{"id":4377,"date":"2026-01-25T00:02:23","date_gmt":"2026-01-24T23:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=4377"},"modified":"2026-01-25T17:56:59","modified_gmt":"2026-01-25T16:56:59","slug":"der-arme-huetejunge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-arme-huetejunge\/","title":{"rendered":"Der arme H\u00fctejunge"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der arme H\u00fctejunge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Vor etwa zweihundert Jahren sa\u00df in einer Gastwirtschaft an der L\u00fcbecker Bucht in Boltenen einmal ein Bauer mit seinem Gesinde bei der abendlichen Mahlzeit, als pl\u00f6tzlich eine alte h\u00e4ssliche Frau in altmodischen Kleidern in die Stube trat. Sie erz\u00e4hlte, ihr sei ein Rad an ihrem Wagen zerbrochen, und bat den Bauern, es auszubessern. Aber den packte das Grauen, je mehr er die unheimliche Gestalt ansah. Auch sonst wollte sich niemand finden, der den Mut aufbrachte, mit nach drau\u00dfen zu gehen. Schlie\u00dflich trat der arme H\u00fctejunge vor und erbot sich, der Frau zu helfen. Da verspotteten die anderen den Knaben und schickten ihn mit der Alten. Anschlie\u00dfend konnte man h\u00f6ren, wie der Bauer und sein Gesinde lachten und die alte Frau und den H\u00fctejungen zum Teufel w\u00fcnschten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Gasthof war es sehr nebelig und der Junge fand eine seltsame Kutsche, die innen zu gl\u00fchen schien. Vorgespannt waren zw\u00f6lf Katzen. Bevor sich der Junge von seinem Staunen erholen konnte, reichte ihm die Alte eine Axt. Das war ein wirklich wunderbares Werkzeug! Jeder Schlag damit sa\u00df richtig. So war der Schaden bald behoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Frau in die Kutsche kletterte, rief sie dem H\u00fctejungen zu, er solle die Holzsp\u00e4ne mitnehmen. Darauf fuhr das seltsame Gef\u00e4hrt los und verschwand bald in der Ferne und mit ihr der Nebel. Der Bursche dachte an die Aufforderung und steckte die Sp\u00e4ne in die Tasche. Am anderen Tag waren sie pures Gold. Der Bauer und sein Gesinde starben bald darauf jedoch an einer unbekannten Krankheit. Der H\u00fctejunge war durch das Gold sehr reich geworden und wurde ein angesehener B\u00fcrger. Seine Hilfsbereitschaft stellte er bis in hohe Alter immer wieder unter Beweis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte Frau hat man nie wieder gesehen. Man kann aber noch heute nachts bei Nebel an der Boltenhagener K\u00fcste Katzengeschrei h\u00f6ren, und am Horizont gl\u00fchende Lichter beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Spende an INTERNET-MAERCHEN.DE &#8211; Damit es diese Seite noch lange gibt &#8211; Vielen Dank<br>Dieses M\u00e4rchen wurde mir von Adam Adelmann zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor etwa zweihundert Jahren sa\u00df in einer Gastwirtschaft an der L\u00fcbecker Bucht in Boltenen einmal ein Bauer mit seinem Gesinde bei der abendlichen Mahlzeit, als pl\u00f6tzlich eine alte h\u00e4ssliche Frau in altmodischen Kleidern in die Stube trat. Sie erz\u00e4hlte, ihr sei ein Rad an ihrem Wagen zerbrochen, und bat den Bauern, es auszubessern. Aber den packte das Grauen, je mehr er die unheimliche Gestalt ansah. Auch sonst wollte sich niemand finden, der den Mut aufbrachte, mit nach drau\u00dfen zu gehen. 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