{"id":2615,"date":"2025-12-07T23:51:31","date_gmt":"2025-12-07T22:51:31","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=2615"},"modified":"2026-04-24T18:15:12","modified_gmt":"2026-04-24T16:15:12","slug":"die-bescherung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-bescherung-2\/","title":{"rendered":"Die Bescherung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Die Bescherung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Der Weihnachtsmann putzte seine gro\u00dfen schwarzen Stiefel so blank, dass sich sein l\u00e4chelndes Gesicht darin spiegelte. \u201eHeiligabend muss ich sehr gut aussehen\u201c, sagte der Weihnachtsmann. \u201eAuch wenn ich am Weihnachtstag ganz mit Ru\u00df beschmiert bin.\u201c Er zog sich die Stiefel und den roten Mantel an. \u201eLos geht\u2019s\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Gr\u00fcn war sein Helfer. Er war gro\u00df und d\u00fcnn und trug ein Gewand aus Stechpalmenbl\u00e4ttern. Herr Gr\u00fcn suchte seinen Hut. Wo war der nur? Er hob Schneefl\u00f6ckchen, die Katze, hoch. Da war sein Hut! Schnell b\u00fcrstete er ihn und setzte ihn auf. \u201eLos geht\u2019s!\u201c sagte Herr Gr\u00fcn.<\/p>\n\n\n\n<p>Drau\u00dfen warfen die Rentiere die K\u00f6pfe hin und her und stampften mit den Hufen. Sie konnten es nicht erwarten! So aufregend war es in keiner anderen Nacht. Der Weihnachtsmann und Herr Gr\u00fcn beluden den Schlitten mit Spielzeug. Bald war der Schlitten vollgepackt. \u201eLos geht\u2019s!\u201c sagten alle.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Gr\u00fcn sa\u00df neben dem Weihnachtsmann und sah auf die Karte. Endlich sch\u00fcttelte der Weihnachtsmann die Z\u00fcgel, und der Schlitten erhob sich in die Nacht. Es war Vollmond, die Sterne blinkten hell am Himmel. \u201eEin richtiger Heiligabend\u201c, sagte der Weihnachtsmann. Die Rentiere nickten, und die Schlittengl\u00f6ckchen klingelten in der eisigen Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald erreichten sie das erste Haus. Der Weihnachtsmann kletterte den Schornstein hinunter. Er lass den Wunschzettel, der am Kamin hing. \u201eAnna w\u00fcnscht sich einen Teddy und eine Uhr\u201c, rief er den Schacht hinauf. Herr Gr\u00fcn suchte in den S\u00e4cken und fand die richtigen Geschenke. Er reichte sie hinunter, und der Weihnachtsmann steckte alles in die Str\u00fcmpfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Weihnachtsmann Peters Schornstein hinabkletterte, fiel er in einen riesigen Sack, der vor den Kamin gespannt war. \u201eNanu!\u201c rief der Weihnachtsmann \u00fcberrascht. Er strampelte sich frei und verwickelte sich dabei in die l\u00e4ngste Wunschliste, die er je gesehen hatte. \u201eNa, so ein gieriger Junge\u201c, sagte er. \u201eWenn ich ihm alle W\u00fcnsche erf\u00fclle, bekommen andere Kinder gar nichts.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGib mir mal den Sack\u201c, sagte Herr Gr\u00fcn. Er fand ein N\u00e4hk\u00e4stchen und machte sich ans Werk. Schnipp, schnapp, machte die Schere. Rein und raus ging die Nadel. Endlich hielt Herr Gr\u00fcn einen winzigen Strumpf hoch, den er aus dem riesigen Sack geschnitten hatte. \u201eDer ist bestimmt gerade gro\u00df genug f\u00fcr ein einziges Geschenk\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann landete der Schlitten auf einem krummen H\u00e4uschen. Die T\u00fcr bog sich in eine Richtung, das Fenster in die andere. Sogar der Schornstein war verdreht, so wie ein Korkenzieher. Bevor der Weihnachtsmann hinunterging, holte er tief Luft. Doch schon bald steckte er fest. \u201eHilfe! Hilfe!\u201c schrie er.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Gr\u00fcn zog. Die Rentiere zogen. Wie einen Korken zogen sie den Weihnachtsmann heraus. \u201eWas sollen wir tun?\u201c fragte er. Herr Gr\u00fcn holte eine Angelrute vom Schlitten. Er warf die Schnur den Schornstein hinab, dann fischte er einen gelben Strumpf heraus. \u201ePaul w\u00fcnscht sich eine Uhr\u201c, sagte Herr Gr\u00fcn. Der Weihnachtsmann f\u00fcllte den Strumpf und lie\u00df ihn hinunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es durch die Nacht, von einem Kamin zum n\u00e4chsten, von Strumpf zu Strumpf. Endlich kamen sie zum letzten Haus. Da wohnten die Zwillinge Karin und Jan. Herr Gr\u00fcn suchte zwischen den S\u00e4cken. \u201eWeihnachtsmann\u201c, rief Herr Gr\u00fcn den Schornstein hinunter, \u201edie Geschenke sind leider ausgegangen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weihnachtsmann half suchen. \u201eDas gibt es doch gar nicht!\u201c sagte er. \u201eDem Weihnachtsmann d\u00fcrfen die Geschenke nicht ausgehen. Herr Gr\u00fcn, was sollen wir machen? Karin und Jan finden morgen nichts im Strumpf.\u201c Beide setzten sich auf das Dach und dachten angestrengt nach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas w\u00fcnschen sich die Zwillinge denn?\u201c fragte Herr Gr\u00fcn. Der Weihnachtsmann las den Wunschzettel und klatschte in die H\u00e4nde. \u201eLesen Sie mal, Herr Gr\u00fcn!\u201c Herr Gr\u00fcn setzte sich die Brille auf. \u201eLieber Weihnachtsmann\u201c, las er, \u201eunser Vater hat einen Spielzeugladen, wir brauchen nichts. Aber d\u00fcrfen wir bitte einmal mit dem Schlitten fahren? Von Karin und Jan.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das war ein Spa\u00df f\u00fcr Karin und Jan! Sie hielten abwechselnd die Z\u00fcgel und fuhren dreimal um die Stadt. Sie sahen die H\u00e4user ihrer Freunde und Omas H\u00e4uschen am See. Zum Schluss landeten sie auf dem eigenen Dach. Die Zwillinge winkten zum Abschied und klingelten mit den Schlittengl\u00f6ckchen, die der Weihnachtsmann ihnen gegeben hatte. Diesen Heiligabend w\u00fcrden sie nie vergessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bescherung Der Weihnachtsmann putzte seine gro\u00dfen schwarzen Stiefel so blank, dass sich sein l\u00e4chelndes Gesicht darin spiegelte. \u201eHeiligabend muss ich sehr gut aussehen\u201c, sagte der Weihnachtsmann. \u201eAuch wenn ich am Weihnachtstag ganz mit Ru\u00df beschmiert bin.\u201c Er zog sich die Stiefel und den roten Mantel an. \u201eLos geht\u2019s\u201c, sagte er. 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