{"id":339,"date":"2015-10-07T00:16:52","date_gmt":"2015-10-06T22:16:52","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=339"},"modified":"2026-01-24T02:41:23","modified_gmt":"2026-01-24T01:41:23","slug":"der-erbsenmillionaer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-erbsenmillionaer\/","title":{"rendered":"Der Erbsenmillion\u00e4r"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Es war einmal eine arme Frau, die hatte einen Sohn. Der fand eines Tages eine Kichererbse und sagte zu seiner Mutter: \u00bbWas soll ich mit dieser Erbse anfangen? Wir wollen sie einpflanzen, dass sie viele Erbsen erzeuge, und dann wollen wir diese Erbsen pflanzen, damit jede wieder viele Erbsen hervorbringe.\u00ab Dann \u00fcberlegte er: &gt;Wo soll ich denn alle diese Erbsen unterbringen, die ich bekommen werde?&lt; Und er ging zum K\u00f6nig und bat ihn, ihm Lagerr\u00e4ume f\u00fcr seine Erbsen zu geben. Er hatte aber immer nur die eine Erbse. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Als der K\u00f6nig geh\u00f6rt hatte, dass er reich w\u00e4re und viele Lagerr\u00e4ume w\u00fcnsche, um seine Erbsen unterzubringen, sagte er zu der K\u00f6nigin: \u00bbDer ist gut daf\u00fcr, dass wir ihm unsere Tochter zur Frau geben. \u00ab Er sagt also zu dem J\u00fcngling, er wollte ihn zu seinem Schwiegersohn machen. Vorher wollte er aber feststellen, ob er wirklich reich und gut gew\u00f6hnt sei. Er behielt ihn also bei sich, um ihn im Schlosse schlafen zu lassen. Man gab ihm ein Bett, das war gef\u00fcllt mit Hobelsp\u00e4nen. Als er sich schlafen legte, verlor er die Erbse und suchte sie die ganze Nacht; am Morgen fand er sie endlich. Den anderen Abend blieb er wieder im Palast. Man gab ihm jetzt ein sch\u00f6nes Bett mit Polstern; er verlor wieder seine Erbse, fand sie aber gleich wieder und schlief dann ein. Nun sagten sie dem K\u00f6nig, dass er die erste Nacht, als er auf den Hobelsp\u00e4nen lag, gar nicht geschlafen habe, aber am zweiten Abend, als er in dem sch\u00f6nen Bett lag, sei er eingeschlafen. Da sagte der K\u00f6nig zur K\u00f6nigin: \u00bbWir wollen ihm unsere Tochter geben, er ist wirklich vornehm.\u00ab Sie boten sie ihm zur Frau an, und er erkl\u00e4rte sich bereit, sie zu nehmen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Die Hochzeit wurde gefeiert, und die junge Frau sagte nun zu ihrem Mann: \u00bbF\u00fchre mich jetzt in dein Haus; du sagtest ja, dass du sch\u00f6ne H\u00e4user besitzest.\u00ab jener aber besa\u00df weiter nichts als die Erbse. Er weinte und jammerte nun, was er tun solle, da er nichts habe, wohin er die Prinzessin f\u00fchren k\u00f6nne. Schlie\u00dflich nahm er seine Flinte, ging aufs Feld, setzte sich dort hin und rief seufzend: \u00bb0 weh, meine Mira!\u00ab Da erschien auf einmal ein Mohr und sagte: \u00bbWas willst du? Was du willst, werde ich dir schaffen.\u00ab Da begann der zu erz\u00e4hlen: er sei mit einer Prinzessin verheiratet, der er gesagt habe, dass er reich sei, und er habe doch nur eine Erbse. \u00bbJetzt sagt sie zu mir, ich solle sie in mein Haus f\u00fchren, und ich habe doch keines. \u00ab Der Mohr versetzte: \u00bbNimm diese vierzig Schl\u00fcssel, und von dort an, wo du deinen Weg antrittst, werden alle Arbeiter in den Weinbergen dir geh\u00f6ren. In einem Jahr wirst du Herr dieses Schlosses sein. Zu diesem Zeitpunkt passe gut auf: ich werde wiederkommen und dir zw\u00f6lf R\u00e4tsel aufgeben, und wenn du sie l\u00f6st, wird das Schloss dir geh\u00f6ren; wenn nicht, fresse ich dich auf.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Mann nahm also die Schl\u00fcssel und f\u00fchrte seine Frau in das Schloss; dies war sch\u00f6ner als das des K\u00f6nigs und alle Zimmer voll Geld. Er aber gab das Geld den Armen, und bis das Jahr um war, hatte er keine Pendara mehr, weil er alles verteilt hatte. Es kam der Abend, wo er den Mohren erwartete. Diesen Abend erschien ein alter Mann bei ihm und bettelte um Geld, weil er arm sei. jener antwortete: \u00bbIch habe nichts mehr, Alter, ich habe alles verteilt.\u00ab Der Greis erwiderte: \u00bbSo lass mich wenigstens hier schlafen!\u00ab Der wollte es erst nicht, weil er f\u00fcrchtete, dass der Schwarze auch den Alten fressen w\u00fcrde. Aber der Greis versetzte: \u00bbLass mich nur hier schlafen, mein Sohn, und gehe auch du schlafen mit deiner Frau und f\u00fcrchte dich nicht!\u00ab Um Mitternacht kam also der Mohr und rief ihn heraus. Der Greis antwortete statt seiner: \u00bbHolla, du da drau\u00dfen!\u00ab Der Mohr fragte: \u00bbBist du bereit, die zw\u00f6lf R\u00e4tsel zu h\u00f6ren?\u00ab Der Greis antwortete: \u00bbSage sie!\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Mohr begann: \u00bbWas bedeutet die Eins?\u00ab Der Greis antwortet: <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbEiner ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Zwei?\u00ab &#8211; \u00bbZwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Drei?\u00ab &#8211; \u00bbDreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Vier?\u00ab &#8211; \u00bbViereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die F\u00fcnf?\u00ab &#8211; \u00bbF\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Sechs?\u00ab &#8211; \u00bbSechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Sieben?\u00ab &#8211; \u00bbAus sieben Jungfrauen besteht der Reigen; sechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Acht?\u00ab &#8211; \u00bbAcht F\u00fc\u00dfe hat der Polyp; aus sieben Jungfrauen besteht der Reigen; sechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Neun?\u00ab &#8211; \u00bbIn neun Monaten wird das Kind geboren; acht F\u00fc\u00dfe hat der Polyp; aus sieben Jungfrauen besteht der Reigen; sechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Zehn?\u00ab &#8211; \u00bbZehn Zehen hat das Schwein; in neun Monaten wird das Kind geboren; acht F\u00fc\u00dfe hat der Polyp; aus sieben Jungfrauen besteht der Reigen; sechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbWas bedeutet die Elf?\u00ab &#8211; \u00bbUm elf Uhr h\u00f6ren die Leute mit S\u00e4en auf; zehn Zehen hat das Schwein; in neun Monaten wird das Kind geboren; acht F\u00fc\u00dfe hat der Polyp; aus sieben Jungfrauen besteht der Reigen; sechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">&#8222;Was bedeutet die Zw\u00f6lf?\u00ab &#8211; \u00bbZw\u00f6lf Monate hat das Jahr; um elf Uhr h\u00f6ren die Leute mit S\u00e4en auf; zehn Zehen hat das Schwein; in neun Monaten wird das Kind geboren; acht F\u00fc\u00dfe hat der Polyp; aus sieben Jungfrauen besteht der Reigen; sechs Sterne haben die Plejaden; f\u00fcnf Finger hat die Hand; viereckig ist das Kreuz; dreigestaltig ist die Gottheit; zwei H\u00f6rner hat der Teufel, und einer ist Gott.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Als der Alte diese R\u00e4tsel gel\u00f6st hatte, sagte der Mohr zu ihm: \u00bbDu hast gesiegt. Was willst du jetzt?\u00ab &#8211; \u00bbIch m\u00f6chte, dass du dreizehn Meilen weit gehst und zerplatzest.\u00ab Da verschwand jener, der Greis aber weckte den J\u00fcngling und seine Frau und sagte zu ihnen: \u00bbJetzt f\u00fcrchtet euch nicht mehr. Alles, was jenem Mohren geh\u00f6rt hat, geh\u00f6rt jetzt euch.\u00ab Damit ging der Greis von dannen, und jene lebten gl\u00fccklich und wir noch gl\u00fccklicher.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[85,133],"tags":[],"class_list":["post-339","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maerchen","category-maerchen-weltweit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=339"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/339\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":340,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/339\/revisions\/340"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}