{"id":1219,"date":"2021-01-15T21:18:15","date_gmt":"2021-01-15T20:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=1219"},"modified":"2025-12-28T03:59:00","modified_gmt":"2025-12-28T02:59:00","slug":"der-grosse-klaus-und-der-kleine-klaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-grosse-klaus-und-der-kleine-klaus\/","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe Klaus und der kleine Klaus"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Hans-Christian Andersen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einem Dorfe wohnten zwei Leute, die beide denselben Namen hatten. Beide hie\u00dfen Klaus, aber der eine besa\u00df vier Pferde und der andere nur ein einziges. Um sie nun voneinander unterscheiden zu k\u00f6nnen, nannte man den, der vier Pferde besa\u00df, den gro\u00dfen Klaus, und den, der nur ein einziges hatte, den kleinen Klaus. Nun wollen wir h\u00f6ren, wie es den beiden erging, denn es ist eine wahre Geschichte.<br>Die ganze Woche hindurch musste der kleine Klaus f\u00fcr den gro\u00dfen Klaus pfl\u00fcgen und ihm sein einziges Pferd leihen, dann half der gro\u00dfe Klaus ihm wieder mit allen seinen vieren, aber nur einmal w\u00f6chentlich, und das war des Sonntags. Hussa, wie klatschte der kleine Klaus mit seiner Peitsche \u00fcber alle f\u00fcnf Pferde! Sie waren ja nun so gut wie sein an dem einen Tage. Die Sonne schien herrlich, und alle Glocken im Kirchturm l\u00e4uteten zur Kirche, die Leute waren alle geputzt und gingen mit dem Gesangbuch unter dem Arme, den Prediger zu h\u00f6ren, und sie sahen den kleinen Klaus, der mit f\u00fcnf Pferden pfl\u00fcgte, und er war so vergn\u00fcgt, dass er wieder mit der Peitsche klatschte und rief: &#8222;H\u00fc, alle meine Pferde!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Hans Christian Andersen: Der gro\u00dfe Klaus und der kleine Klaus (M\u00e4rchen H\u00f6rbuch zum Einschlafen)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/lKLxDrWOFsQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;So musst du nicht sprechen&#8220;, sagte der gro\u00dfe Klaus, &#8222;das eine Pferd ist ja nur dein!&#8220; Aber als wieder jemand vorbeiging, verga\u00df der kleine Klaus, dass er es nicht sagen sollte, und da rief er: &#8222;H\u00fc, alle meine Pferde!&#8220;<br>&#8222;Nun ersuche ich dich amtlich, dies zu unterlassen&#8220;, sagte der gro\u00dfe Klaus; &#8222;denn sagst du es noch einmal, so schlage ich dein Pferd vor den Kopf, dass es auf der Stelle tot ist.&#8220; &#8222;Ich will es wahrlich nicht mehr sagen!&#8220; sagte der kleine Klaus. Aber als da Leute vorbeikamen und ihm guten Tag zunickten, wurde er sehr erfreut und dachte, es sehe doch recht gut aus, dass er f\u00fcnf Pferde habe, sein Feld zu pfl\u00fcgen, und da klatschte er mit der Peitsche und rief: &#8222;H\u00fc, alle meine Pferde!&#8220; &#8222;Ich werde deine Pferde h\u00fcten!&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus, nahm einen Hammer und schlug des kleinen Klaus einziges Pferd vor den Kopf, dass es umfiel und tot war.<br>&#8222;Ach nun habe ich gar kein Pferd mehr!&#8220; sagte der kleine Klaus und fing an zu weinen. Sp\u00e4ter zog er dem Pferde die Haut ab und lie\u00df sie gut im Winde trocknen, steckte sie dann in einen Sack, den er auf die Schulter warf, und machte sich nach der Stadt auf den Weg, um seine Pferdehaut zu verkaufen.<br>Er hatte einen sehr weiten Weg zu gehen, musste durch einen gro\u00dfen, dunklen Wald, und nun wurde es gewaltig schlechtes Wetter. Er verirrte sich g\u00e4nzlich, und ehe er wieder auf den rechten Weg kam, war es Abend und allzu weit, um zur Stadt oder wieder nach Hause zu gelangen, bevor es Nacht wurde.<br>Dicht am Wege lag ein gro\u00dfer Bauernhof; die Fensterladen waren drau\u00dfen vor den Fenstern geschlossen, aber das Licht konnte doch dar\u00fcber hinausscheinen. &#8222;Da werde ich wohl Erlaubnis erhalten k\u00f6nnen, die Nacht \u00fcber zu bleiben&#8220;, dachte der kleine Klaus und klopfte an.<br>Die Bauersfrau machte auf; als sie aber h\u00f6rte, was er wollte, sagte sie, er solle weitergehen, ihr Mann sei nicht zu Hause, und sie nehme keine Fremden herein. &#8222;Nun, so muss ich drau\u00dfen liegenbleiben&#8220;, sagte der kleine Klaus, und die Bauersfrau schlug ihm die T\u00fcr vor der Nase zu.<br>Dicht daneben stand ein gro\u00dfer Heuschober, und zwischen diesem und dem Wohnhaus war ein kleiner Ger\u00e4teschuppen mit einem flachen Strohdache gebaut. &#8222;Da oben kann ich liegen&#8220;, sagte der kleine Klaus, als er das Dach erblickte; &#8222;das ist ja ein herrliches Bett. Der Storch fliegt wohl nicht herunter und bei\u00dft mich in die Beine.&#8220; Denn ein Storch hatte sein Nest auf dem Dache.<br>Nun kroch der kleine Klaus auf den Schuppen hinauf, streckte sich hin und drehte sich, um recht gut zu liegen. Die h\u00f6lzernen Laden vor den Fenstern schlossen oben nicht zu, und so konnte er gerade in die Stube hineinblicken.<br>Da war ein gro\u00dfer Tisch gedeckt, mit Wein und Braten und einem herrlichen Fisch darauf; die Bauersfrau und der K\u00fcster sa\u00dfen bei Tische und sonst niemand anders, sie schenkte ihm ein, und er gabelte in den Fisch, denn das war sein Leibgericht.<br>&#8222;Wer doch etwas davon abbekommen k\u00f6nnte!&#8220; dachte der kleine Klaus und streckte den Kopf gerade gegen das Fenster. Einen herrlichen Kuchen sah er auch im Zimmer stehen! Ja, das war ein Fest!<br>Nun h\u00f6rte er jemand von der Landstra\u00dfe her gegen das Haus reiten; das war der Mann der Bauersfrau, der nach Hause kam. Das war ein ganz guter Mann, aber er hatte die wunderliche Eigenheit, dass er es nie ertragen konnte, einen K\u00fcster zu sehen; kam ihm ein K\u00fcster vor die Augen, so wurde er ganz rasend. Deshalb war es auch, dass der K\u00fcster zu seiner Frau hineingegangen war, um ihr guten Tag zu sagen, weil er wusste, dass der Mann nicht zu Hause sei, und die gute Frau setzte ihm daf\u00fcr das herrlichste Essen vor. Als sie nun den Mann kommen h\u00f6rten, erschraken sie sehr, und die Frau bat den K\u00fcster, in eine gro\u00dfe, leere Kiste hineinzukriechen, denn er wusste ja, dass der arme Mann es nicht ertragen konnte, einen K\u00fcster zu sehen.<br>Die Frau versteckte geschwind all das herrliche Essen und den Wein in ihrem Backofen, denn h\u00e4tte der Mann das zu sehen bekommen, so h\u00e4tte er sicher gefragt, was es zu bedeuten habe.<br>&#8222;Ach ja!&#8220; seufzte der kleine Klaus oben auf seinem Schuppen, als er all das Essen verschwinden sah. &#8222;Ist jemand dort oben?&#8220; fragte der Bauer und sah nach dem kleinen Klaus hinauf. &#8222;Warum liegst du dort? Komm lieber mit in die Stube.&#8220; Nun erz\u00e4hlte der kleine Klaus, wie er sich verirrt habe, und bat, dass er die Nacht \u00fcber bleiben d\u00fcrfe. &#8222;Ja freilich&#8220;, sagte der Bauer, &#8222;aber wir m\u00fcssen zuerst etwas zu leben haben!&#8220;<br>Die Frau empfing beide sehr freundlich, deckte einen langen Tisch und gab ihnen eine gro\u00dfe Sch\u00fcssel voll Gr\u00fctze. Der Bauer war hungrig und a\u00df mit rechtem Appetit, aber der kleine Klaus konnte nicht unterlassen, an den herrlichen Braten, Fisch und Kuchen, die er im Ofen wusste, zu denken.<br>Unter den Tisch zu seinen F\u00fc\u00dfen hatte er den Sack mit der Pferdehaut gelegt, die er in der Stadt hatte verkaufen wollen. Die Gr\u00fctze wollte ihm nicht schmecken, da trat er auf seinen Sack, und die trockene Haut im Sacke knarrte laut.<br>&#8222;St!&#8220; sagte der kleine Klaus zu seinem Sacke, trat aber zu gleicher Zeit wieder darauf; da knarrte es weit lauter als zuvor.<br>&#8222;Ei, was hast du in deinem Sacke?&#8220; fragte der Bauer darauf. &#8222;Oh, es ist ein Zauberer&#8220;, sagte der kleine Klaus; &#8222;er sagt, wir sollen doch keine Gr\u00fctze essen, er habe den ganzen Ofen voll Braten, Fische und Kuchen gehext.&#8220;<br>&#8222;Ei der tausend!&#8220; sagte der Bauer und machte schnell den Ofen auf, wo er all die pr\u00e4chtigen, leckeren Speisen erblickte, die nach seiner Meinung der Zauberer im Sack f\u00fcr sie gehext hatte. Die Frau durfte nichts sagen, sondern setzte sogleich die Speisen auf den Tisch, und so a\u00dfen beide vom Fische, vom Braten und von dem Kuchen. Nun trat der kleine Klaus wieder auf seinen Sack, dass die Haut knarrte.<br>&#8222;Was sagt er jetzt?&#8220; fragte der Bauer. &#8222;Er sagt&#8220;, erwiderte der kleine Klaus, &#8222;dass er auch drei Flaschen Wein f\u00fcr uns gehext hat; sie stehen dort in der Ecke beim Ofen!&#8220;<br>Nun musste die Frau den Wein hervorholen, den sie verborgen hatte, und der Bauer trank und wurde lustig. Einen solchen Zauberer, wie der kleine Klaus im Sacke hatte, h\u00e4tte er gar zu gern gehabt.<br>&#8222;Kann er auch den Teufel hervorhexen?&#8220; fragte der Bauer. &#8222;Ich m\u00f6chte ihn wohl sehen, denn nun bin ich lustig!&#8220;<br>&#8222;Ja&#8220;, sagte der kleine Klaus, &#8222;mein Zauberer kann alles, was ich verlange. Nicht wahr, du?&#8220;<br>fragte er und trat auf den Sack, dass es knarrte.<br>&#8222;H\u00f6rst du? Er sagt ja! Aber der Teufel sieht h\u00e4sslich aus, wir wollen ihn lieber nicht sehen!&#8220;<br>&#8222;Oh, mir ist gar nicht bange; wie mag er wohl aussehen?&#8220;<br>&#8222;Ja, er wird sich ganz leibhaftig als ein K\u00fcster zeigen!&#8220;<br>&#8222;Hu!&#8220; sagte der Bauer, &#8222;das ist h\u00e4sslich! Ihr m\u00fcsst wissen, ich kann nicht ertragen, einen K\u00fcster zu sehen! Aber es macht nichts, ich wei\u00df ja, dass es der Teufel ist, so werde ich mich wohl leichter darein finden! Nun habe ich Mut, aber er darf mir nicht zu nahe kommen.&#8220;<br>&#8222;Ich werde meinen Zauberer fragen&#8220;, sagte der kleine Klaus, trat auf den Sack und hielt sein Ohr hin.<br>&#8222;Was sagt er?&#8220; &gt;BR&gt; &#8222;Er sagt, Ihr k\u00f6nnt hingehen und die Kiste aufmachen, die dort in der Ecke steht, so werdet Ihr den Teufel sehen, wie er darin kauert; aber Ihr m\u00fcsst den Deckel halten, dass er nicht entwischt.&#8220;<br>&#8222;Wollt Ihr mir helfen, ihn zu halten?<br>bat der Bauer und ging zu der Kiste hin, wo die Frau den K\u00fcster verborgen hatte, der darin sa\u00df und sich sehr f\u00fcrchtete. Der Bauer \u00f6ffnete den Deckel ein wenig und sah unter ihn hinein. &#8222;Hu!&#8220; schrie er und sprang zur\u00fcck. &#8222;Ja, nun habe ich ihn gesehen, er sah ganz aus wie unser K\u00fcster! Das war schrecklich!&#8220;<br>Darauf musste getrunken werden, und so tranken sie denn noch lange in die Nacht hinein.<br>&#8222;Den Zauberer musst du mir verkaufen&#8220;, sagte der Bauer; &#8222;verlange daf\u00fcr, was du willst! Ja, ich gebe dir gleich einen ganzen Scheffel Geld!&#8220;<br>&#8222;Nein, das kann ich nicht!&#8220; sagte der kleine Klaus. &#8222;Bedenke doch, wie viel Nutzen ich von diesem Zauberer haben kann.&#8220;<br>&#8222;Ach, ich m\u00f6chte ihn sehr gern haben&#8220;, sagte der Bauer und fuhr fort zu bitten.<br>&#8222;Ja&#8220;, sagte der kleine Klaus zuletzt, &#8222;da du so gut gewesen bist, mir diese Nacht Obdach zu gew\u00e4hren, so mag es sein. Du sollst den Zauberer f\u00fcr einen Scheffel Geld haben, aber ich will den Scheffel geh\u00e4uft voll haben.&#8220;<br>&#8222;Das sollst du bekommen&#8220;, sagte der Bauer, &#8222;aber die Kiste dort musst du mit dir nehmen; ich will sie nicht eine Stunde l\u00e4nger im Hause behalten; man kann nicht wissen, vielleicht sitzt er noch darin.&#8220;<br>Der kleine Klaus gab dem Bauer seinen Sack mit der trocknen Haut darin und bekam einen ganzen Scheffel Geld, geh\u00e4uft gemessen, daf\u00fcr. Der Bauer schenkte ihm sogar noch einen gro\u00dfen Karren, um das Geld und die Kiste darauf fortzufahren.<br>&#8222;Lebe wohl!&#8220; sagte der kleine Klaus.<br>Dann fuhr er mit seinem Gelde und der gro\u00dfen Kiste, worin noch der K\u00fcster sa\u00df, davon.<br>Auf der andrem Seite des Waldes war ein gro\u00dfer, tiefer Fluss; das Wasser floss so rei\u00dfend darin, dass man kaum gegen den Strom anschwimmen konnte; man hatte eine gro\u00dfe, neue Br\u00fccke dar\u00fcber geschlagen; der kleine Klaus hielt mitten auf ihr an und sagte ganz laut, damit der K\u00fcster in der Kiste es h\u00f6ren k\u00f6nne:<br>&#8222;Was soll ich doch mit der dummen Kiste machen? Sie ist so schwer, als ob Steine drin w\u00e4ren! Ich werde nur m\u00fcde davon, sie weiterzufahren; ich will sie in den Fluss werfen; schwimmt sie zu mir nach Hause, so ist es gut, wo nicht, so hat es auch nichts zu sagen.&#8220;<br>Darauf fasste er die Kiste mit der einen Hand an und hob sie ein wenig auf, gerade als ob er sie in das Wasser werfen wollte.<br>&#8222;Nein, lass das sein!&#8220; rief der K\u00fcster innerhalb der Kiste. &#8222;Lass mich erst heraus!&#8220;<br>&#8222;Hu!&#8220; sagte der kleine Klaus und tat, als f\u00fcrchte er sich. &#8222;Er sitzt noch darin! Da muss ich ihn geschwind in den Fluss werfen, damit er ertrinkt!&#8220;<br>&#8222;O nein, o nein!&#8220; sagte der K\u00fcster; &#8222;ich will dir einen ganzen Scheffel Geld geben, wenn du mich gehen l\u00e4sst!&#8220;<br>&#8222;Ja, das ist etwas anderes!&#8220; sagte der kleine Klaus und machte die Kiste auf.<br>Der K\u00fcster kroch schnell heraus, stie\u00df die leere Kiste in das Wasser hinaus und ging nach seinem Hause, wo der kleine Klaus einen ganzen Scheffel Geld bekam; einen hatte er von dem Bauer erhalten, nun hatte er also seinen ganzen Karren voll Geld.<br>&#8222;Sieh, das Pferd erhielt ich ganz gut bezahlt!&#8220; sagte er zu sich selbst, als er zu Hause in seiner eigenen Stube war und alles Geld auf einen Berg mitten in der Stube aussch\u00fcttete. Das wird den gro\u00dfen Klaus \u00e4rgern, wenn er erf\u00e4hrt, wie reich ich durch ein einziges Pferd geworden bin; aber ich will es ihm doch licht geradeheraus sagen!&#8220;<br>Nun sandte er einen Knaben zum gro\u00dfen Klaus hin, um sich ein Scheffelma\u00df zu leihen.<br>&#8222;Was mag er wohl damit machen wollen?&#8220; dachte der gro\u00dfe Klaus und schmierte Teer auf den Boden, damit von dem, was gemessen wurde, etwas daran h\u00e4ngen bleiben k\u00f6nnte. Und so kam es auch; denn als er das Scheffelma\u00df zur\u00fcckerhielt, hingen drei Taler daran.<br>&#8222;Was ist das?&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus und lief sogleich zu dem kleinen. &#8222;Wo hast du all das Geld bekommen?&#8220;<br>&#8222;Oh, das ist f\u00fcr meine Pferdehaut! Ich verkaufte sie gestern Abend.&#8220;<br>&#8222;Das war wahrlich gut bezahlt!&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus, lief geschwind nach Hause, nahm eine Axt und schlug alle seine vier Pferde vor den Kopf, zog ihnen die Haut ab und fuhr mit diesen H\u00e4uten zur Stadt.<br>&#8222;H\u00e4ute! H\u00e4ute! Wer will H\u00e4ute kaufen?&#8220; rief er durch die Stra\u00dfen.<br>Alle Schuhmacher und Gerber kamen gelaufen und fragten, was er daf\u00fcr haben wolle.<br>&#8222;Einen Scheffel Geld f\u00fcr jede&#8220;, sagte der gro\u00dfe Klaus.<br>&#8222;Bist du toll?&#8220; riefen alle. &#8222;Glaubst du, wir haben das Geld scheffelweise?&#8220;<br>&#8222;H\u00e4ute! H\u00e4ute! Wer will H\u00e4ute kaufen?&#8220; rief er wieder, aber allen denen, die ihn fragten, was die H\u00e4ute kosten sollten erwiderte er: &#8222;Einen Scheffel Geld.&#8220;<br>&#8222;Er will uns foppen&#8220;, sagten alle, und da nahmen die Schuhmacher ihre Spannriemen und die Gerber ihre Schurzfelle und fingen an, auf den gro\u00dfen Klaus loszupr\u00fcgeln.<br>&#8222;H\u00e4ute! H\u00e4ute!&#8220; riefen sie ihm nach; &#8222;ja, wir wollen dir die Haut gerben!<br>Hinaus aus der Stadt mit ihm!&#8220; riefen sie, und der gro\u00dfe Klaus musste laufen, was er nur konnte. So war er noch nie durchgepr\u00fcgelt worden.<br>&#8222;Na&#8220;, sagte er, als er nach Hause kam, &#8222;daf\u00fcr soll der kleine Klaus bestraft werden! Ich will ihn totschlagen!&#8220;<br>Zu Hause beim kleinen Klaus war die alte Gro\u00dfmutter gestorben; sie war freilich recht b\u00f6se und schlimm gegen ihn gewesen, aber er war doch betr\u00fcbt, nahm die tote Frau und legte sie in sein warmes Bett, um zu sehen, ob sie nicht zum Leben zur\u00fcckkehren werde. Da sollte sie die ganze Nacht liegen, er selbst wollte im Winkel sitzen und auf einem Stuhle schlafen; das hatte er schon fr\u00fcher getan. Als er in da in der Nacht sa\u00df, ging die T\u00fcr auf, und der gro\u00dfe Klaus kam mit einer Axt herein; er wusste wohl, wo des kleinen Klaus Bett stand, ging gerade darauf los und schlug nun die alte Gro\u00dfmutter vor den Kopf, denn er glaubte, dass der kleine Klaus dort in seinem Bett liege.<br>&#8222;Sieh&#8220;, sagte er, &#8222;nun sollst du mich nicht mehr zum besten haben!&#8220; Und dann ging er wieder nach Hause.<br>&#8222;Das ist doch ein recht b\u00f6ser Mann!&#8220; sagte der kleine Klaus; &#8222;da wollte er mich totschlagen! Es war doch gut f\u00fcr die alte Mutter, dass sie schon tot war, sonst h\u00e4tte er ihr das Leben genommen!&#8220;<br>Nun legte er der alten Gro\u00dfmutter Sonntagskleider an, lieh sich von dem Nachbar ein Pferd, spannte es vor den Wagen und setzte die alte Gro\u00dfmutter auf den hintersten Sitz, so dass sie nicht hinausfallen konnte, wenn er fuhr, und so rollten sie von dannen durch den Wald. Als die Sonne aufging, waren sie vor einem gro\u00dfen Wirtshause, da hielt der kleine Klaus an und ging hinein, um etwas zu genie\u00dfen.<br>Der Wirt hatte sehr viel Geld, er war auch ein recht guter, aber hitziger Mann, als w\u00e4ren Pfeffer und Tabak in ihm.<br>&#8222;Guten Morgen!&#8220; sagte er zum kleinen Klaus. &#8222;Du bist heute fr\u00fch ins Zeug gekommen!&#8220;<br>&#8222;Ja&#8220;, sagte der kleine Klaus, &#8222;ich will mit meiner Gro\u00dfmutter zur Stadt; sie sitzt drau\u00dfen auf dem Wagen, ich kann sie nicht in die Stube hereinbringen. Wollt Ihr der Alten nicht ein Glas K\u00fcmmel geben? Aber Ihr m\u00fcsst recht laut sprechen, denn sie h\u00f6rt nicht gut.&#8220;<br>&#8222;Ja, das will ich tun!&#8220; sagte der Wirt und schenkte ein gro\u00dfes Glas K\u00fcmmel ein, mit dem er zur toten Gro\u00dfmutter hinausging, die in dem Wagen aufrecht gesetzt war.<br>&#8222;Hier ist ein Glas K\u00fcmmel von Ihrem Sohne!&#8220; sagte der Wirt, aber die tote Frau erwiderte kein Wort, sondern sa\u00df ganz still und teilnahmslos, als ob sie alles nichts anginge.<br>&#8222;H\u00f6rt Ihr nicht?&#8220; rief der Wirt, so laut er konnte. &#8222;Hier ist ein Glas K\u00fcmmel von Ihrem Sohne!&#8220;<br>Noch einmal rief er und dann noch einmal, aber da sie sich durchaus nicht r\u00fchrte, wurde er \u00e4rgerlich und warf ihr das Glas in das Gesicht, so dass ihr der K\u00fcmmel gerade \u00fcber die Nase lief und sie hinten\u00fcber fiel, denn sie war nur aufgesetzt und nicht festgebunden.<br>&#8222;Heda!&#8220; rief der kleine Klaus, sprang zur T\u00fcr heraus und packte den Wirt an der Brust, &#8222;da hast du meine Gro\u00dfmutter erschlagen! Siehst du, da ist ein gro\u00dfes Loch in ihrer Stirn!&#8220;<br>&#8222;Oh, das ist ein Ungl\u00fcck!&#8220; rief der Wirt und schlug die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopfe zusammen; &#8222;das kommt alles von meiner Heftigkeit! Lieber, kleiner Klaus, ich will dir einen Scheffel Geld geben und deine Gro\u00dfmutter begraben lassen, als w\u00e4re es meine eigene, aber schweige nur still, sonst wird mir der Kopf abgeschlagen, und das w\u00e4re mir unangenehm.&#8220;<br>So bekam der kleine Klaus einen ganzen Scheffel Geld, und der Wirt begrub die alte Gro\u00dfmutter so, als ob es seine eigene gewesen w\u00e4re.<br>Als nun der kleine Klaus wieder mit dem vielen Gelde nach Hause kam, schickte er gleich seinen Knaben hin\u00fcber zum gro\u00dfen Klaus, um ihn bitten zu lassen, ihm ein Scheffelma\u00df zu leihen.<br>&#8222;Was ist das?&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus. &#8222;Habe ich ihn nicht totgeschlagen? Da muss ich selbst nachsehen!&#8220; Und so ging er selbst mit dem Scheffelma\u00df zum kleinen Klaus.<br>&#8222;Wo hast du doch all das Geld bekommen?&#8220; fragte er und riss die Augen auf, als er alles das erblickte, was noch hinzugekommen war.<br>&#8222;Du hast meine Gro\u00dfmutter, aber nicht mich erschlagen!&#8220; sagte der kleine Klaus. &#8222;Die habe ich nun verkauft und einen Scheffel Geld daf\u00fcr bekommen!&#8220;<br>&#8222;Das ist wahrlich gut bezahlt!&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus, eilte nach Hause, nahm eine Axt und schlug seine alte Gro\u00dfmutter tot, legte sie auf den Wagen, fuhr mit ihr zur Stadt, wo der Apotheker wohnte, und fragte, ob er einen toten Menschen kaufen wollte.<br>&#8222;Wer ist es, und woher habt Ihr ihn?&#8220; fragte der Apotheker.<br>&#8222;Es ist meine Gro\u00dfmutter!&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus. &#8222;Ich habe sie totgeschlagen, um einen Scheffel Geld daf\u00fcr zu bekommen!&#8220;<br>&#8222;Gott bewahre uns!&#8220; sagte der Apotheker. &#8222;Ihr redet irre! Sagt doch nicht dergleichen, sonst k\u00f6nnt Ihr den Kopf verlieren!&#8220; Und nun sagte er ihm geh\u00f6rig, was das f\u00fcr eine b\u00f6se Tat sei, die er begangen habe und was f\u00fcr ein schlechter Mensch er sei und dass er bestraft werden m\u00fcsse. Da erschrak der gro\u00dfe Klaus so sehr, dass er von der Apotheke gerade in den Wagen sprang und auf die Pferde schlug und nach Hause fuhr; aber der Apotheker und alle Leute glaubten, er sei verr\u00fcckt, und deshalb lie\u00dfen sie ihn fahren, wohin er wollte.<br>&#8222;Das sollst du mir bezahlen!&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus, als er drau\u00dfen auf der Landstra\u00dfe war, ja, ich will dich bestrafen, kleiner Klaus!&#8220; Sobald er nach Hause kam, nahm er den gr\u00f6\u00dften Sack, den er finden konnte, ging hin\u00fcber zum kleinen Klaus und sagte: &#8222;Nun hast du mich wieder gefoppt; erst schlug ich meine Pferde tot, dann meine alte Gro\u00dfmutter; das ist alles deine Schuld; aber du sollst mich nie mehr foppen!&#8220; Da packte er den kleinen Klaus um den Leib und steckte ihn in seinen Sack, nahm ihn so auf seinen R\u00fccken und rief ihm zu: &#8222;Nun gehe ich und ertr\u00e4nke dich!&#8220;<br>Es war ein weiter Weg, den er zu gehen hatte, bevor er zu dem Flusse kam, und der kleine Klaus war nicht leicht zu tragen. Der Weg ging dicht bei der Kirche vorbei; die Orgel ert\u00f6nte, und die Leute sangen sch\u00f6n darinnen. Da setzte der gro\u00dfe Klaus seinen Sack mit dem kleinen Klaus darin dicht bei der Kircht\u00fcr nieder und dachte, es k\u00f6nne wohl ganz gut sein, hineinzugehen und einen Psalm zu h\u00f6ren, ehe er weitergehe; der kleine Klaus konnte ja nicht herauskommen, und alle Leute waren in der Kirche. So ging er denn hinein.<br>&#8222;Ach Gott, ach Gott!&#8220; seufzte der kleine Klaus im Sack und drehte und wandte sich, aber es war ihm nicht m\u00f6glich, das Band aufzul\u00f6sen. Da kam ein alter, alter Viehtreiber daher, mit schneewei\u00dfem Haar und einem gro\u00dfen Stab in der Hand; er trieb eine ganze Herde K\u00fche und Stiere vor sich her, die liefen an den Sack, in dem der kleine Klaus sa\u00df, so dass er umgeworfen wurde.<br>&#8222;Ach Gott!&#8220; seufzte der kleine Klaus, &#8222;ich bin noch so jung und soll schon ins Himmelreich!&#8220;<br>&#8222;Und ich Armer&#8220;, sagte der Viehtreiber, &#8222;ich bin schon so alt und kann noch immer nicht dahin kommen!&#8220;<br>&#8222;Mache den Sack auf!&#8220; rief der kleine Klaus. &#8222;Krieche statt meiner hinein, so kommst du sogleich ins Himmelreich!&#8220;<br>&#8222;Ja, das will ich herzlich gern&#8220;, sagte der Viehtreiber und band den Sack auf, aus dem der kleine Klaus sogleich heraussprang.<br>&#8222;Willst du nun auf das Vieh achtgeben?&#8220; fragte der alte Mann. Dann kroch er in den Sack hinein, der kleine Klaus band den Sack wieder zu und zog dann mit allen K\u00fchen und Stieren seines Weges.<br>Bald darauf kam der gro\u00dfe Klaus aus der Kirche. Er nahm seinen Sack wieder auf den R\u00fccken, obgleich es ihm schien, als sei der leichter geworden, denn der alte Viehtreiber war nur halb so schwer wie der kleine Klaus. Wie leicht ist er doch zu tragen geworden! Ja, das kommt daher, dass ich einen Psalm geh\u00f6rt habe!&#8220; So ging er nach dem Flusse, der tief und gro\u00df war, warf den Sack mit dem alten Viehtreiber ins Wasser und rief hintendrein, denn er glaubte ja, dass es der kleine Klaus sei: &#8222;Sieh, nun sollst du mich nicht mehr foppen!&#8220;<br>Darauf ging er nach Hause; aber als er an die Stelle kam, wo die Wege sich kreuzten, begegnete er ganz unerwartet dem kleinen Klaus, der all sein Vieh dahertrieb.<br>&#8222;Was ist das?&#8220; fragte der gro\u00dfe Klaus. &#8222;Habe ich dich nicht vor kurzer Zeit ertr\u00e4nkt?&#8220;<br>&#8222;Ja&#8220;, sagte der kleine Klaus, &#8222;du warfst mich ja vor einer halben Stunde in den Fluss hinunter!&#8220;<br>&#8222;Aber wo hast du all das herrliche Vieh bekommen?&#8220; fragte der gro\u00dfe Klaus.<br>&#8222;Das ist Seevieh!&#8220; sagte der kleine Klaus. &#8222;Ich will dir die Geschichte erz\u00e4hlen und dir Dank sagen, dass du mich ertr\u00e4nktest, denn nun bin ich reich! Mir war bange, als ich im Sacke steckte, und der Wind pfiff mir um die Ohren, als du mich von der Br\u00fccke hinunter in das kalte Wasser warfst. Ich sank sogleich zu Boden, aber ich stie\u00df mich nicht, denn da unten w\u00e4chst das sch\u00f6nste, weiche Gras. Darauf fiel ich, und sogleich wurde der Sack ge\u00f6ffnet, und das lieblichste M\u00e4dchen, in schneewei\u00dfen Kleidern und mit einem gr\u00fcnen Kranz um das Haar, nahm mich bei der Hand und sagte: &#8222;Bist du da, kleiner Klaus? Da hast du zuerst einiges Vieh; eine Meile weiter auf dem Wege steht noch eine ganze Herde, die ich dir schenken will!&#8220; Nun sah ich, dass der Fluss eine gro\u00dfe Landstra\u00dfe f\u00fcr das Meervolk bildete. Unten auf dem Grunde gingen und fuhren sie gerade von der See her und ganz hinein in das Land, bis wo der Fluss endet. Da waren die sch\u00f6nsten Blumen und das frischeste Gras; die Fische schossen mir an den Ohren vor\u00fcber, geradeso wie hier die V\u00f6gel in der Luft. Was gab es da f\u00fcr h\u00fcbsche Leute, und was war da f\u00fcr Vieh, das an den Gr\u00e4ben und W\u00e4llen weidete!&#8220;<br>&#8222;Aber warum bist du gleich wieder zu uns heraufgekommen?&#8220; fragte der gro\u00dfe Klaus. &#8222;Das h\u00e4tte ich bestimmt nicht getan, wenn es so sch\u00f6n dort unten ist.&#8220;<br>&#8222;Ja&#8220;, sagte der kleine Klaus, &#8222;das ist gerade klug von mir gehandelt. Du h\u00f6rst ja wohl, dass ich dir erz\u00e4hle: Die Seejungfrau sagte mir, eine Meile weiter auf dem Wege &#8211; und mit dem Wege meinte sie ja den Fluss, denn sie kann nirgends Anders hinkommen &#8211; stehe noch eine ganze Herde Vieh f\u00fcr mich. Aber ich wei\u00df, was der Fluss f\u00fcr Kr\u00fcmmungen macht, bald hier, bald dort, das ist ein weiter Umweg. Nein, so macht man es k\u00fcrzer ab, wenn man hier auf das Land kommt und treibt quer\u00fcber wieder zum Flusse; dabei spare ich eine halbe Meile und komme schneller zu meinem Vieh!&#8220;<br>&#8222;Oh, du bist ein gl\u00fccklicher Mann!&#8220; sagte der gro\u00dfe Klaus. &#8222;Glaubst du, dass ich auch Seevieh erhielte, wenn ich einmal tief bis auf den Grund des Flusses k\u00e4me?&#8220;<br>&#8222;Ja, das denke ich wohl&#8220;, sagte der kleine Klaus, &#8222;aber ich kann dich nicht im Sacke zum Flusse tragen, du bist mir zu schwer! Willst du selbst dahingehen und dann in den Sack kriechen, so werde ich dich mit dem gr\u00f6\u00dften Vergn\u00fcgen hineinwerfen.&#8220;<br>&#8222;Ich danke dir&#8220;, sagte der gro\u00dfe Klaus. &#8222;Aber erhalte ich kein Seevieh, wenn ich hinunterkomme, so glaube mir, werde ich dich so pr\u00fcgeln, wie du noch nie gepr\u00fcgelt worden bist.&#8220;<br>&#8222;Oh nein, mache es nicht so schlimm!&#8220; Und da gingen sie zum Flusse hin. Als das Vieh Wasser erblickte, lief es, so schnell es nur konnte, durstig hinunter zum Trinken.<br>&#8222;Sieh, wie es sich sputet!&#8220; sagte der kleine Klaus. &#8222;Es verlangt danach, wieder auf den Grund zu kommen!&#8220;<br>&#8222;Ja, hilf mir nur erst&#8220;, sagte der gro\u00dfe Klaus, &#8222;sonst bekommst du Pr\u00fcgel!&#8220; Und so kroch er in den gro\u00dfen Sack, der quer \u00fcber dem R\u00fccken eines der Stiere gelegen hatte. &#8222;Lege einen Stein hinein, ich f\u00fcrchte, dass ich sonst nicht untersinke&#8220;, sagte der gro\u00dfe Klaus.<br>&#8222;Es geht schon!&#8220; sagte der kleine Klaus, legte aber doch einen gro\u00dfen Stein in den Sack, kn\u00fcpfte das Band fest zu, und dann stie\u00df er daran. Plumps! Da lag der gro\u00dfe Klaus in dem Flusse und sank sogleich hinunter auf den Grund.<br>&#8222;Ich f\u00fcrchte, er wird das Vieh nicht finden! Aber er zwang mich ja dazu!&#8220; sagte der kleine Klaus und trieb dann heim mit dem, was er hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans-Christian Andersen In einem Dorfe wohnten zwei Leute, die beide denselben Namen hatten. Beide hie\u00dfen Klaus, aber der eine besa\u00df vier Pferde und der andere nur ein einziges. Um sie nun voneinander unterscheiden zu k\u00f6nnen, nannte man den, der vier Pferde besa\u00df, den gro\u00dfen Klaus, und den, der nur ein einziges hatte, den kleinen Klaus. 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