{"id":108,"date":"2015-10-06T02:18:22","date_gmt":"2015-10-06T00:18:22","guid":{"rendered":"http:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/?p=108"},"modified":"2026-01-17T04:01:22","modified_gmt":"2026-01-17T03:01:22","slug":"der-alte-mann-und-die-drei-brueder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internet-maerchen.de\/mobile\/der-alte-mann-und-die-drei-brueder\/","title":{"rendered":"Der alte Mann und die drei Br\u00fcder"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der alte Mann und die drei Br\u00fcder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"font-family: Verdana;\"><span style=\"font-size: small;\">Griechisches M\u00e4rchen<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Verdana;\">Es waren einmal drei Br\u00fcder, die wollten in die Fremde ziehen, um Arbeit zu finden. Auf ihrem Wege gelangten sie in eine Ein\u00f6de, und sie setzten sich an einen Brunnen, um zu essen und sich auszuruhen. Als sie so a\u00dfen, sahen sie einen alten Mann mit einem Stock herankommen, der sie begr\u00fc\u00dfte. &#8222;Sch\u00f6nen guten Tag, ihr jungen Leute.&#8220; &#8222;Viele Jahre noch, Gro\u00dfvater&#8220;, sagten sie, und der j\u00fcngste schnitt ein St\u00fcck Brot ab und forderte ihn auf: &#8222;Setz dich, Gro\u00dfv\u00e4terchen, und hier hast du ein wenig Brot zu essen. &#8220; Der Alte nahm das Brot und setzte sich. Dort in der Ein\u00f6de gab es eine Menge Raben. Da sagte der Alte zu dem \u00e4ltesten Sohn: &#8222;Mein Sohn, was m\u00f6chtest du in dieser Welt hier haben?&#8220; &#8222;Ich m\u00f6chte&#8220;, sagte der, &#8222;dass all diese Raben hier Schafe w\u00e4ren und mir geh\u00f6rten.&#8220; &#8222;Gut&#8220;, sagte der Alte, &#8222;aber wenn ein Bettler k\u00e4me und dich um etwas Milch b\u00e4te, w\u00fcrdest du es ihm dann geben, wenn du so viele Schafe h\u00e4ttest?&#8220; &#8222;Ich w\u00fcrde ihm geben, was er wollte&#8220;, sagte der junge Mann, &#8222;Milch, K\u00e4se, Quark, was er wollte.&#8220; Tap, st\u00f6\u00dft der Alte seinen Stecken auf die Erde, und die Raben sind zu Schafen geworden. Die Gegend war wei\u00df von Schafen. Der \u00e4lteste stand auf, sammelte die Schafe um sich und blieb dort. Die andern beiden machten sich mit dem Alten wieder auf den Weg. Sie gingen und kamen an einen Wald. Da fragte der Alte den zweiten: &#8222;Mein Sohn, was m\u00f6chtest nun du in dieser Welt hier haben?\u00ab &#8222;Ich m\u00f6chte, Gro\u00dfvater, dass alle diese Steineichen Walb\u00e4ume w\u00e4ren und alle mir geh\u00f6rten&#8220;, sagte der junge Mann. &#8222;Gut&#8220;, sagte der Alte, &#8222;wenn du dann so viel \u00d6l hast, wirst du dann auch einem Bettler etwas abgeben?&#8220; &#8222;Das werde ich tun&#8220;, versicherte der. Tap, st\u00f6\u00dft der Alte seinen Stecken auf die Erde, und die Steineichen sind im Augenblick zu \u00d6lb\u00e4umen geworden. Und der junge Mann blieb dort zur\u00fcck, richtete Lager ein und f\u00fcllte die F\u00e4sser mit \u00d6l und lud sie auf Schiffe. Der j\u00fcngste Bruder blieb allein mit dem Alten \u00fcbrig, und sie machten sich wieder auf den Weg. Als sie an einen Kreuzweg kamen, setzten sie sich an den Brunnen dort, um sich auszuruhen. Da sagte der Alte zu dem Jungen: &#8222;willst du dir nicht auch etwas w\u00fcnschen?&#8220; &#8222;Gro\u00dfvater, ich w\u00fcnschte, dass aus diesem Brunnen Honig fl\u00f6\u00dfe.&#8220; &#8222;Und wirst du den Armen Honig geben, wenn sie dich darum bitten?&#8220; &#8222;Das werde ich tun.&#8220; Der Alte st\u00f6\u00dft seinen Stecken auf die Erde, und sofort flie\u00dft Honig aus dem Brunnen. Der junge Mann blieb am Kreuzweg zur\u00fcck, verkaufte Honig und teilte auch den armen Wanderern , davon mit. Der Alte ging fort, an sein Gesch\u00e4ft. Als einige Zeit vergangen war, lie\u00df der j\u00fcngste Bruder einen Gehilfen am Brunnen, der sollte Honig austeilen, und er selbst machte sich auf, seine Br\u00fcder zu besuchen, denn er hatte Sehnsucht nach ihnen. Als er so ging und nach \u00d6lb\u00e4umen ausschaute, sah er einen Wald von Steineichen. Er ging weiter und schaute nach Schafen aus und sah Raben und weder einen Schafh\u00e4ndler noch einen Herdenbesitzer. Als er unschl\u00fcssig stehen blieb, sah er, wie jener Alte auf ihn zukam, und der sagte: &#8222;Siehst du, was deine Br\u00fcder versprochen haben, haben sie nicht gehalten. Sie gaben den Armen nicht von den G\u00fctern, die ich ihnen schenkte. Deswegen nahm ich auch die \u00d6lb\u00e4ume und Schafe zur\u00fcck. Aber du bist gut geblieben und sollst meinen Segen haben.&#8220; Und ehe er noch seine Rede geendet hatte, war der Alte verschwunden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">Dieses M\u00e4rchen wurde mir von M\u00e4rchenkristall zur Verf\u00fcgung gestellt.&nbsp;<\/span><u><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.maerchenkristall.de\/\">http:\/\/www.maerchenkristall.de<\/a><\/span><\/u><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es waren einmal drei Br\u00fcder, die wollten in die Fremde ziehen, um Arbeit zu finden. 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