{"id":285,"date":"2015-10-06T22:59:52","date_gmt":"2015-10-06T20:59:52","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=285"},"modified":"2026-01-24T02:20:54","modified_gmt":"2026-01-24T01:20:54","slug":"die-drei-wunder-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-drei-wunder-der-welt\/","title":{"rendered":"Die drei Wunder der Welt"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Es war einmal ein K\u00f6nig, der hatte drei S\u00f6hne. Als er alt und krank wurde, erkl\u00e4rten ihm die \u00c4rzte, er k\u00f6nne nur genesen, wenn jemand ihm die drei Wunder der Welt herbeischaffe. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der \u00e4lteste Sohn sagte: \u00bbVater, lass mich es versuchen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und der Vater antwortete: \u00bbNein, Sohn, das kann nicht sein. Du bist derjenige, der einmal die Krone erben wird.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der junge Mann gab aber so lange keine Ruhe, bis der Vater einwilligte und er sich auf die Suche begeben konnte. Als der \u00e4lteste Sohn nach den drei Wundem der Welt ausschaute, kam er an einer H\u00f6hle vorbei, in der wohnten Diebe; die griffen sich ihn, zerrten ihn in die H\u00f6hle und hielten ihn dort gefangen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Als nun der \u00c4lteste nach ziemlich langer Zeit noch nicht heimgekehrt war, sagte der N\u00e4chste: \u00bbVater, mein Bruder kommt nicht zur\u00fcck. Lasst mich ziehen und schauen, ob ich ihn finden und f\u00fcr Euch die drei Wunder der Welt mitbringen kann. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Vater sagte: \u00bbNein, mein Sohn, das kann nicht sein. Da dein Bruder nicht heimgekehrt ist, bist du derjenige, der einmal das Reich regieren wird.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Aber der Mittlere bettelte so lange, bis der Vater auch ihm schlie\u00dflich erlaubte, in die weite Welt zu ziehen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er sah sich hier und da um. Aber dann geschah mit ihm dasselbe wie mit dem \u00c4ltesten. Er kam zu eben dieser H\u00f6hle. Die Diebe griffen sich ihn und zerrten ihn hinein, und er traf seinen Bruder, den sie dort schon gefangen hielten. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">So manches Jahr ging ins Land. Die beiden \u00e4ltesten Prinzen waren immer noch nicht heimgekehrt, da trat der j\u00fcngste vor den Vater hin und sprach: \u00bbVater, meine beiden Br\u00fcder sind verschollen. Erlaubt mir, dass ich nach ihnen suche und schaue, ob ich nicht f\u00fcr Euch die drei Wunder der Welt finde. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbUnm\u00f6glich\u00ab, antwortete ihm der Vater. \u00bbJetzt, da du es bist, der die Krone erben wird, lasse ich dich nicht in die weite Welt ziehen. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der j\u00fcngste bat und bettelte. Er sagte, K\u00f6nig k\u00f6nne er immer noch werden, wenn seine Br\u00fcder nicht heimk\u00e4men und der Vater an seiner Krankheit sterben werde. F\u00fcr einen angehenden K\u00f6nig sei es gewiss von Nutzen, wenn er zuvor viel von der Welt gesehen habe. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Dagegen lie\u00df sich schwer etwas einwenden, und also lie\u00df der Vater am Ende auch den J\u00fcngsten ziehen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er wanderte lange, ehe er eine H\u00f6hle erreichte, das war die H\u00f6hle der Luft. Eine alte Frau kam heraus. Das war die Mutter der Luft, und sie sprach zu ihm: \u00bbSag mir, wer hat dich diesen Weg geschickt?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er antwortete: \u00bbIch bin auf der Suche nach den drei Wundern der Welt. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und die alte Frau rief: \u00bbSohn, da kommt der, welcher die drei Wunder der Welt sucht, um seinen Vater zu heilen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und die Luft sprach: \u00bbIch kann ihm dabei nicht helfen. E soll weiter ziehen. Nur mein Bruder, der Sonnenmann, dessen Strahlen \u00fcberall hinreichen, kann so etwas wissen. Er soll meinem Bruder, dem Sonnenmann, sagen, ich h\u00e4tte ihn geschickt, und er m\u00f6ge ihm doch bitte helfen, die drei Wunder der Welt zu finden. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Am n\u00e4chsten Tag brach der junge zur H\u00f6hle der Sonne auf. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Nachdem er viele Tage und N\u00e4chte gelaufen war, erreichte er diesen Ort und bat um ein Nachtquartier. Da kam wie der eine alte Frau heraus und sprach zu ihm: \u00bbWer hat dich diesen Weg geschickt?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und er antwortete. \u00bbIch bin ausgezogen, um die drei Wunder der Welt zu finden und um meinen Vater wieder gesund zu machen. Und bei der Luft war ich schon. Dort hie\u00df es, der Sonnenmann solle mir den Weg weisen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da hie\u00df ihn die alte Frau, sich in einer Kiste verbergen, und sprach zu ihm: \u00bbBleib da drinnen, denn sonst w\u00fcrde mein Sohn, der Sonnenmann, dich versengen. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Dann kam der Sonnenmann und sprach: \u00bbEs riecht nach Menschenfleisch. Wo ist der Fremdling, damit ich ihn verbrennen kann?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbSohn\u00ab, sagte die alte Frau, \u00bber ist ein armer junge, der die drei Wunder der Welt sucht. Er ist von deinem Bruder, der Luft, hergeschickt worden ist. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Darauf erwiderte der Sonnenmann: \u00bbDann soll er hervorkommen, denn ich kann ihm auch nicht helfen. Den Weg zu den drei Wundern der Welt kann ihm nur meine Schwester weisen. Er soll weiterziehen und ihr sagen, dass ich ihn geschickt habe.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Am n\u00e4chsten Tag brach der junge zur Suche nach der H\u00f6hle der Mondfrau auf. Er reiste durch viele K\u00f6nigreiche, ohne dass er zu ihr gelangte, aber schlie\u00dflich kam er nach vielen Tagen und den N\u00e4chten, die dazu geh\u00f6ren, doch an der H\u00f6hle der Mondfrau an. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Eine alte Frau trat heraus und sagte: \u00bbNenn mir jene, die dich hierher geschickt haben?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er sagte: \u00bbIch bin gekommen, um die drei Wunder der Welt zu suchen, die meinen Vater heilen k\u00f6nnen. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da sprach die alte Frau: \u00bbGut, aber versteck dich dort in der Ecke, denn wenn meine Tochter, die Mondfrau, kommt und dich hier findet, w\u00fcrde sie dich verschlingen. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Die Mondfrau kam leuchtend \u00fcber den Himmel und rief: \u00bbHier riecht es nach Menschenfleisch. Wo ist das Menschenkind? Ich will es verschlingen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Die alte Frau aber sprach: \u00bbNicht doch, Tochter. Es ist doch nur ein armer junge, den dein Bruder, die Sonne, geschickt hat. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und die Mondfrau sagte: \u00bbWenn das so ist, wenn er nach den drei Wundern der Welt sucht, um seinen Vater zu heilen, dann soll er hervorkommen. Nur, mein Bruder, der K\u00f6nig der V\u00f6gel, kann ihm verschaffen, wonach er sucht. Er zieht st\u00e4ndig durch die Welt. Der junge soll zu ihm gehen und ihm sagen, dass ich ihn geschickt habe.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Also brach der junge am n\u00e4chsten Tag wieder auf, er lief und lief, bis er zu der H\u00f6hle kam, in der der K\u00f6nig der V\u00f6gel lebte. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Als eine alte Frau heraustrat, sprach sie: \u00bbSage mir, wer dich geschickt hat? \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Darauf er: \u00bb Die Mondfrau schickt mich. Ich komme, um nach den drei Wundern der Welt zu suchen, damit will ich meinen Vater heilen, der schon lange schwer krank ist. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und die alte Frau antwortete ihm: \u00bbStell dich dort in die Ecke, denn wenn mein Sohn, der K\u00f6nig der V\u00f6gel, heimkommt und dich hier findet, wird er dich zum Abendessen fressen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der K\u00f6nig der V\u00f6gel kam und rief gleich: \u00bbHier riecht es nach Menschenfleisch. Wo steckt das Menschenkind? Ich will es zum Abendessen verspeisen. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbNicht doch, Sohn\u00ab, sagte die alte Frau, \u00bbes ist doch nur ein armer Junge, den uns deine Schwester, die Mondfrau, geschickt hat, weil er nach den drei Wundern der Welt sucht.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbDann soll er wieder gehen, denn ich kann sie ihm auch nicht verschaffen\u00ab, sagte der K\u00f6nig der V\u00f6gel, \u00bbdererlei wissen nur meine Untertanen, die \u00fcberall herumkommen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Dann gingen sie alle schlafen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Am n\u00e4chsten Tag, sehr zeitig, wurde der junge geweckt, und der K\u00f6nig der V\u00f6gel sagte: \u00bbIch werde jetzt ein paar V\u00f6gel von jeder Art rufen. Du stelle dich mitten unter sie und frage sie, wo du die Wunder der Welt finden kannst. Du musst zu ihnen sagen: &gt;Ihr kleinen V\u00f6gel, die ihr auf der Welt \u00fcberall hinkommt, k\u00f6nnt ihr mir bitte sagen, wo die drei Wunder der Welt zu finden sind?&lt; Wenn du das dreimal gesagt hast, und sie antworten nicht darauf, dann wissen sie es auch nicht.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Alle V\u00f6gel, die der K\u00f6nig gerufen hatte, kamen. Der Junge stellte sich unter sie und fragte dann dreimal: \u00bbIhr V\u00f6gel, die ihr \u00fcberall hinfliegt, sagt mir, wisst ihr, wo ich die drei Wunder der Welt finden kann?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Keiner der V\u00f6gel antwortete, denn sie wussten es nicht. Der lahmende Adler war noch nicht da. Als er endlich eintraf, fragte ihn der K\u00f6nig der V\u00f6gel: \u00bbKleiner Adler, warum hat es bei dir so lange gedauert?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und der Adler sprach: \u00bbWeil ich von den drei Wundern der Welt gefressen habe.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da sagte der K\u00f6nig der V\u00f6gel zu dem Jungen: \u00bbHier kommt endlich einer, der dir den Weg zu den drei Wundern der Welt weisen kann. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und er fragte den lahmenden Adler: \u00bbTraust du dir zu, diesen jungen dorthin zu bringen, wo er die drei Wunder der Welt finden kann?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der junge stieg auf den R\u00fccken des Adlers, und auf der anderen Seite des Meeres setzte der Vogel den jungen auf den Weg zu einem Schloss ab und sprach zu ihm: \u00bbIn diesem Schloss wirst du die drei Wunder der Welt finden. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der junge brach allein in Richtung auf das Schloss auf. Er wanderte dahin, bis er an ein kleines Haus kam. Er klopfte an die T\u00fcr, eine Frau kam heraus und fragte, was er wolle. Als der Junge ihr sagte, er suche ein Nachtlager und sei im \u00fcbrigen auf der Suche nach den drei Wundern der Welt, sagte ihm die Frau: \u00bbEine gute Unterkunft findest du hier schon, aber die Sache hat einen Haken.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbUnd der w\u00e4re? \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00bbVor drei Tagen ist mein Mann gestorben. Die Leiche liegt immer noch unter der Treppe. Ich habe nicht die f\u00fcnf Duros, um die Beerdigung zu bezahlen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da sagte der junge: \u00bbHier hast du zweihundert Reales, das wird f\u00fcr ein ordentliches Begr\u00e4bnis reichen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Also wurde der Mann begraben, der junge kam zu einem Nachtlager, und am n\u00e4chsten Tag schlug er den Weg zum Schloss ein. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Als er nun endlich am Schlosstor ankam, strich ein Fuchs heran und sagte zu ihm: \u00bbSchau in die gro\u00dfe Halle. Dort findest du einen Vogel, einen K\u00e4fig, eine Frau und Kleider. In einem Stall etwas weiter entfernt steht ein Pferd. Nimm von all diesen Dingen nur eines. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der junge betrat ganz gl\u00fccklich die Halle und sah, dass der Fuchs ihn nicht get\u00e4uscht hatte. Er wollte den Vogel nehmen und den K\u00e4fig stehen lassen, da begann der K\u00e4fig zu sprechen und sagte zu ihm: \u00bbWas willst du mit einem Vogel ohne einen K\u00e4fig?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er rannte also mit K\u00e4fig und Vogel davon, doch ein Riese, der das Schloss bewachte, wurde auf ihn aufmerksam und rief: \u00bbAchtung und Alarm. Hier ist einer, der die drei Wunder der Welt stehlen will. \u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da kamen Soldaten, ergriffen den jungen und warfen ihn in ein Verlie\u00df; sie schlugen ihn und trieben L\u00f6wen in den Raum, damit sie ihn auffressen. Als er nun dort sa\u00df, kam wieder der Fuchs und sprach: \u00bbHabe ich dir nicht gesagt, du solltest von den Dingen nur eines nehmen? Denke daran, ich kann dir nur dreimal helfen, dann aber nicht mehr.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er half ihm aus dem Kerker und sagte ihm, er solle diesmal unbedingt so verfahren, wie er es ihm geraten habe. Der junge kam wieder zur\u00fcck ins Schloss und wollte die Frau mitnehmen, die aber sagte: \u00bbWillst du mich ohne Kleider hier fortholen?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da griff er sich auch die Kleider, aber als er durch die T\u00fcr hinauswollte, stand da wieder der Riese und br\u00fcllte, wie er schon zuvor gebr\u00fcllt hatte: \u00bbAchtung und Alarm. jemand will uns die Wunder der Welt stehlen.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Und wieder ergriffen die Wachen den jungen. Sie verpr\u00fcgelten ihn, warfen ihn in den Kerker und trieben die L\u00f6wen herein. Wieder erschien das F\u00fcchslein und sagte: \u00bbNun kann ich dir nur noch einmal helfen. Geh jetzt in, den Stall und nimm das Pferd, aber nicht den Sattel.\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Junge tat wie ihm gehei\u00dfen, und der Sattel sprach: \u00bbWarum nimmst du das Pferd und l\u00e4sst mich zur\u00fcck?\u00ab <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Er f\u00fchrte das Pferd ungesattelt hinaus, und drau\u00dfen standen schon der K\u00e4fig mit dem Vogel und die Frau in ihren Kleidern. Und er ritt mit dem Pferd, der Frau und dem Vogel davon, und dies waren die Wunder der Welt. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Auf der Stra\u00dfe heimw\u00e4rts traf er seine beiden Br\u00fcder. Als sie sahen, dass er die drei Wunder der Welt bei sich trug, nahmen sie sie ihm fort und lie\u00dfen ihnen mutterseelenallein zur\u00fcck. Sie gingen zu ihrem Vater, gaben ihm die drei Wunder, und er wurde geheilt. Der Vater fragte sie, ob sie etwas von ihrem j\u00fcngeren Bruder geh\u00f6rt h\u00e4tten. Da erwiderten sie, nachdem, was ihnen zu Ohren gekommen sei, treibe er sich in der Welt herum, stehle und t\u00f6te. Der Vater gab Befehl, ihn zu fangen und ihn heimzubringen, lebendig oder tot. Man fand ihn. Aber daheim wurde er gleich in den Kerker geworfen, und da die Br\u00fcder behaupteten, er sei ein Dieb und ein M\u00f6rder, sollte er geh\u00e4ngt werden. Da zeigte sich das F\u00fcchslein in der Gestalt eines Mannes und kl\u00e4rte den K\u00f6nig dar\u00fcber auf, wer tats\u00e4chlich die drei Wunder der Welt gefunden hatte. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Da erz\u00e4hlte der j\u00fcngste Sohn dem Vater, was er alles erlebt hatte, wie die beiden anderen Br\u00fcder ihn auf der Landstra\u00dfe getroffen und ihm die drei Wunder fortgenommen h\u00e4tten. Der Fuchs, der in Menschengestalt erschienen war, erkl\u00e4rte, er sei jener Tote, dessen Frau der j\u00fcngste Sohn das Geld f\u00fcr das Begr\u00e4bnis gegeben habe. Da der junge ihm geholfen habe, in der Erde seine Ruhe zu finden, sei er ihm in der Not auch zu Hilfe gekommen. Nun aber d\u00fcrfe er nicht l\u00e4nger auf der Erde verweilen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Kaum hatte er das gesagt, war er auf der Stelle verschwunden. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Der Vater sagte seinem j\u00fcngsten, er werde seine beiden \u00e4lteren Br\u00fcder enterben, denn es hatte sich ja erwiesen, dass sie b\u00f6se waren und L\u00fcgner dazu. Und also bekam der j\u00fcngste die Krone und das Reich. Die Frau, die er aus dem Zauberschloss mitgebracht hatte, heiratete er. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Sie wurden gl\u00fccklich, und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[85,133],"tags":[],"class_list":["post-285","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maerchen","category-maerchen-weltweit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":286,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285\/revisions\/286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}