{"id":236,"date":"2015-10-06T21:14:13","date_gmt":"2015-10-06T19:14:13","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=236"},"modified":"2025-12-27T22:22:46","modified_gmt":"2025-12-27T21:22:46","slug":"claris-nocti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/claris-nocti\/","title":{"rendered":"Claris Nocti"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Ein Winterm\u00e4rchen von Bernd Ro\u00dfm\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der lange nordische Winter war noch nicht vor\u00fcber. Eis und Schnee hatten den Wald der Trolle noch immer fest im Griff. Der furchtbare Nachtwolf hielt die Sonne noch in seinem unterirdischen Verlies gefangen. Die V\u00f6gel waren noch nicht zur\u00fcck von ihrem Flug \u00fcber das Meer. Der Wald schlief. Doch ein seltsamer Traum, lies Claris erwachen. Das kleine Trollenm\u00e4dchen war erst 276 Jahre alt und noch sehr unerfahren im Wald. Selbst w\u00e4hrend der Mittsommernacht, da die Sonne nicht einmal in die N\u00e4he des Nachtwolfes kam, war sie nie weiter als ihr eigener Schatten von ihrer H\u00f6hle weggegangen. Warum auch, die \u00e4lteren Trolle k\u00fcmmerten sich doch um sie. In den letzen Wintern war es auch so, dass die anderen sie erst noch wecken mussten. Claris verschlief immer. Die alten Trolle glaubten, sie sei so sonderbar, weil sie erst kurz vor der langen Nacht unter ihrem Geburtsstein gefunden wurde. Daher erhielt sie auch ihren Namen. Claris, weil es so ein besonders hell leuchtender Stein war und Nocti, weil der Nachtwolf schon zum Sprung angesetzt hatte um die erm\u00fcdende Sonne wieder einzufangen. W\u00e4re es nicht so ein sonderbar leuchtender Stein gewesen, h\u00e4tten sie die kleine Trollinger, so nannten die Alten einen Jungtroll, wom\u00f6glich \u00fcbersehen und sie w\u00e4re erfroren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ging aus ihrer H\u00f6hle und freute sich schon darauf die Sonne zu sehen und die V\u00f6gel singen zu h\u00f6ren. Doch an Stelle von Schneegl\u00f6ckchen und Krokussen im Sonnenlicht war da nur Finsternis und K\u00e4lte. &#8222;Warum sind die anderen noch nicht wach?&#8220; dachte sie bei sich &#8222;haben sie dieses Fr\u00fchjahr verschlafen? Oder bin ich einfach nur viel zu fr\u00fch aus dem Winterschlaf erwacht? Ich werde losgehen und die anderen wecken. Bestimmt kommt dann die Sonne wieder, wenn wir sie alle rufen.&#8220; Claris machte sich auf den Weg, die anderen zu wecken. &#8222;Hallo wo seid ihr? Aufstehen ihr Trolle, wir m\u00fcssen den Fr\u00fchling aus den F\u00e4ngen des Nachtwolfes befreien.&#8220; Sie ging weiter und weiter. Rief ihre Br\u00fcder und Schwestern, aber nur das bei\u00dfende Heulen des Nordwindes antwortete ihr. Sie wurde traurig und wollte wieder in ihre H\u00f6hle gehen. Sie drehte sich um und erschrak &#8222;Oh nein, der Nordwind hat meine Spur verweht. Auch einen Schatten habe ich nicht, dem ich folgen k\u00f6nnte.&#8220; Ziellos lief Claris immer weiter, bis sie an eine verlassene H\u00f6hle kam. Kaum drinnen wehte der Nordwind den Eingang zu. &#8222;Nun, dann werde ich mich hier wieder schlafen legen bis Fr\u00fchling ist&#8220; dacht Claris. Sie rollte sich zusammen und sprach den Nachtzauber, um wieder einzuschlafen. Zweimal, dreimal, viermal sagte sie die Zauberformel auf. Sie konnte einfach nicht einschlafen, denn kaum dass sie m\u00fcde wurde, kam wieder dieser Traum. Es waren nur unklare Bilder die sie sah. Mehr Lichtspiele als erkennbare Dinge, doch sie lie\u00dfen sie nicht einschlafen. &#8222;Wenn nicht ein Wunder geschieht, werde ich hier vor Hunger und K\u00e4lte sterben. Niemand wird mich unter meinen Geburtsstein legen k\u00f6nnen und meine Seele wird einfach so vergehen. Ich werde nicht in tausend und einem Jahr wiedergeboren.&#8220; Sie weinte und die Tr\u00e4nen, die sie weinte, gefroren in der kalten H\u00f6hle zu Eis. Wie Edelsteine lagen die gefrorenen Tr\u00e4nen da.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sieben mal sieben Tr\u00e4nen gefroren waren, bemerkte Claris ein Leuchten an der Felswand ihrer H\u00f6hle. Der Berggeist kam zu ihr, sah die Tr\u00e4nen und st\u00fcrzte sich gierig darauf. &#8220; Gib mir die Edelsteine Trollinger! Sie sind in meinem Berg, also geh\u00f6ren sie mir.&#8220; &#8222;Es sind keine Edelsteine&#8220; sagte Claris &#8222;es sind nur Tr\u00e4nen.&#8220; &#8220; Tr\u00e4nen?&#8220; fragte der Berggeist noch einmal &#8222;wieso Tr\u00e4nen?&#8220; Wei\u00dft du, ich bin zu fr\u00fch aufgewacht. Alle anderen schlafen noch und der Nachtwolf h\u00e4lt die Sonne noch immer gefangen. Auch diese H\u00f6hle hat der Nordwind zugeweht. Ich werde hier ganz allein und ohne Hoffnung auf Wiederkehr sterben.&#8220; &#8222;Papperlapapp!&#8220; sagte der Berggeist. &#8222;Dumme Trollinger du! Die Sonne muss l\u00e4ngst schon wieder gen\u00fcgend Kraft haben, um sich f\u00fcr ein paar Stunden aus den Verlie\u00dfen des Nachtwolfes zu befreien. Du hast dich sicher nur verlaufen. Bist m\u00fcde und hungrig und kommst dadurch auf so absurde Ideen. Warte hier auf mich. Ich werde zum Berggipfel gehen und selbst nachsehen.&#8220; Daraufhin verschwand der Berggeist so pl\u00f6tzlich wie er gekommen war und mit ihm sein Licht. &#8222;Wohin sollte ich den gehen?&#8220; dachte Claris bei sich. &#8222;der Eingang ist doch versperrt.&#8220; Lange wartete Claris auf den Berggeist. Unertr\u00e4glich lange, bis das Leuchten seiner Laterne die H\u00f6hle endlich wieder in ein dumpfes Licht tauchte. &#8222;Tja&#8220; sagte der Berggeist nachdenklich &#8220; Das sieht wirklich nicht gut aus da drau\u00dfen. Jedenfalls nicht f\u00fcr deinesgleichen. Ich finde den Winter ja gut, weil ihr diebischen Trolle dann schlaft und nicht auf die Idee kommt, mir meine Sch\u00e4tze zu stehlen. Na und \u00fcberhaupt Trolle&#8230;..&#8220; Der Berggeist fuhr fort, Claris weiter zu beleidigen und sich \u00fcber das Geschlecht der Trolle zu beklagen. Doch als er sich so richtig in Wut geredet hatte wurde er sehr ruhig und h\u00f6flich und sagte zu Claris: &#8222;Gib mir die Tr\u00e4nen. Tr\u00e4nen sind aus Salz und Salz gibt es in meinem Berg nicht. Als Gegenleistung werde ich mit meiner Freundin Aurora reden und sie bitten, dir den Weg zu zeigen.&#8220; &#8222;Welchen Weg?&#8220; fragte Claris. &#8222;Verga\u00df ich das zu sagen? Nun das ist so: alle tausend mal tausend und ein Jahr bekommt der Nachtwolf so viel Kraft, dass er die Sonne in seinem Reich festhalten kann. Wenn niemand kommt und der Sonne hilft, wird ewige Nacht im Reich der Trolle bleiben. So wie es aussieht bist du der einzige Troll der wach ist und es liegt bei dir, was aus deinem Geschlecht wird. Bedenke, l\u00e4nger als ein Jahr und zwei Winter darf ein Troll nicht schlafen, sonst stirbt er. Keiner von euch k\u00e4me unter seinen Geburtsstein zur\u00fcck und von dem ach so stolzen Geschlecht der Trolle bliebe nur allein meine Erinnerung. Kein Troll w\u00fcrde jemals wiedergeboren. Ein durchaus verlockender Gedanke. Nie wieder diese h\u00e4sslichen Trolls ertragen m\u00fcssen und \u00fcberhaupt&#8230;&#8220; Der geh\u00e4ssige Berggeist brabbelte weiter Gemeinheiten in seinen Bart hinein und verschwand wieder im Felsen und das Licht seiner Lampe wich nach und nach wieder der Dunkelheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenige Augenblicke nachdem der Berggeist verschwunden war vernahm Claris ein gewaltiges Donnern. Der Berg erzitterte. Claris wurde hin und her geworfen und blieb kurz vor dem verschneiten Eingang liegen. &#8222;Merkw\u00fcrdig&#8220; dachte Claris &#8222;es ist als ob ein Licht durch den Schnee in die H\u00f6hle f\u00e4llt.&#8220; Eilig machte sie sich daran, den Schnee zur Seite zu schaffen. &#8222;Bestimmt ist die Sonne jetzt doch aufgegangen&#8220; dachte sie bei sich. So schnell sie konnte grub sie sich mit ihren H\u00e4nden durch den Schnee ins Freie. Ihr junges Herz raste vor Freude und Erwartung. Wie staunte sie aber, als sie ins Freie gelangte. Nicht die Sonne, sondern ein kaltes gr\u00fcnlich-blau bis rot schimmerndes Licht, dass wie eine Feder am Himmel tanzte war da. So ein Licht hatte Claris vorher noch nie gesehen. &#8222;Wer oder was bist du? Wo kommst du her?&#8220; rief sie in die Nacht dem Leuchten entgegen. &#8222;Ich bin Aurora, das Nordlicht. Im Sommer bin ich zu schwach, um gegen die Sonne zu bestehen. Daher kennst du mich nicht. Der Berggeist hat mich gebeten, dir zu helfen.&#8220; &#8222;Der b\u00f6se Berggeist?&#8220; fragte Claris &#8222;Ich dachte der will, dass alle Trolle sterben, damit er seine Ruhe hat?&#8220; &#8222;Ach, lass dir doch von dem alten Grie\u00dfgram nichts einreden. Der ist gar nicht so b\u00f6se wie er immer tut. Der ist nur zu oft allein und daher etwas m\u00fcrrisch geworden.&#8220; antwortete Aurora. &#8220; Er sagte mir, dass mein alter Widersacher, der Nachtwolf, die Sonne gefangen h\u00e4lt und nur du allein wach bist. Ich werde dir den Weg zeigen bis zum Eingang in das unterirdische Reich des Nachtwolfes. Nur bis dort kann ich dich begleiten. Wie hei\u00dft du eigentlich?&#8220; wollte Aurora noch wissen. &#8222;Man nennt mich Claris, Claris Nocti.&#8220; &#8222;Claris Nocti? Das hei\u00dft doch so viel wie: das Leuchten in der Nacht?&#8220; fragte Aurora. &#8220; Du hei\u00dft so, wie ich bin. Gemeinsam werden wir es schaffen.&#8220; Claris huschte ein l\u00e4cheln \u00fcbers Gesicht. Fl\u00fcchtig nur, aber doch vorhanden. Jetzt war Claris nicht mehr allein, und verlaufen konnte sie sich auch nicht mehr, denn jetzt hatte sie ja wieder einen Schatten, dem sie folgen konnte. So lief sie \u00fcberm\u00fctig los. &#8222;Nicht so eilig&#8220; rief ihr Aurora zu &#8220; geh erst noch einmal in die H\u00f6hle, in der dir der Berggeist begegnete und nimm ein St\u00fcck Erz mit.&#8220; &#8222;Ich will nicht mehr in diese dunkle H\u00f6hle&#8220; sagt Claris ein wenig \u00e4ngstlich. &#8222;Nur keine Angst kleine Trollinger&#8220; sagte Aurora &#8222;Ich werde dir Licht geben.&#8220; Sie nahm ihren Mut zusammen und ging wieder in die H\u00f6hle. Das erste St\u00fcck Erz, das sie fand, nahm sie und versteckte es in ihrer Jackentasche. &#8222;Claris, vor der H\u00f6hle liegt unter dem Schnee ein etwa faustgro\u00dfer, grau-wei\u00dfer Stein. Such ihn und nimm ihn auch mit. Es ist ein Feuerstein, damit kannst du ein Feuer entz\u00fcnden. Das wirst du brauchen.&#8220; sagte Aurora noch. Als Claris den Stein fand, forderte Aurora sie auf, den Stein und das Erz so zusammenzuschlagen, dass sie sich nur kurz ber\u00fchren. Die Trollinger tat es wie beschrieben und nach ein paar Versuchen fielen helle, hei\u00dfe Funken zu Boden. &#8222;Sch\u00f6n! Sch\u00f6n!&#8220; freute sich Claris und wollte gar nicht mehr aufh\u00f6ren &#8222;das ist sch\u00f6n, wie die hellen Punkte fliegen.&#8220; Immer und immer wieder schlug sie die beiden Brocken aneinander und konnte sich gar nicht satt sehen. &#8222;Es wird Zeit aufzubrechen und den Nachtwolf zu suchen&#8220; mahnte Aurora &#8222;der Weg ist noch weit und die Zeit wird immer weniger. Du hast nur noch 7 Tage, um den Nachtwolf zu \u00fcberw\u00e4ltigen und die Sonne wieder zu befreien.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachtwolf; sie hatte ja schon oft vom Nachtwolf geh\u00f6rt, doch da sie so eine Schlafm\u00fctze war, hatte sie noch nie erlebt, dass die Sonne nicht aufging. Sie folgte dem Weg, den Aurora ihr leuchtete. Kurz darauf kamen sie an einem alten Baum vor\u00fcber. In einem Astloch sa\u00df ein halb erfrorenes M\u00e4uschen. Vor K\u00e4lte konnte es schon nicht mehr sprechen. Nur noch am blinzeln eines Auges sah Claris, dass es noch lebte. &#8222;Arme kleine Maus! Hast du den Weg in dein Loch nicht mehr geschafft? Komm, setz dich in meine Haare und wenn dir wieder warm ist, dann sagst du mir, wo dein Loch ist und ich bringe dich zur\u00fcck zu deiner Familie.&#8220; sagte Claris. Sie konnte es nicht ertragen, dass irgend jemand litt, auch nicht dieses M\u00e4uschen. Nach einer Weile wurde dem M\u00e4uschen wieder w\u00e4rmer und es bat Claris, sie an der vierten Weide am See abzusetzen. Wie es der Zufall so wollte, war sie gerade als das M\u00e4uschen dies sagte, bei den Weiden am See. Sie lie\u00df dass M\u00e4uschen herab und wollte schon weiter gehen, als ihr das kleine Tier zupiepste : Warte, kleine Trollinger, ich m\u00f6chte dir zum Abschied etwas schenken, was du sicher gebrauchen kannst.&#8220; Sie lief in ihr Loch und kam nach wenigen Augenblicken wieder heraus mit einem kleinen Kn\u00e4uel Heu. &#8222;Gib gut darauf acht&#8220; rief ihr das M\u00e4uschen noch zu &#8222;es n\u00e4hrt die Funken.&#8220; Mit diesen Worten verschwand es in seinem Loch und kam nicht wieder heraus. So verstaute Claris ihr Geschenk in ihrer Jacke bei den anderen Dingen und zog weiter. Nach einiger Zeit sah sie eine Fledermaus in einer Felsspalte. &#8222;Hilf mir, kleine Trollinger, sonst erfriere ich.&#8220; sagte die Fledermaus. Vorsichtig befreite Claris die kleine Fledermaus und h\u00e4ngte sie unter ihre Jacke. Nach einiger Zeit fragte die Fledermaus: &#8222;Bist du Claris? Der Nordwind hat mir von dir erz\u00e4hlt und dabei bin ich fast erfroren.&#8220; &#8222;Ja&#8220; sagte Claris. &#8222;und ich bin auf dem Weg, den Nachtwolf zu suchen.&#8220; und erz\u00e4hlte der Fledermaus, was sie schon alles erlebt hatte. &#8222;Setz mich bitte dort hinten in dem gro\u00dfen hohlen Baum bei meinen Verwandten ab. Wenn ich dir auf deiner Reise irgendwie helfen kann dann ruf mich einfach. Ich hei\u00dfe Spitzohr und habe die besten Ohren im ganzen Trollenwald.&#8220; sagte die Fledermaus &#8222;Ich w\u00e4re ja mit dir gekommen, doch jetzt brauche ich erst einmal etwas Schlaf.&#8220; An dem beschriebenen Baum angekommen kletterte Claris hinein und h\u00e4ngte Spitzohr zu seinen Verwandten. Kaum das er hing schlief er auch schon tief und fest ein. Ganz leise stieg sie wieder herunter und ging den Weg weiter, den Aurora ihr wies.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer langen einsamen Wegstrecke sah Claris eine Eule, die sich in einem Dornbusch verfangen hatte. Ohne an ihre eigenen Finger zu denken befreite Claris die Eule aus ihrer misslichen Lage. &#8222;Ich danke dir Trollinger&#8220; sagte die Eule &#8222;ohne dich w\u00e4re ich hier erfroren, verhungert oder der Fuchs h\u00e4tte mich geholt. Wenn du je Hilfe brauchst, ruf nach mir. Ich habe die besten Augen im Trollenwald. Ach ja, mein Name ist Siehtsoviel. Um mich zu rufen entz\u00fcnde ein Feuer, dessen Rauch wie ein -S- aussieht. Ich werde es sehen und dir zu Hilfe eilen. Leb wohl kleine Trollinger!&#8220; Ein paar kr\u00e4ftige Fl\u00fcgelschl\u00e4ge und kurz darauf verschwand die Eule lautlos in der Dunkelheit.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging sie weiter und weiter. Viele T\u00e4ler durchwanderte sie und auf genau so viele Berge stieg sie. Claris lie\u00df sich nicht von ihrem Ziel abbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am f\u00fcnften Tag sah sie ein Rentier, dass in einen See gefallen war. Es war einer dieser Seen, die eine hei\u00dfe Quelle hatten, und daher nie ganz zufroren. Das Rentier hatte sich, um zu trinken, zu weit nach vorn gewagt und war im See eingebrochen. Die d\u00fcnne Eisdecke am Rand der hei\u00dfen Quelle konnte es nicht mehr tragen. In Todesangst versuchte das Tier, wieder auf die Eisschicht des Sees zu gelangen. Ohne zu z\u00f6gern und ohne nachzudenken nahm sich Claris einen starken Ast und ging dem Rentier entgegen. &#8222;Bei\u00df fest in den Ast, dann kann ich dich herausziehen!&#8220; rief Claris dem Rentier zu. Da ihr Ast lang genug war, konnte sie am Ufer stehen bleiben. &#8222;bei\u00df schon zu, du dummes Rentier&#8220; rief sie immer wieder. &#8222;halt dich fest, sonst kann ich dir auch nicht helfen.&#8220; Lange hielt das Rentier den Ast f\u00fcr eine weitere Gefahr, doch irgendwann, als das Rentier schon ganz ersch\u00f6pft war, bemerkte es Claris, die seit langem versuchte, ihm zu helfen. Mit letzter Kraft biss es in den Ast und Claris zog so stark sie nur konnte. Endlich war es geschafft. Das Rentier war aus dem See befreit. Doch der Eisige Nordwind griff sofort nach seinem nassen Fell. &#8222;Bitte mach ein Feuer, sonst erfriere ich und alles war umsonst.&#8220; bat das Rentier. &#8222;Wie macht man Feuer?&#8220; fragte Claris &#8222;Ich habe noch nie Feuer gemacht. Ich kann das nicht.&#8220; Claris wurde traurig, doch dann erinnerte sie sich an die Worte von Aurora: ,Es ist ein Feuerstein! Die beiden Brocken, die ich dabei habe, damit habe ich doch diese lustigen hellen Punkte gemacht.\u2018 Claris holte das Erz und den Feuerstein heraus und fing an Funken zu schlagen. Aber es brannte kein Feuer. &#8222;Na klar, ich dumme Trollinger, ich brauche Holz!&#8220; So brach sie ein paar trockene \u00c4ste in St\u00fccke, legte sie \u00fcbereinander und fing wieder an, Funken zu schlagen. &#8222;Warum brennt diese bl\u00f6de Feuer nicht? Will es, dass mein neuer Freund erfriert?&#8220; Dann erinnerte es sich an die Worte des M\u00e4uschens: &#8222;Es n\u00e4hrt die Funken&#8230;&#8220; So nahm Claris ein St\u00fcck von dem Heu und legte es zu dem Holz. Nach ein paar Schl\u00e4gen mit dem Feuerstein stieg Rauch aus dem Heu. Ohne es zu wollen, half nun sogar der Nordwind mit. Er blies so kr\u00e4ftig in die Glut, dass sich das Heu entz\u00fcndete und hell lodernd brannte. &#8222;Leg vorsichtig ein paar St\u00fccke von dem Holz darauf&#8220; sagte das Rentier &#8222;und gib acht, dass du die Flamme nicht erstickst!&#8220;. Nun konnte sich das Rentier trocknen und auch Claris genoss die W\u00e4rme des Feuers. Claris erz\u00e4hlte auch dem Rentier von ihrer Reise und dem was sie schon alles erlebt hatte. Von der Maus, der Eule, der Fledermaus und nat\u00fcrlich auch von dem Berggeist und Aurora, die alles mit angesehen hatte. &#8222;Das Reich des Nachtwolfes liegt noch sehr weit von hier. Allein schaffst du es nicht mehr rechtzeitig. Lass mich noch etwas ausruhen und dann werde ich dich auf meinem R\u00fccken dorthin tragen. Ich bin viel schneller als du. Nur eines musst du wissen, den genauen Eingang in sein Reich kenne ich nicht, den musst du dann wieder alleine suchen.&#8220; sagte das Rentier und schlief ein. Nach einigen Stunden wachte das Rentier wieder auf und sagte: &#8222;Auf geht\u2019s! Lass uns die Sonne befreien!&#8220; Claris kletterte auf seinen R\u00fccken. &#8222;Was ich vorhin verga\u00df, dir noch sagen wollte, ich hei\u00dfe nicht Rudolf, sondern Flink und jetzt halt dich gut fest!&#8220; sagte das Rentier und lief los. Flink machte seinem Namen alle Ehre. Viel schneller als der Nordwind blasen, konnte Flink laufen. So schnell, das Aurora fast nicht hinterherkam zu leuchten. Nach dem sie \u00fcber ungez\u00e4hlte Berge gelaufen waren, hielt Flink an und sagte: &#8222;Hier irgendwo ist der Eingang ins Reich des Nachtwolfes. Von hier aus musst du allein weitersuchen, da ich zu gro\u00dfe Angst habe. Ich werde aber hier warten, um dich wieder nach Hause zu tragen.&#8220; Claris ging nun wieder allein weiter. &#8222;Aurora, kannst du den Eingang ins Reich des Nachtwolfes sehen?&#8220; fragte sie ihre Begleiterin. &#8222;Nein, leider nicht. Das Licht, das ich mache, blendet mich selbst so sehr, dass ich nur wenig sehe. Wenn ich mein Licht nicht tanzen lassen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich gar nichts sehen.&#8220; sagte Aurora. &#8222;Frag die Eule. Sie hat die besten Augen im Trollenwald.&#8220; &#8222;Wie war doch das gleich&#8220; \u00fcberlegte Claris &#8222;ein Feuer dessen Rauch wie ein -S- aufsteigt.&#8220; Wie sie es gelernt hatte, wollte sie ein Feuer entz\u00fcnden, doch hier im Gebiet der Nachtwolfes ging kein L\u00fcftchen. Der Nordwind mied scheinbar diese Gegend. &#8222;Versuch es mit Pusten!&#8220; sagte Flink. So gut sie konnte blies Claris in die Glut und siehe da, das Feuer brannte. Holz nachgelegt und abwarten. &#8222;Wie kriege ich das nur mit dem -S- hin?&#8220; gr\u00fcbelte Claris. Da es absolut windstill war, stieg der Rauch kerzengerade nach oben. Sie redete auf den Rauch ein, als ob er sie verstehen k\u00f6nnte, blies ins Feuer, deckte das Feuer halb ab. Es half nichts. Der Rauch stieg weiter kerzengerade in den Himmel. &#8222;Kr\u00fcmme dich endlich du dummer Rauch&#8220; schrie Claris den Rauch an und wirbelte mit den H\u00e4nden, als wollte sie den Rauch verpr\u00fcgeln. Links und rechts und links und rechtes und noch mal und noch mal. Unbemerkt stieg der Rauch nun wie in Schlangenlinien auf, aber Claris bemerkte es nicht. Nachdem sie ihre Wut abreagiert hatte, setzte sie sich neben das Feuer. &#8222;Dann suche ich eben alleine!&#8220; bockte sie mit sich. &#8222;Du hast mich gerufen?&#8220; h\u00f6rte Claris hinter sich eine vertraute Stimme sagen. Sie drehte sich um und sah zu ihren Erstaunen ihren Freund Siehtsoviel, die Eule. &#8222;Wie kommst du denn hier her?&#8220; fragte Claris verwundert. &#8222;Du hast doch den Rauch als -S- aufsteigen lassen, wie wir es vereinbart hatten. Wie kann ich dir nun helfen?&#8220; wollte Siehtsoviel wissen. &#8222;Hilf mir bitte den Eingang ins Reich des Nachtwolfes zu finden.&#8220; bat sie. &#8222;Ich habe nur noch einen Tag Zeit die Sonne zu befreien.&#8220; &#8222;Ist gut&#8220; sagte die Eule &#8222;wenn ich etwas gefunden habe, rufe ich dich. Folge dann einfach nur meinem Schrei.&#8220; Siehtsoviel flog auf und drehte erst einmal ein paar Runden. Sah hier nach und dort. Endlich rief er Claris zu sich. &#8222;Diese H\u00f6hle ist der Eingang ins Reich des Nachtwolfes. Von hier aus musst du allein weitergehen, denn die H\u00f6hle ist so Dunkel, dass selbst ich darin nichts sehen kann. Das kann nur eine Fledermaus.&#8220; &#8222;Eine Fledermaus?&#8220; staunte Claris &#8222;wie soll denn eine Fledermaus in dieser dunklen H\u00f6hle etwas sehen?&#8220; &#8222;Nun, Flederm\u00e4use sehen mit den Ohren. Sie rufen in die Dunkelheit hinein und k\u00f6nnen sich am Echo orientieren.&#8220; sagte Siehtsoviel. &#8222;Ich muss nun wieder nach Hause. Wenn du mich noch einmal brauchst, dann wei\u00dft du ja wie du mich rufen kannst. Leb wohl und viel Gl\u00fcck!&#8220; Genauso lautlos wie Siehtsoviel gekommen war, flog er auch wieder davon. &#8222;Liebe Aurora, kannst du mir nicht den Weg durch die H\u00f6hle erhellen?&#8220; fragte Claris. &#8222;Nun, bis zur ersten Abbiegung reicht mein Licht, doch danach kann ich dir nicht mehr helfen.&#8220; sagte das Nordlicht. So rief sie ihren Freund Spitzohr. Sehr laut schrie sie den Namen in die Nacht. Bestimmt hundert mal.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Schrei nicht so herum!&#8220; beschwerte sich Spitzohr als er ankam &#8222;Oder willst du, dass ich taub werde?&#8220; Dann berichtete Claris von ihren Erlebnissen und bat die Fledermaus, ihr in der H\u00f6hle zu helfen. &#8222;Pass auf&#8220; sagte Spitzohr &#8222;ich fliege einmal durch die H\u00f6hle durch und erkl\u00e4re dir danach, wie du gehen musst.&#8220; Sprach\u2018s und flog auf. Die Zeit verging und Spitzohr kam und kam nicht wieder. Nach Stunden kam Spitzohr zur\u00fcck und erl\u00e4uterte Claris den Weg: &#8222;Die H\u00f6hle ist zweimal tausend Schritte lang. Die ersten tausend Schritte sind in absoluter Dunkelheit. Der zweite Teil des Weges wird durch die Sonne schon erleuchtet. Der Weg ist aber recht einfach zu finden. Streck deine Arme weit aus. So weit, dass du beide Seiten der H\u00f6hle ber\u00fchren kannst und taste dich so langsam vorw\u00e4rts. Es gibt viele Gabelungen in der H\u00f6hle. Geh immer abwechselnd erst links, dann rechts, wieder links dann rechts und immer so weiter. So findest du den Weg sofort. Pass aber auf, dass dir die Sonne nicht die Augen verbrennt, wenn du ins Reich des Nachtwolfes eintrittst. Jetzt wird mir wieder kalt. Ich werde zur\u00fcckfliegen in meinen Schlafbaum. Viel Gl\u00fcck und komm mal wieder bei mir vorbei!&#8220; sagte die Fledermaus noch, als sie schon im Abflug war. Wie ihr gesagt wurde, breitete Claris die Arme aus und ging in die Dunkelheit. Erst links, dann rechts, wieder links und noch einmal rechts und immer so weiter, bis sie zum Ausgang der H\u00f6hle kam. Das Licht der Sonne blendete sie und sie kniff ganz fest die Augen zu. &#8222;Liebe Sonne, ich bin gekommen um dich zu befreien. Kannst du mir sagen wie, ich dir helfen kann zu entkommen und auch, wo der Nachtwolf ist?&#8220; fragte Claris. &#8222;Wer bist du?&#8220; fragte die Sonne zur\u00fcck. &#8222;Ich bin Claris, doch wir haben keine Zeit zum plaudern, sonst wirst du auf ewig hier eingeschlossen bleiben und alle Trolle werden sich einfach aufl\u00f6sen, ohne wiedergeboren zu werden. Also noch mal: wie kann ich dir helfen?&#8220; antwortete Claris und die Sonne antwortete: &#8222;Der Nachtwolf ist recht gro\u00df und stark, aber nicht besonders klug. Versuch ihn abzulenken, w\u00e4hrend du mich hier heraus l\u00e4sst.&#8220; Noch ehe Claris alles verstanden hatte, stand der Nachtwolf vor ihr und knurrte: &#8222;Was willst du hier? Ich werde dich fressen, weil du meine Ruhe gest\u00f6rt hast.&#8220; Claris nahm all ihren Mut zusammen &#8222;Nachtwolf, gib die Sonne wieder frei, sonst m\u00fcssen alle Trolle sterben!&#8220; Der Nachtwolf lachte: &#8222;Ha, du kleine Trollinger willst mir, dem Nachtwolf, Vorschriften machen? Mir? Ha, so etwas komisches habe ich ja schon lange nicht mehr geh\u00f6rt. Ha. Wei\u00dft du was, ich hatte es satt, im Dunkeln zu hausen und darum habe ich mir die Sonne gefangen. Die Sonne geh\u00f6rt jetzt mir!&#8220; Claris griff in ihre Tasche und suchte irgend etwas, womit die den Nachtwolf b\u00e4ndigen k\u00f6nnte. Doch neben dem Feuerstein und dem Erz war da nur noch ihr Gold und sie erinnerte sich daran, wie sehr ihr der Glanz des Goldes gefiel, als sie es zum ersten mal im Sonnenlicht funkeln sah. &#8222;Nein!&#8220; sagte sie zu sich. Ohne Gold sieht mich doch kein anderer Troll mehr an. Doch wenn ich es nicht hergebe, gibt es vielleicht bald keine Trolle mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Du! Nachtwolf! Ich will dir einen Tausch anbieten.&#8220; rief ihm Claris zu. Sie holte ihr Gold heraus und hielt es ins Licht. &#8222;Wenn du die Sonne frei l\u00e4sst, schenke ich dir dieses leuchtende Gold. Es ist auch zehnmal mehr Wert, als die Sonne.&#8220; &#8222;Lass sehen&#8220; sagte der Nachtwolf und kam n\u00e4her. Claris bemerkte den gierigen Blick des Nachtwolfes und warf die Goldklumpen so weit sie nur konnte weg. Der Nachtwolf drehte sich sofort um, um das Gold einzusammeln. W\u00e4hrend der Nachtwolf noch besch\u00e4ftigt war, \u00f6ffnete Claris die Gef\u00e4ngnist\u00fcr und lie\u00df die Sonne frei. Als die Sonne in der H\u00f6hle verschwunden war, merkte der Nachtwolf, dass er \u00fcberlistet wurde. &#8222;Das Gold leuchtet nicht von allein. Betrug! Ich will meine Sonne wiederhaben!&#8220; tobte der Nachtwolf. Er lief der Sonne hinterher und am \u00e4u\u00dferen Ende der H\u00f6hle bekam er sie noch einmal zu fassen. Erbittert k\u00e4mpften sie miteinander. Mit seinen scharfen Krallen und Z\u00e4hnen riss der Nachtwolf der Sonne tausend mal tausend Funken heraus, die sofort zum Himmel stiegen. Nach einer kurzen Weile kam auch Claris wieder aus der H\u00f6hle. Sie packte den Nachtwolf am Schwanz und zog so lange bis er die Sonne freigab. Er war zu ersch\u00f6pft, um Claris noch etwas anzutun. Flink hatte den L\u00e4rm mitbekommen und kam auch zur H\u00f6hle. Er hielt den Nachtwolf mit seinem m\u00e4chtigen Geweih in Schach. Die Sonne war inzwischen auch schon zum Himmel aufgestiegen. Claris merkte, wie ringsum alles in helles Sonnenlicht getaucht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Claris!&#8220; rief die Sonne &#8222;Claris, ich danke dir f\u00fcr die Rettung. Ich werde nun wieder f\u00fcr euch Trolle scheinen und wenn ihr euren Schlaf haltet, werde ich wie schon seit Ewigkeiten ins Reich des Nachtwolfes steigen. So sind alle zufrieden. Doch dir, Claris, m\u00f6chte ich noch ein Geschenk machen. Die vielen Funken, die mir der Nachtwolf ausgerissen hat, will ich am Himmel verteilen und wenn ich im Reich des Nachtwolfes bin, werden sie weiterhin f\u00fcr dich und alle anderen Trolle leuchten.&#8220; Danach verstummte die Sonne auf ewig. Der vom Kampf geschw\u00e4chte Nachtwolf zog sich in sein Reich zur\u00fcck um seine Wunden zu versorgen und auch Aurora war nicht mehr zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Flink brachte Claris wieder zu ihrer eigene H\u00f6hle, wo schon zwei andere Trolle nach ihr suchten. Claris erz\u00e4hlte, was sie erlebt hatte, doch es wollte ihr keiner so recht glauben. Jedenfalls nicht bis zum Abend, denn als die Sonne sich wieder zur\u00fcckzog waren da Tausende Lichter am Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p>Claris hatte viel gelernt in den letzten Tagen. Sie hat gelernt, dass sie den Tieren helfen muss, wenn sie sich selber helfen will. Sie hatte gelernt wie, wichtig Freunde sind und sie hatte gelernt, dass die Welt gr\u00f6\u00dfer ist, als ihr eigener Schatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zufrieden setzte sie sich vor ihre H\u00f6hle und schaute in den Nachthimmel. Kein W\u00f6lkchen war an diesem Abend zu sehen. Sie sah all die Funken und ein sehr breites L\u00e4cheln kam auf ihr Gesicht, denn nur sie allein wusste, dass all diese Funken nur f\u00fcr sie leuchten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">Dieses M\u00e4rchen wurde mir von Bernd Ro\u00dfm\u00fcller <a href=\"mailto:[Lautnhals@t-online.de\">[Lautnhals@t-online.de<\/a>] zur Verf\u00fcgung gestellt.<br>\n<b>Das Copyright von diesem M\u00e4rchen liegt ausschlie\u00dflich bei Bernd Ro\u00dfm\u00fcller \u00a9 2000<\/b><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[105,85],"tags":[],"class_list":["post-236","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bernd-rossmueller","category-maerchen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=236"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2835,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236\/revisions\/2835"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=236"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=236"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=236"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}