so warm war es an dem Herzen der betr\u00fcbten Mutter, und der Dornbusch bezeichnete ihr den Weg, den sie einschlagen sollte.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da kam sie an einen gro\u00dfen See, wo sie weder ein Schiff noch ein Boot fand. Der See war noch nicht fest genug gefroren, um sie tragen zu k\u00f6nnen, und auch nicht offen und flach genug, so dass sie ihn h\u00e4tte durchwaten k\u00f6nnen, und \u00fcber denselben musste sie hin\u00fcber, wenn sie ihr Kind finden wollte. Da legte sie sich nieder, um den See auszutrinken, aber das ist f\u00fcr einen Menschen unm\u00f6glich; die betr\u00fcbte Mutter dachte jedoch, dass vielleicht ein Wunder geschehen werde. \u2013<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eNein, das geht nicht! \u201e sagte der See, \u201elass uns lieber sehen, ob wir uns einigen k\u00f6nnen. Ich liebe es, Perlen zu sammeln, und Deine Augen sind die beiden klarsten, die ich je erblickt habe, willst Du sie in mich ausweinen, so will ich Dich nach dem gro\u00dfen Treibhause hin\u00fcber tragen, wo der Tod wohnt und Blumen und B\u00e4ume pflegt, jeder von diesen ist ein Menschenleben!\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eO, was gebe ich nicht, um zu meinem Kinde zu kommen! \u201e sagte die betr\u00fcbte Mutter, und sie weinte noch mehr, und ihre Augen sanken auf den Grund des Sees und wurden zwei k\u00fcnstliche Perlen. Aber der See erhob sie, als ob sie in einer Schaukel s\u00e4\u00dfe und sie flog in einer Schwingung an das jenseitige Ufer, wo ein meilenbreites Haus stand. Man wusste nicht recht, ob es ein Berg mit Wald und H\u00f6hlen, oder ob es gezimmert war, aber die arme Mutter konnte es nicht sehen, sie hatte ja ihre Augen ausgeweint.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eWo werde ich den Tod finden, der mit meinem kleinen Kinde davongegangen ist? \u201e fragte sie.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eHier ist er noch nicht angekommen, \u201e sagte die alte Grabfrau, welche auf das gro\u00dfe Treibhaus des Todes Acht haben musste. \u201eWie hast Du Dich hierher finden k\u00f6nnen und wer ha! Dir geholfen? \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eDer liebe Gott hat mir geholfen! \u201e fragte sie, \u201eer ist barmherzig und das wirst Du auch sein! Wo kann ich mein kleines Kind finden? \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eJa, ich kenne es nicht\u201c, sagte die Frau, \u201eund Du kannst ja nicht sehen! \u2013 Viele Blumen und B\u00e4ume sind \u00fcber Nacht verdorrt, der Tod wird bald kommen und sie umpflanzen! Du wei\u00dft wohl, dass jeder Mensch seinen Lebensbaum oder seine Blume hat, je nachdem ein Jeder beschaffen ist; sie sehen wie andere Gew\u00e4chse aus, aber sie haben Herzschlag; des Kindes Herz kann auch schlagen! Halte Dich daran, vielleicht erkennst Du den Herzschlag Deines Kindes, aber was gibst Du mir, wenn ich Dir sage, was Du noch mehr zu tun hast? \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eIch habe nichts zu geben\u201c, sagte die betr\u00fcbte Mutter, \u201eaber ich will f\u00fcr Dich bis an das Ende der Welt gehen! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eJa, dort habe ich nichts zu schaffen\u201c, sagte die Frau, \u201eaber Du kannst mir Dein langes, schwarzes Haar geben, Du wei\u00dft wohl selbst, dass es sch\u00f6n ist, und mir gef\u00e4llt es! Du kannst mein wei\u00dfes daf\u00fcr bekommen, das ist doch immer Etwas! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eVerlangst Du weiter nichts\u201c, fragte sie, \u201edas gebe ich Dir mit Freuden! \u201e Und sie gab der Alten ihr sch\u00f6nes Haar und erhielt deren schneewei\u00dfes daf\u00fcr.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Dann gingen sie in das gro\u00dfe Treibhaus des Todes, wo Blumen und B\u00e4ume wunderbar durcheinander wuchsen. Da standen seine Hyazinthen unter Glasglocken und da standen gro\u00dfe, baumstarke Pfingstrosen; da wuchsen Wasserpflanzen, einige recht frisch, andere kr\u00e4nklich, Wasserschlangen legten sich auf dieselben und schwarze Krebse klemmten sich am St\u00e4ngel fest. Da standen sch\u00f6ne Palmenb\u00e4ume, Eichen und Platanen, da stand Petersilie und bl\u00fchender Thymian, jeder Baum und jede Blume hatte ihren Namen, sie waren Jeder ein Menschenleben, der Mensch lebte noch, der eine in China, der andere in Gr\u00f6nland, ringsumher auf der Erde. Da waren gro\u00dfe B\u00e4ume in kleinen T\u00f6pfen, so dass sie ganz verkr\u00fcppelt dastanden und nahe daran waren, den Topf zu sprengen. An manchen Stellen stand auch eine kleine schw\u00e4chliche Blume in fetter Erde, mit Moos ringsumher bedeckt und gepflegt. Aber die betr\u00fcbte Mutter beugte sich \u00fcber alle die kleinsten Pflanzen und h\u00f6rte, wie in ihnen das Menschenherz schlug, und unter Millionen erkannte sie das Herz ihres Kindes wieder.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eDas ist es! \u201e rief sie und streckte die Hand \u00fcber eine kleine blaue Krokus aus, welche ganz krank nach der einen Seite hin\u00fcberging.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eBer\u00fchre die Blume nicht!\u201c sagte die alte Frau, \u201eaber stelle Dich hierher, und wenn dann der Tod kommt \u2013 ich erwarte ihn jeden Augenblick \u2013 dann lass ihn die Pflanze nicht ausrei\u00dfen, und drohe ihm, dass Du dasselbe mit den andern Pflanzen tun w\u00fcrdest, dann wird ihm bange werden! Er ist dem lieben Gott daf\u00fcr verantwortlich, ohne dessen Erlaubnis keine ausgerissen werden darf. \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Auf einmal sauste es eiskalt durch den Saal und die blinde Mutter konnte f\u00fchlen, dass es der Tod war, der da kam.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eWie hast Du den Weg hierher finden k\u00f6nnen? \u201e fragte er konntest Du schneller hierher gelangen, als ich? \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eIch bin eine Mutter! \u201e sagte sie.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und der Tod streckte seine lange Hand nach der kleinen, feinen Blume aus, aber sie hielt ihre H\u00e4nde fest um dieselbe, fest und dennoch besorgt, dass sie eines der Bl\u00e4tter ber\u00fchren m\u00f6chte. Da blies der Tod auf ihre H\u00e4nde und sie f\u00fchlte, dass dies k\u00e4lter war, als der kalte Wind, und ihre H\u00e4nde sanken matt herab.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eDu vermagst doch nichts gegen mich! \u201e sagte der Tod. \u2013<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eAber das vermag der liebe Gott! \u201e sagte sie.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eIch tue nur. was er will! \u201e sagte der Tod. \u201eIch bin sein G\u00e4rtner! Ich nehme alle seine Blumen und B\u00e4ume und verpflanze sie in den Garten des Paradieses, in das unbekannte Land, aber wie sie dort wachsen und wie es dort ist, das darf ich Dir nicht sagen! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eGib&#8216; mir mein Kind zur\u00fcck! \u201e sagte die Mutter und weinte und bat. Mit einem Mal griff sie mit jeder Hand um zwei h\u00fcbsche Blumen neben sich und rief dem Tode zu: \u201eIch rei\u00dfe alle Deine Blumen ab, denn ich bin in Verzweiflung! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eR\u00fchre sie nicht an! \u201e sagte der Tod, \u201eDu sagst, Du seiest ungl\u00fccklich und nun willst Du eine andere Mutter eben so ungl\u00fccklich machen! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eEine andere Mutter! \u201e sagte die arme Frau und lie\u00df sogleich beide Blumen los.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eDa hast Du Deine Augen!\u201c sagte der Tod, \u201eich habe sie aus dem See aufgefischt, sie leuchteten so stark, ich wusste nicht, dass es die Deinigen waren; nimm sie wieder, sie sind jetzt klarer als zuvor, sieh dann in den tiefen Brunnen hier nebenbei hinab, ich werde die Namen der beiden Blumen nennen, die Du ausrei\u00dfen wolltest und Du wirst ihre ganze Zukunft, ihr ganzes Menschenleben erblicken, sieh, was Du zerst\u00f6ren und zu Grunde richten wolltest.\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Sie sah in den Brunnen hinab und es war eine Gl\u00fcckseligkeit zu sehen, wie der Eine ein Segen f\u00fcr die Welt ward, zu sehen, wie viel Gl\u00fcck und Freude sich ringsum entfaltete. Und sie erblickte das Leben der Andern, und es war Trauer und Not, Jammer und Elend.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eBeides ist Gottes Wille! \u201e sagte der Tod.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eWelche ist die Blume des Ungl\u00fccks und welche die des Segens? \u201e fragte sie.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eDas sage ich Dir nicht! \u201e sagte der Tod, \u201eaber das sollst Du von mir erfahren, dass die eine Blume die Deines eigenen Kindes war, es war das Schicksal Deines Kindes, die Zukunft Deines eigenen Kindes! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da schrie die Mutter erschrocken auf: \u201eWelche von ihnen war mein Kind? Sage mir das, erl\u00f6se das Unschuldige! Befreie mein Kind von all&#8216; dem Elend, trage es lieber fort! Trage es in Gottes Reich! Vergiss meine Z\u00e4hren, vergiss meine Bitten und Alles, was ich gesagt und getan habe! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u201eIch verstehe Dich nicht! \u201e sagte der Tod. \u201eWillst Du Dein Kind zur\u00fcckhaben, oder soll ich mit ihm da hineingehen, wo Du nicht wei\u00dft, wie es ist? \u201e \u2013<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da rang die Mutter ihre H\u00e4nde, fiel auf ihre Knie und betete zum lieben Gott: \u201eErh\u00f6re mich nicht, wenn ich gegen Deinen Willen, welcher der beste ist, bitte! Erh\u00f6re mich nicht! Erh\u00f6re mich nicht! \u201e<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und sie neigte ihr Haupt auf ihre Brust herab.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Tod aber ging mit ihrem Kinde in das unbekannte Land.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans-Christian Andersen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[88,85],"tags":[],"class_list":["post-485","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hans-chr-andersen","category-maerchen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=485"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":486,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485\/revisions\/486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}