{"id":277,"date":"2015-10-06T22:48:31","date_gmt":"2015-10-06T20:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=277"},"modified":"2026-01-24T02:17:36","modified_gmt":"2026-01-24T01:17:36","slug":"die-drei-kostbarkeiten-des-koenigs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-drei-kostbarkeiten-des-koenigs\/","title":{"rendered":"Die drei Kostbarkeiten des K\u00f6nigs"},"content":{"rendered":"<p>Neuisl\u00e4ndisches Volksm\u00e4rchen<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Ein K\u00f6nigspaar hat drei S\u00f6hne. Die beiden \u00e4lteren gehen jeden Tag bei sch\u00f6nem Wetter in den Wald, aber den j\u00fcngsten Bruder, der Lupus hie\u00df, wollen sie nie mitnehmen. Eines Tages bittet er sie jedoch so lange, bis er sie endlich begleiten darf. Als sie eine Weile im Wald gewesen sind, \u00fcberf\u00e4llt sie ein dichter Nebel. Sie gehen weiter und weiter, wissen aber nicht, wohin sie schlie\u00dflich gelangen werden. Lupus, der vorangeht, lacht in einem fort. Die Br\u00fcder werden dar\u00fcber b\u00f6se und sagen, sie w\u00fcrden ihn von nun an nie wieder in den Wald mitnehmen. Lupus fragt sie darauf, ob sie denn w\u00fcssten, wo sie die Nacht zubringen w\u00fcrden. Nat\u00fcrlich daheim im Schlosse, meinen die anderen. Lupus sagt ihnen aber voraus, dass sie in der Nacht bei vier Riesinnen schlafen w\u00fcrden. \u2013 In weiter Ferne sehen sie Licht schimmern. Sie gehen darauf zu und kommen an eine H\u00f6hle, in deren Eingang eine Riesin steht. Sie l\u00e4dt die \u00e4lteren K\u00f6nigss\u00f6hne ein, die Nacht drinnen zuzubringen, von Lupus will sie aber nichts wissen. Nur auf die besondere F\u00fcrbitte seiner Br\u00fcder darf er schlie\u00dflich auch hereinkommen, wird aber die ganze Zeit hindurch schlecht behandelt. Wie es Schlafenszeit ist, sollen die beiden \u00e4lteren K\u00f6nigss\u00f6hne bei den beiden \u00e4lteren Riesent\u00f6chtern schlafen, die Mutter legt sich zur j\u00fcngsten Tochter ins Bett, und Lupus kann zusehen, wie er auf dem Boden ein Lager findet. Alle legen sich nun zur Ruhe.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Verdana;\">Nach einer Weile macht Lupus L\u00e4rm, so dass die Alte wieder wach wird und ihn zu t\u00f6ten droht, wenn er nicht still sei. Eine kurze Zeit bleibt Lupus ruhig, dann beginnt er den L\u00e4rm aufs Neue. Auch jetzt erwacht wieder die Alte und schreckt ihn mit der gleichen Drohung. Wie Lupus nun zum dritten Male laut und unruhig wird, h\u00f6rt ihn niemand mehr, denn alle sind fest eingeschlafen. Nun steht er auf, weckt seine Br\u00fcder und sagt, ob sie sich denn nicht sch\u00e4mten, wie die Schweine bei den Riesinnen zu schlafen. Jetzt w\u00e4re es Zeit zu entfliehen. Mit diesen Worten t\u00f6tet er die beiden Schlafgef\u00e4hrtinnen seiner Br\u00fcder und sticht die \u00fcbrigen mit einem Schlafdorne. Dann macht er sich mit seinen Br\u00fcdern auf den Weg, bis er in ein K\u00f6nigreich gelangt. Hier haben die beiden \u00e4lteren Prinzen die Felder zu bestellen, w\u00e4hrend Lupus gemeinsam mit einem missgestalteten Wesen den Garten besorgen muss. Herrau\u00f0ur hie\u00df der Minister des K\u00f6nigs. Einst tritt dieser vor seinen Herrn und sagt, dass der Garten, der vorher unter dem Ungeheuer schon so schlecht gediehen sei, jetzt unter Lupus noch viel mehr verk\u00fcmmere. Der K\u00f6nig solle sehen, dass er den Burschen bald wieder los w\u00fcrde, und deshalb solle er ihm auftragen, ihm den Lichtstein wiederzubringen, den er vor drei Jahren verloren habe. Der K\u00f6nig folgt dem Rate seines Ministers. Lupus geht zu seinem Ungeheuer und fragt dieses um Rat. Dann macht er sich auf und schleicht sich am Abend an die H\u00f6hle derselben Riesin, deren T\u00f6chter er einst ermordete. Wie er zum K\u00fcchenfenster hineinsieht, h\u00f6rt er, dass der Alten das Wasser mangelt, und dass ihre Tochter nun gehen soll, um Wasser zu holen. Doch die will es nur tun, wenn die Mutter ihr den Lichtstein mitgebe, den Herrau\u00f0ur einst dem K\u00f6nige gestohlen und ihnen anvertraut habe. Nach langem Str\u00e4uben gibt die Alte den Stein heraus, und das M\u00e4dchen macht sich auf den Weg. Als sie zur Quelle niedersteigt, legt sie den Stein so lange beiseite. Nun nimmt ihn Lupus fort und bringt ihn sogleich dem K\u00f6nige. \u2013 \u2013 Auf Anstiften Herrau\u00f0urs soll jetzt Lupus den gestohlenen Goldring wiederschaffen. Auch hierf\u00fcr wei\u00df das Ungeheuer guten Rat. Das Kleinod ist gleichfalls von Herrau\u00f0ur nach dem Diebstahl bei den Riesinnen versteckt worden. Lupus verwandelt sich in ein kleines Kind und beginnt vor den Fenstern der H\u00f6hle zu schreien. Die Riesentochter wird dadurch auf ihn aufmerksam, findet ihn und beschlie\u00dft, den kleinen Knaben aufzuziehen, um ihn sp\u00e4ter zu heiraten. Die Mutter widersetzt sich zwar dem Plane und m\u00f6chte das Kind lieber t\u00f6ten, doch die Tochter bekommt schlie\u00dflich ihren Willen. Lupus wird nun in die H\u00f6hle genommen und in eine Wiege gelegt. Doch er schreit unaufh\u00f6rlich und will sich auf keine Weise zufrieden geben, bis man ihm endlich den Goldring zur Beruhigung gibt. Nun l\u00e4chelt er, spielt mit dem Ringe und ist ganz still. Von dem langen Wachen sind die Riesinnen \u00fcberm\u00fcdet, so dass sie fest einschlafen \u2013 Lupus aber macht sich schnell davon und bringt dem K\u00f6nige den Ring. \u2013 \u2013 Jetzt soll Lupus noch ein Goldgewand wiederfinden, das auf die gleich unerkl\u00e4rliche Weise dem K\u00f6nige einst abhanden kam. Auch dies hat nach Aussage des Ungeheuers der ungetreue Herrau\u00f0ur einst gestohlen und den Riesinnen zum Aufbewahren gegeben. Lupus macht sich nun ganz mager und wankt auf zwei Kr\u00fccken zur H\u00f6hle der Riesinnen. Wie er zu ihnen kommt, erkennen sie ihn sogleich und wissen auch, dass er einst zwei von ihnen t\u00f6tete und ihnen den Lichtstein und den Goldring stahl. Zur Strafe solle er aber jetzt auch geschlachtet und gegessen werden. Doch er ist noch allzu mager. Deshalb wird Lupus zwei Monate von ihnen gefangen gehalten und ordentlich genudelt. Um zu erproben, ob er fetter geworden ist, muss er immer einen Finger herausstrecken, und in diesen beisst dann die Riesentochter hinein. Endlich scheint er zum Mahle geeignet. Die Mutter geht wie gew\u00f6hnlich in den Wald, w\u00e4hrend die Tochter zu Hause bleibt, um den Burschen zu schlachten und zuzubereiten. Sie l\u00e4sst ihn zu dem Zwecke aus seinem Gef\u00e4ngnisse heraus. Lupus erkl\u00e4rt, mit seinem Tode einverstanden zu sein, nur m\u00f6chte er vorher noch gar zu gern die H\u00f6hle und all ihre Kostbarkeiten betrachten. Gutm\u00fctig erf\u00fcllt das M\u00e4dchen seine Bitte. Sie gelangen bei dieser Gelegenheit auch in ein Zimmer, das durch eine Eisent\u00fcre abgeschlossen ist. In diesem Raume steht nur eine gro\u00dfe Kiste. Wie die Riesin diese aufschlie\u00dft, sieht Lupus das Goldgewand und einen Papiersack. In diesem letzteren liegen die beiden Lebenseier der Riesinnen. Neugierig fragt er, wo denn das Lebensei des M\u00e4dchens sei. Sie zeigt es ihm, und er nimmt es in die Hand, als wenn er es betrachten wolle. Im gleichen Augenblick zerschl\u00e4gt er es dann auf ihrer Nase, so dass sie tot zu? Boden f\u00e4llt. Dann zieht er ihre Kleider an, zerschneidet und kocht sie. Wie die Alte nach Hause kommt, wird auch sie durch ihr Lebensei get\u00f6tet. Lupus verbrennt die Leichen, nimmt alle Sch\u00e4tze und auch das Goldgewand aus der H\u00f6hle mit sich und kehrt zum K\u00f6nig zur\u00fcck. Hier darf er sich zum Lohne f\u00fcr seine Dienste eine Gnade ausw\u00e4hlen. Auf seine Bitte wird nun der Minister Herrau\u00f0ur gezwungen, seine Lebensgeschichte zu beichten. Zuerst versucht er zwar zu l\u00fcgen, aber schlie\u00dflich muss er gestehen, dass er ein Riesensohn sei, der seine Eltern und drei Schwestern get\u00f6tet habe. Der vierten Schwester, die in einer H\u00f6hle lebte, habe er die drei von ihm gestohlenen Kleinodien, den Lichtstein, den Goldring und das Goldgewand zum Aufbewahren gegeben. Die einzige Tochter des K\u00f6nigs, Ingibj\u00f6rg, habe er w\u00e4hrend dessen Abwesenheit durchaus heiraten wollen. Da sie sich ihm widersetzt h\u00e4tte, so sei sie von ihm in das scheu\u00dfliche Ungeheuer verwandelt worden, das den Gem\u00fcsegarten jetzt besorge. Seine Absicht sei nun gewesen, den K\u00f6nig zu ermorden und das M\u00e4dchen auch wider ihren Willen zur Frau zu nehmen. \u2013 Herrau\u00f0ur wird nun gezwungen, die K\u00f6nigstochter wieder zu entzaubern. Dann wird er verbrannt, w\u00e4hrend Lupus und Ingibj\u00f6rg miteinander Hochzeit halten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuisl\u00e4ndisches Volksm\u00e4rchen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[85,184,133],"tags":[],"class_list":["post-277","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maerchen","category-neuislaensisches-volksmaerchen","category-maerchen-weltweit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=277"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":278,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277\/revisions\/278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=277"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=277"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=277"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}