{"id":47,"date":"2015-10-05T21:37:26","date_gmt":"2015-10-05T19:37:26","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=47"},"modified":"2026-01-13T20:00:00","modified_gmt":"2026-01-13T19:00:00","slug":"die-zwoelf-apostel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-zwoelf-apostel\/","title":{"rendered":"Die zw\u00f6lf Apostel"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Die zw\u00f6lf Apostel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Gebr. Grimm<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Es war dreihundert Jahre vor des Herrn Christi Geburt, da lebte eine Mutter, die hatte zw\u00f6lf S\u00f6hne, war aber so arm und d\u00fcrftig, dass sie nicht wusste, womit sie ihnen l\u00e4nger das Leben erhalten sollte. Sie betete t\u00e4glich zu Gott, er m\u00f6chte doch geben, dass alle ihre S\u00f6hne mit dem verhei\u00dfenen Heiland auf Erden zusammen w\u00e4ren. Als nun ihre Not immer gr\u00f6\u00dfer ward, schickte sie einen nach dem andern in die Welt, um sich ihr Brot zu suchen. Der \u00e4lteste hie\u00df Petrus, der ging aus, und war schon weit gegangen, eine ganze Tagreise, da geriet er in einen gro\u00dfen Wald.\u00a0<\/span><span style=\"font-family: Verdana;\">Er suchte einen Ausweg, konnte aber keinen finden und verirrte sich immer tiefer; dabei empfand er so gro\u00dfen Hunger, dass er sich kaum aufrecht erhalten konnte. Endlich war er so schwach, dass er liegen bleiben musste und glaubte, dem Tode nahe zu sein. Da stand auf einmal neben ihm ein kleiner Knabe, der gl\u00e4nzte und war so sch\u00f6n und freundlich wie ein Engel. Das Kind schlug seine H\u00e4ndchen zusammen, dass er aufschauen und es anblicken musste. Da sprach es &#8218;warum sitzest du da so betr\u00fcbt?&#8216; &#8218;Ach, \u2018 antwortete Petrus, &#8218;ich gehe umher in der Welt und suche mein Brot, damit ich noch den verhei\u00dfenen lieben Heiland sehe; das ist mein gr\u00f6\u00dfter Wunsch.&#8216; Das Kind sprach &#8218;komm mit, so soll dein Wunsch erf\u00fcllt werden.&#8216; Es nahm den armen Petrus an der Hand und f\u00fchrte ihn zwischen Felsen zu einer gro\u00dfen H\u00f6hle. Wie sie hineinkamen, so blitzte alles von Gold, Silber und Kristall, und in der Mitte standen zw\u00f6lf Wiegen nebeneinander. Da sprach das Englein &#8218;lege dich in die erste und schlaf ein wenig, ich will dich wiegen.&#8216; Das tat Petrus, und das Englein sang ihm und wiegte ihn so lange, bis er eingeschlafen war. Und wie er schlief, kam der zweite Bruder, den auch sein Schutzenglein hereinf\u00fchrte, und ward wie der erste in den Schlaf gewiegt, und so kamen die andern nach der Reihe, bis alle zw\u00f6lfe dalagen in den goldenen Wiegen und schliefen. Sie schliefen aber dreihundert Jahre, bis in der Nacht, worin der Weltheiland geboren ward. Da erwachten sie und waren mit ihm auf Erden und wurden die zw\u00f6lf Apostel genannt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine arme Mutter lebt dreihundert Jahre vor Christi Geburt und hat zw\u00f6lf S\u00f6hne, die sie kaum ern\u00e4hren kann.<br \/>\nSie betet zu Gott, dass ihre S\u00f6hne mit dem verhei\u00dfenen Heiland zusammen auf Erden sein m\u00f6gen.<br \/>\nAus Not schickt sie einen Sohn nach dem anderen in die Welt, um ihr Brot zu suchen.<br \/>\nDer \u00e4lteste Sohn, Petrus, verirrt sich im Wald, leidet Hunger und glaubt, dem Tod nahe zu sein.<br \/>\nEin engelsgleiches Kind erscheint, spricht Petrus Mut zu und f\u00fchrt ihn in eine H\u00f6hle voller Gold, Silber und Kristall.<br \/>\nIn der H\u00f6hle stehen zw\u00f6lf Wiegen; das Kind bittet Petrus, sich in die erste zu legen und wiegt ihn in den Schlaf.<br \/>\nNach und nach werden auch die anderen Br\u00fcder von ihren Schutzengeln hereingef\u00fchrt und schlafen in den goldenen Wiegen ein.<br \/>\nDie zw\u00f6lf Br\u00fcder schlafen dreihundert Jahre, bis zur Nacht der Geburt Christi.<br \/>\nIn dieser Nacht erwachen sie und sind mit dem Heiland auf Erden \u2013 sie werden die zw\u00f6lf Apostel genannt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3649,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[87,85],"tags":[],"class_list":["post-47","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gebr-grimm","category-maerchen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3657,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47\/revisions\/3657"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}