{"id":1209,"date":"2021-01-10T00:16:01","date_gmt":"2021-01-09T23:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=1209"},"modified":"2025-12-28T21:23:21","modified_gmt":"2025-12-28T20:23:21","slug":"die-roten-schuhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/die-roten-schuhe\/","title":{"rendered":"Die roten Schuhe"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Hans Christian Andersen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es war einmal ein kleines M\u00e4dchen, gar fein und h\u00fcbsch; aber es war arm und musste im Sommer immer barfuss gehen, und im Winter mit gro\u00dfen Holzschuhen, so dass der kleine Spann ganz rot wurde; es war zum Erbarmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitten im Dorfe wohnte die alte Schuhmacherin; sie setzte sich hin und n\u00e4hte, so gut sie es konnte, von alten roten Tuchlappen ein paar kleine Schuhe. Recht plump wurden sie ja, aber es war doch gut gemeint, denn das kleine M\u00e4dchen sollte sie haben. Das kleine M\u00e4dchen hie\u00df Karen.<\/p>\n\n\n\n<p>Just an dem Tage, als ihre Mutter begraben wurde, bekam sie die roten Schuhe und zog sie zum ersten Male an; sie waren ja freilich zum Trauern nicht recht geeignet, aber sie hatte keine anderen, und so ging sie mit nackten Beinchen darin hinter dem \u00e4rmlichen Sarge her.<\/p>\n\n\n\n<p>Da kam gerade ein gro\u00dfer, altmodischer Wagen dahergefahren; darin sa\u00df eine stattliche alte Dame. Sie sah das kleine M\u00e4dchen an und hatte Mitleid mit ihm, und deshalb sagte sie zu dem Pfarrer: &#8222;H\u00f6rt, gebt mir das kleine M\u00e4dchen, ich werde f\u00fcr sie sorgen und gut zu ihr sein!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Karen glaubte, dass sie alles dies den roten Schuhen zu danken habe. Aber die alte Frau sagte, dass sie schauderhaft seien, und dann wurden sie verbrannt. Karen selbst wurde reinlich und nett gekleidet; sie musste Lesen und N\u00e4hen lernen, und die Leute sagten, sie sei niedlich; aber der Spiegel sagte: &#8222;Du bist weit mehr als niedlich, Du bist sch\u00f6n.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Da reiste einmal die K\u00f6nigin durch das Land, und sie hatte ihre kleine Tochter bei sich, die eine Prinzessin war. Das Volk str\u00f6mte zum Schlosse und Karen war auch dabei. Die kleine Prinzessin stand in feinen wei\u00dfen Kleidern in einem Fenster und lie\u00df sich bewundern. Sie hatte weder Schleppe noch Goldkrone, aber pr\u00e4chtige rote Saffianschuhe. Die waren freilich weit h\u00fcbscher als die, welche die alte Schuhmacherin f\u00fcr die kleine Karen gen\u00e4ht hatte. Nichts in der Welt war doch solchen roten Schuhen vergleichbar!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun war Karen so alt, dass sie eingesegnet werden sollte. Sie bekam neue Kleider und sollte auch neue Schuhe haben. Der reiche Schuhmacher in der Stadt nahm Ma\u00df an ihrem kleinen Fu\u00df. Das geschah in seinem Laden, wo gro\u00dfe Glasschr\u00e4nke mit niedlichen Schuhen und blanken Stiefeln standen. Das sah gar h\u00fcbsch aus, aber die alte Dame konnte nicht gut sehen und hatte daher auch keine Freude daran. Mitten zwischen den Schuhen standen ein paar rote, ganz wie die,<\/p>\n\n\n\n<p>welche die Prinzessin getragen hatte. Wie sch\u00f6n sie waren! Der Schuhmacher sagte auch, dass sie f\u00fcr ein Grafenkind gen\u00e4ht worden seien, aber sie h\u00e4tten nicht gepasst.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Das ist wohl Glanzleder&#8220; sagte die alte Dame, &#8222;sie gl\u00e4nzen so.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ja, sie gl\u00e4nzen!&#8220; sagte Karen, und sie passten gerade und wurden gekauft. Aber die alte Dame wusste nichts davon, dass sie rot waren, denn sie h\u00e4tte Karen niemals erlaubt, in roten Schuhen zur Einsegnung zu gehen, aber das geschah nun also.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Menschen sahen auf ihre F\u00fc\u00dfe, und als sie durch die Kirche und zur Chort\u00fcr hinein schritt, kam es ihr vor, als ob selbst die alten Bilder auf den Grabsteinen, die Steinbilder der Pfarrer und Pfarreresfrauen mit steifen Kragen und langen schwarzen Kleidern, die Augen auf ihre roten Schuhe hefteten, und nur an diese dachte sie, als der Pfarrer seine Hand auf ihr Haupt legte und von der heiligen Taufe sprach und von dem Bunde mit Gott, und dass sie nun eine erwachsene Christin sein sollte. Und die Orgel spielte so feierlich, die hellen Kinderstimmen sangen und der alte Kantor sang, aber Karen dachte nur an die roten Schuhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Nachmittag h\u00f6rte die alte Dame von allen Leuten, dass die Schuhe rot gewesen w\u00e4ren, und sie sagte das w\u00e4re recht h\u00e4sslich und unschicklich, und Karen m\u00fcsse von jetzt ab stets mit schwarzen Schuhen zur Kirche gehen, selbst wenn sie alt w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Sonntag war Abendmahl, und Karen sah die schwarzen Schuhe an, dann die roten, &#8211; und dann sah sie die roten wieder an und zog sie an.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war herrlicher Sonnenschein; Karen und die alte Dame gingen einen Weg durch das Kornfeld; da st\u00e4ubte es ein wenig.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Kirchent\u00fcr stand ein alter Soldat mit einem Kr\u00fcckstock und einem gewaltig langen Barte, der war mehr rot als wei\u00df, er war sogar fuchsrot. Er verbeugte sich tief bis zur Erde und fragte die alte Dame, ob er ihre Schuhe abst\u00e4uben d\u00fcrfe. Und Karen streckte ihren kleinen Fu\u00df auch aus. &#8222;Sieh, was f\u00fcr h\u00fcbsche Tanzschuhe&#8220; sagte der Soldat, &#8222;sitzt fest, wenn Ihr tanzt.&#8220; Und dann schlug er mit der Hand auf die Sohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte Dame gab dem Soldaten einen Schilling, und dann ging sie mit Karen in die Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Menschen drinnen blickten auf Karens rote Schuhe, und alle Bilder blickten darauf, und als Karen vor dem Altar kniete und den goldenen Kelch an ihre Lippen setzte, dachte sie nur an die roten Schuhe. Es war ihr, als ob sie selbst in dem Kelche vor ihr schw\u00e4mmen; und sie verga\u00df, den Choral mitzusingen und verga\u00df, ihr Vaterunser zu beten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun gingen alle Leute aus der Kirche, und die alte Dame stieg in ihren Wagen. Karen hob den Fu\u00df, um hinterher zu steigen; da sagte der alte Soldat, der dicht dabei stand: &#8222;Sieh, was f\u00fcr sch\u00f6ne Tanzschuhe.&#8220; Und Karen konnte es nicht lassen, sie musste ein paar Tanzschritte machen!&#8220; Und als sie angefangen hatte, tanzten die Beine weiter; es war gerade, als h\u00e4tten die Schuhe Macht \u00fcber sie bekommen; sie tanzte um die Kirchenecke herum und konnte nicht wieder aufh\u00f6ren damit; der Kutscher musste hinterher laufen und sie festhalten. Er hob sie in den Wagen; aber die F\u00fc\u00dfe tanzten weiter, so dass sie die gute alte Dame heftig trat.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich zogen sie ihr die Schuhe ab, und die Beine kamen zur Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Daheim wurden die Schuhe in den Schrank gesetzt, aber Karen konnte sich nicht enthalten, sie immer von neuem anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wurde die alte Frau krank, und es hie\u00df, dass sie nicht mehr lange zu leben h\u00e4tte. Sie sollte sorgsam gepflegt und gewartet werden, und niemand stand ihr ja n\u00e4her als Karen. Aber in der Stadt war ein gro\u00dfer Ball und Karen war auch dazu eingeladen. Sie schaute die alte Frau an, die ja doch nicht wieder gesund wurde, sie schaute auf die roten Schuhe, und das schien ihr keine S\u00fcnde zu sein. &#8211; Da zog sie die roten Schuhe an &#8211; das konnte sie wohl auch ruhig tun! &#8211; aber dann ging sie auf den Ball und fing an zu tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch als sie nach rechts wollte, tanzten die Schuhe nach links, und als sie den Saal hinauf tanzen wollte, tanzten die Schuhe hinunter, die Treppe hinab, \u00fcber den Hof durch das Tor aus der Stadt hinaus. Tanzen tat sie, und tanzen musste sie, mitten in den finsteren Wald hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Da leuchtete es zwischen den B\u00e4umen oben, und sie glaubte, dass es der Mond w\u00e4re; denn es sah aus wie ein Gesicht. Es war jedoch der alte Soldat mit dem roten Barte. Er sa\u00df und nickte und sprach: &#8222;Sieh, was f\u00fcr h\u00fcbsche Tanzschuhe.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Da erschrak sie und wollte die roten Schuhe fortwerfen; aber sie hingen fest. Sie riss ihre Str\u00fcmpfe ab; aber die Schuhe waren an ihren F\u00fc\u00dfen festgewachsen. Und tanzen tat sie und tanzen musste sie \u00fcber Feld und Wiesen, in Regen und Sonnenschein, bei Tage und bei Nacht; aber in der Nacht war es zum Entsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie tanzte zum offenen Kirchhofe hinein, aber die Toten dort tanzten nicht; sie hatten weit Besseres zu tun als zu tanzen. Sie wollte auf dem Grabe eines Armen niedersitzen, wo bitteres Farnkraut gr\u00fcnte, aber f\u00fcr sie gab es weder Rast noch Ruhe. Und als sie auf die offene Kirchent\u00fcr zutanzte, sah sie dort einen Engel in langen wei\u00dfen Kleidern; seine Schwingen reichten von seinen Schultern bis zur Erde nieder. Sein Gesicht war strenge und ernst, und in der Hand hielt er ein Schwert, breit und leuchtend:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Tanzen sollst Du&#8220; sagte er, &#8222;tanzen auf Deinen roten Schuhen, bist Du bleich und kalt bist, bis Deine Haut \u00fcber dem Gerippe zusammengeschrumpft ist. Tanzen sollst Du von T\u00fcr zu T\u00fcr, und wo stolze, eitle Kinder wohnen, sollst Du anpochen, dass sie Dich h\u00f6ren und f\u00fcrchten! Tanzen sollst Du, tanzen&#8220; &#8222;Gnade&#8220; rief Karen. Aber sie h\u00f6rte nicht mehr, was der Engel antwortete, denn die Schuhe trugen sie durch die Pforte auf das Feld hinaus, \u00fcber Weg und \u00fcber Steg, und immer musste sie tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Morgens tanzte sie an einer T\u00fcr vorbei, die ihr wohlbekannt war. Drinnen ert\u00f6nten Totenpsalmen; ein Sarg wurde herausgetragen, der mit Blumen geschm\u00fcckt war. Da wusste sie, dass die alte Frau tot war, und es kam ihr zum Bewusstsein, dass sie nun von allen verlassen war, und Gottes Engel hatte sie verflucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Tanzen tat sie und tanzen musste sie, tanzen in der dunkeln Nacht. Die Schuhe trugen sie dahin \u00fcber Dorn und Steine, und sie riss sich blutig. Sie tanzte \u00fcber die Heide hin bis zu einem kleinen, einsamen Hause. Hier, wusste sie, wohnte der Scharfrichter, und sie pochte mit dem Finger an die die Scheibe und sagte:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Komm heraus &#8211; Komm heraus &#8211; Ich kann nicht hineinkommen, denn ich tanze.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Scharfrichter sagte: &#8222;Du wei\u00dft wohl nicht, wer ich bin? Ich schlage b\u00f6sen Menschen das Haupt ab, und ich f\u00fchle, dass mein Beil klirrt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Schlag mir nicht das Haupt ab&#8220; sagte Karen, denn dann kann ich nicht meine S\u00fcnde bereuen! Aber haue meine F\u00fc\u00dfe mit den roten Schuhen ab.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun bekannte sie ihre ganze S\u00fcnde, und der Scharfrichter hieb ihr die F\u00fc\u00dfe mit den roten Schuhen ab: aber die Schuhe tanzten mit den kleinen F\u00fc\u00dfchen \u00fcber das Feld in den tiefen Wald hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Und er schnitzte ihr Holzbeine und Kr\u00fccken, lehrte sie die Psalmen, die die armen S\u00fcnder singen, und sie k\u00fcsste die Hand, die die Axt gef\u00fchrt hatte, und ging von dannen \u00fcber die Heide.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nun habe ich genug um die roten Schuhe gelitten&#8220; sagte sie, &#8222;nun will ich in die Kirche gehen, damit es auch gesehen wird.&#8220; Und sie ging, so schnell sie es mit den Holzf\u00fc\u00dfen konnte, auf die Kirchent\u00fcr zu. Als sie aber dorthin kam, tanzten die roten Schuhe vor ihr her, und sie entsetzte sich und kehrte um.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ganze Woche hindurch war sie betr\u00fcbt und weinte viele bittere Tr\u00e4nen. Als es aber Sonntag wurde, sagte sie: &#8222;So, nun habe ich genug gelitten und gestritten. Ich glaube wohl, dass ich ebenso gut bin wie viele von denen, die in der Kirche sitzen und prahlen!&#8220; Und dann machte sie sich mutig auf. Doch kam sie nicht weiter als bis zur Pforte; da sah sie die roten Schuhe vor sich hertanzen, und sie entsetzte sich sehr, kehrte wieder um und bereute ihre S\u00fcnde von ganzem Herzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ging sie zum Pfarrhause und bat, ob sie dort Dienst nehmen d\u00fcrfe; sie wolle flei\u00dfig sein und alles tun, was sie k\u00f6nne; auf Lohn sehe sie nicht, wenn sie nur ein Dach \u00fcbers Haupt bek\u00e4me und bei guten Menschen w\u00e4re. Und die Pfarrersfrau hatte Mitleid mit ihr und nahm sie in Dienst. Und sie war flei\u00dfig und nachdenklich. Stille sa\u00df sie und h\u00f6rte zu, wenn am Abend der Pfarrer laut aus der Bibel vorlas. All die Kleinen liebten sie sehr; aber wenn sie von Putz und Staat sprachen und dass es herrlich sein m\u00fcsse, eine K\u00f6nigin zu sein, sch\u00fcttelte sie mit dem Kopfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Sonntag gingen alle zur Kirche, und sie fragten sie, ob sie mitwolle, aber sie sah betr\u00fcbt mit Tr\u00e4nen in den Augen auf ihre Kr\u00fccken herab, und so gingen die anderen ohne sie fort, um Gottes Wort zu h\u00f6ren; sie aber ging allein in ihre kleine Kammer. Die war nicht gr\u00f6\u00dfer, als dass ein Bett und ein Stuhl darin stehen konnte, und hier setzte sie sich mit ihrem Gesangbuche hin. Und als sie mit frommem Sinn darin las, trug der Wind die Orgelt\u00f6ne aus der Kirche zu ihr her\u00fcber, und sie erhob unter Tr\u00e4nen ihr Antlitz und sagte: &#8222;O Gott, hilf mir.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Da schien die Sonne so hell, und gerade vor ihr stand Gottes Engel in den wei\u00dfen Kleidern, er, den sie in der Nacht in der Kirchent\u00fcr gesehen hatte. Aber er hielt nicht mehr das scharfe Schwert, sondern einen herrlichen gr\u00fcnen Zweig, der voller Rosen war. Mit diesem ber\u00fchrte er die Decke, und sie hob sich empor, und wo er sie ber\u00fchrt hatte, leuchtete ein goldener Stern. Und er ber\u00fchrte die W\u00e4nde, und sie weiteten sich. Nun sah sie die Orgel und h\u00f6rte ihren Klang, und sie sah die alten Steinbilder von den Pfarrern und Pfarrersfrauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeinde sa\u00df in den geschm\u00fcckten St\u00fchlen und sang aus dem Gesangbuch. &#8211; Die Kirche war selbst zu dem armen M\u00e4dchen in die kleine, enge Kammer gekommen, oder war sie etwa in die Kirche gekommen? Sie sa\u00df im Stuhl bei den anderen aus dem Pfarrhause, und als der Psalm zu Ende gesungen war, blickten sie auf und nickten ihr zu und sagten: &#8222;Das war recht, dass Du kamst, Karen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Es war Gnade&#8220; sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Orgel klang, und die Kinderstimmen im Chor ert\u00f6nten sanft und lieblich! Der klare Sonnenschein str\u00f6mte warm durch die Fenster in den Kirchenstuhl, wo Karen sa\u00df; ihr Herz war so voll Sonnenschein, Frieden und Freude, dass es brach. Ihre Seele flog mit dem Sonnenschein auf zu Gott, und dort war niemand, der nach den roten Schuhen fragte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Christian Andersen Es war einmal ein kleines M\u00e4dchen, gar fein und h\u00fcbsch; aber es war arm und musste im Sommer immer barfuss gehen, und im Winter mit gro\u00dfen Holzschuhen, so dass der kleine Spann ganz rot wurde; es war zum Erbarmen. 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